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Giro d'ItaliaRadsportStraßenradsport

Giro d'Italia #11: Ackermann siegt im Fotofinish vor Milan

17. Mai 2023 by Michael Behringer

Ackermann GIro d italia

Radsport: Pascal Ackermann hat um wenige Millimeter die elfte Etappe des Giro d’Italia gewonnen. Damit feiert nach seinen beiden Siegen im Jahr 2019 seinen dritten Etappensieg bei der Italien-Rundfahrt.

ackermann Giro d'Italia 2023 Vorschau

Ackermann holt den ersten deutschen Etappensieg

Das Zielfoto musste herhalten, um den Tagessieger auf der elften Etappe des Giro d’Italia bestimmen zu können. Pascal Ackermann (UAE) fuhr jubelnd über die Ziellinie. Aber auch Jonathan Milan (Bahrain – Victorious) signalisierte, dass er gewonnen hat. Am Ende hatte der Deutsche Recht. Damit feiert er selbst seinen dritten Giro-Etappensieg in seiner Karriere und beschert Deutschland den ersten Tageserfolg beim diesjährigen Giro d’Italia. Geprägt wurde die Etappe durch eine sechs Mann starke Ausreißergruppe, die aber nicht wirklich realistische Chancen hatte heute den Sieg unter sich auszumachen. Bitter endete der Giro d’Italia für Tao Geoghegan Hart (Ineos Grenadiers). Der Brite musste die Rundfahrt nach einem Sturz verlassen.



Giro d’Italia: 34 Fahrer sind nicht mehr mit dabei

Mit 219 Kilometern war die elfte Etappe von Camaiore nach Tortona das längste Teilstück des diesjährigen Giro d’Italia. Weitere acht Fahrer konnten den heutigen Tag nicht mehr in Angriff nehmen, sechs davon wegen eines positiven Coronatests. Besonders hart erwischt hat es die Mannschaft Soudal – Quick-Step, die mit Josef Cerny, Louis Vervaeke, Jan Hirt und Mattia Cattaneo gleich vier Profis verloren hat. Damit sind sie in dieser belgischen Equipe nur noch zu dritt. Die weiteren Aufgaben: Jonathan Caicedo (EF Education – EasyPost), Stefano Gandin (Corratec – Selle Italia), Andrea Vendrame (AG2R – Citroën) und Natnael Tesfatsion (Trek – Segafredo).

Sechs Ausreißer, drei Bergwertungen

Endlich schönes Wetter – dachten sich vermutlich viele Profis auf der heutigen Etappe, die von der toskanischen Küste durch Ligurien ins Piemont führte. Direkt nach dem Start bildete sich die Ausreißergruppe des Tages. Mit Thomas Champion (Cofidis), Diego Sevilla (Eolo – Kometa), Filippo Magli (Green Project – Bardiani – CSF – Faizanè), Laurenz Rex (Intermarché – Circus – Wanty), Alexander Konychev (Corratec – Selle Italia) und Veljko Stojnic (Corratec – Selle Italia) wagten sich sechs Fahrer in die Offensive. Dahinter kontrollierte die amerikanische Mannschaft Trek – Segafredo das Tempo im Hauptfeld für Sprinter Mads Pedersen. Sie schienen fest an eine Sprintentscheidung zu glauben, obwohl auf die Fahrer heute drei Bergwertungen warteten. Der Passo del Bracco und der Colla di Boasi gehören zur dritten Kategorie. Der Passo della Castagnola ist sogar nur ein Berg der vierten Kategorie. Da es danach jedoch noch rund 44 Kilometer bis zur Ziellinie geht, war eine Sprintankunft nicht unwahrscheinlich.

Geoghegan Hart stürzt schwer und scheidet aus

Als die Rennsituation eigentlich schon geklärt war, kam es im Hauptfeld zu mehreren Stürzen. In einer Linkskurve kamen gleichzeitig Primoz Roglic (Jumbo – Visma), Geraint Thomas (Ineos Grenadiers) und Tao Geoghegan Hart (Ineos Grenadiers) zu Fall. Während die zuerst genannten Top-Favoriten weiter fahren konnten, musste Geoghegan Hart das Rennen aufgeben. Derweil sank der Vorsprung der Ausreißer immer weiter in sich zusammen, ehe mit Laurenz Rex (Intermarché – Circus – Wanty) schließlich der letzte Flüchtige rund fünf Kilometer vor dem Ziel gestellt wurde. Es kam zum erwarteten Massensprint, an dem fast alle namhaften Sprinter teilnehmen konnten.



Close but Ackermann wins! #Giro pic.twitter.com/EDHzfkupZz

— Benji Naesen (@BenjiNaesen) May 17, 2023



https://www.velomotion.de/magazin/2023/05/radsport-giro-ditalia-2023-deutschsprachige-fahrer/

Stichworte:Giro d'ItaliaNewsPascal AckermannTao Geoghegan Hart

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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