Avento E-Bikes: Ab sofort ist der E-Bike-Markt in Deutschland um einen Player reicher: Der US-Anbieter Aventon wagt den Schritt nach Europa und legt erst einmal zwei Trekking-Modelle vor, die nicht nur preislich interessant sind.
Die Herkunft der heutigen E-Bike-Marke überrascht: Das erste Mal trat Aventon in Erscheinung, eines Fahrrades, das so spartanisch war wie nur möglich – eines Fixie. Abgeleitet von Bahnrennrädern und ohne Schaltung, Bremsen und sogar Freilauf, waren Modelle wie das Aventon Mataró schnell beliebt in der Fixed-Gear-Szene und bei Radkurieren; mit Erfolgen bei Fixie-Rennen stieg der Bekanntheitsgrad weiter. Doch dann schlug Aventon ein neues Kapitel auf: Bereits 2018 wurde mit dem Pace 500 ein Elektrorad gelauncht, das mit Heckmotor und Starrgabel den typischen Urban-Look aufnahm.
Aventon: Vom Fixie zum E-Trekkingbike
Vom Urmodell, das es alleine schon wegen der unterschiedlichen Regularien dem US-Markt vorbehalten bliebt, haben sich die neuen Bikes der Marke freilich deutlich entfernt. Ab sofort bietet Aventon zwei im Bereich Touring / Trekking zu verortende Modelle an, die technisch viel zu bieten haben und dabei zu sehr attraktiven Preisen angeboten werden.

Los geht’s mit dem Aventon Trava ADV, das mit Zehngang-Kettenschaltung vom Typ Shimano Cues und 100-mm-Federgabel ein typisches E-Trekkingbike ist. Der Hersteller setzt auf eine komfortable Sitzposition, wobei an zusätzlich in den Genuss einer Federsattelstütze kommt; der Lenkervorbau ist winkelverstellbar und nimmt alle nach hinten führenden Züge und Leitungen auf. Zwei Rahmenformen sind verfügbar, Diamant und Einrohr; bei ersterer wird der Akku nach unten entnommen, bei letzterer nach unten. Bei diesem wie beim Schwestermodell kommen 27,5-Zoll-Laufräder zum Einsatz, auf denen Reifen mit 2 ¼ Zoll Breite montiert sind.
Aventon Ultro S: Leistungsstarker Antrieb mit großem Akku
Das Antriebsystem bringt die neue Marke gleich mit, anstatt auf am Markt bekannte Anbieter zu setzen: Das Aventon-Aggregat nennt sich Ultro S und weist mit 90 Nm Drehmoment und 750 Watt Spitzenleistung Daten auf, die es mit Bosch & Co. aufnehmen können. Dazu wird eine 800-Wh-Batterie spezifiziert, was gerade angesichts des Preises hellhörig macht: Das Aventon Trava ADV wird nämlich nur 2.899 Euro kosten.
Auf demselben Rahmen basiert das Aventon Trava EXP, das sich aufgrund seiner Getriebenabe stärker ins Touren-Segment orientiert. Wiederum verbaut der Hersteller seinen Ultro S sowie 100-mm-Gabel und Federstütze; bei diesem Bike kommt vorne allerdings eine Vierkolben-Bremse zum Einsatz. Zum Preis von 3.899 Euro gibt es außerdem einen echten technischen Leckerbissen in Form des stufenlosen Enviolo-Getriebes in der vollautomatischen Automatiq-Version. Die Schaltung, die unabhängig von der Geschwindigkeit ein vorgewählte Trittfrequenz hält, gibt es normalerweise bei E-Bikes oberhalb von 4.500 Euro.
Aventon Trava ADV und EXP sind ab sofort erhältlich; dabei sind sie nur die Speerspitze eines Modellprogramms, das mittelfristig auch E-MTBs und Gravelbikes mit Unterstützungsmotor umfassen wird. Und wie sich der Ultro S in der Praxis schlägt, wird Velomotion demnächst im Praxistest feststellen.




