Markt: Gerade geht die „Lets get started Tour 2018“ zu Ende. Pexco, Unternehmen hinter den Marken Ready2Race, Husqvarna und Raymon, war in Hamburg, Nürnberg und Salzburg um Handel, Presse und Interessierten die Modelle für die kommende Saison zu präsentieren. Velomotion hat mit den Köpfen des Unternehmens gesprochen, welches gerade in der Radbranche für Aufsehen sorgt.

Seit Familie Puello sich von Winora und der Accell Gruppe verabschiedet hat, wurde spekuliert. Zurecht! Mit ihrer Marke Haibike verhalfen sie dem E-Bike in Europa zu großer Akzeptanz. Das bisweilen als „Reha-Gerät“ empfundene Pedelec nahm erst so richtig Fahrt auf, als ein nach oben gedrehter Motor in einem Mountainbike platziert wurde. Winora und Haibike sind für die Puellos Geschichte, die Zukunft heißt Pexco. In kürzester Zeit gelang es, schlagkräftige Investoren ins Boot zu holen und drei Marken aus dem Boden zu stampfen. Bei zwei der Marken, Husqvarna und Raymon erblickte bereits eine komplette Produktpalette das Licht der Fahrradwelt und soll ab Januar ausgeliefert werden. Diese Räder konnten wir uns genauer ansehen. Raymon werden wir in einem getrennten Artikel genauer vorstellen.
Dass auch die Fachhändler das so sehen, bestätigt die hervorragende Resonanz. Die Veranstaltungen waren sehr gut besucht und es wurde fleißig geordert. Die Kataloge sind gedruckt, es gibt bereits Verkaufsförderungsmittel wie ein Dealercenter 2 (eine elektronische Verkaufsunterstüzung). Sogar Bekleidung konnten wir erspähen, aktuell von Husqvarna direkt. Übrigens ist es gut möglich, dass in Zukunft Husqvarna Bikes auch bei den führenden Husqvarna Händlern zu haben sind.
Husqvarna wird als Premium-Marke verstanden, die sehr viele Bedürfnisse im urbanen Bereich abdecken soll. Raymon Bikes gibt es aktuell noch nicht mit E-Antrieb, vermutlich dann 2018, aktuell punktet die Marke besonders durch ein gefälliges Design und ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer sich fragt; wo der Name Raymon herkommt, den verweisen wir auf den zweiten Vornamen des Pexco COO, er heißt Felix Raymundo Puello. Ready To Race, oder auch R2R, ist der Name der dritten Marke. Diese wird ab nächstem Jahr mit sehr sportlichen, exklusiven Bikes in die Läden kommen. „Ein wichtiges Thema werden zukünftig Servicekonzepte sein“, sagt Christina Puello „da haben wir ein paar tolle Ideen.“ Die Partnerschaft mit Shimano wird von den Puellos gelobt und soll dazu beigetragen haben, innerhalb so kurzer Zeit diese bemerkenswerte Entwicklung voranzutreiben. Zunächst werden die Pexco Bikes in den DACH Staaten erhältlich sein, aber man hat schon andere Märkte im Visier. Die Raymon Fahrrad-Produktion findet übrigens in der EU statt, genauer gesagt in Bulgarien. Husquarna Räder kommen aktuell aus Asien. Man wünscht sich irgendwann in Schweinfurt eine Produktion aufzubauen. Hier sollen auch die R2R bikes gefertigt werden.
Dirk Höflein, Senior Product Manager, erklärte uns die Details der Räder und plauderte auch aus dem Nähkästchen: „Husqvarna hat mal Gewehre gebaut, so ist die Husqvarna Krone ein stilisierter Gewehrlauf. Die Produkte der Schweden stehen einfach für Qualität. Das passt zu uns. Engineering und Design finden in Schweinfurt statt. Auch bei den günstigen Raymon Bikes haben wir die Qualität im Auge.“
„Günstig ja, aber trotzdem absolut wertig. Schrott, das können Andere.“
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Das Topmodell der 2018er Bikes ist das E-Fully Husqvarna MC7. Dabei steht MC für Mountain Cross. Mit 4.999€ ist es, gemessen an der Ausstattung, wirklich fair kalkuliert. Shimano Steps Motor der 8000er Serie. Eine elektronische XT DI2 Schaltung und ein Fahrwerk von Rockshox sollte auch gehobene Ansprüche befriedigen können. Es gibt zwei weitere Modelle die auf dem Rahmen basieren. Bei beiden muss man nur geringe Abstriche in der Ausstattung hinnehmen und spart dafür 500€ beim MC6 beziehungsweise 1000€ beim MC5.
Eine echte Besonderheit der Bikes ist der Snake Pack Akku. Der ist Flexibel gestaltet und ermöglicht so trotz Integration im Rahmen eine kleine Öffnung für die Entnahme. So bleibt der Rahmen auch bei geringem Materialeinsatz stabil und steif. Der Akku kann im Rad oder extern geladen werden. Bei niedrigen Temperaturen muss man sich keine Sorgen um den Akku machen, auch wenn das Bike in der Garage steht. Dirk Höflein zeigt wie das geht.