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Drei davon gibt es unter 30 Euro: Fünf Dinge, die dir das Mountainbiken erleichtern

5. Juli 2026 by Lukas Mühlehner

Wer gerne des Mountainbikens frönt und sich mit der Technik dahinter auseinandersetzt, weiß: Der MTB-Sport bietet jede Menge Gelegenheiten, um einer ebenso großen Menge Geld für Upgrades und Zusatz-Features verlustig zu gehen. Dabei kann es manchmal so einfach sein. Hier sind fünf Wege, wie du mit zumeist wenig Einsatz dein Fahrerlebnis spürbar verbesserst.

Erstens: Gute Griffe

Dass der Sattel an die persönlichen Bedürfnisse passen muss, weiß jedes Kind. Ein Kontaktpunkt, der dagegen gerne übersehen wird: die Griffe! Beschaffenheit, Dicke und Oberfläche beeinflussen ganz entscheidend, wie sich ein Mountainbike lenkt und anfühlt – immerhin ist es der haptische Schnittpunkt, den man bergauf wie bergab in den Händen hat. Gerade an den Griffen sparen manche Radhersteller leider. So lohnt es sich oft, in ein gutes Paar Griffe zu investieren. Der Durchmesser muss dabei zu den eigenen Präferenzen und der Griffweite passen. Ein schlechter Griff kann die Kontrolle des Fahrers über sein Bike ziemlich vermindern und auch den Komfort einschränken. Gute Griffe fühlen sich einfach geil an und werten jedes Mountainbike auf!

Auf der Suche nach einem passenden Paar Griffe? In unserer großen Bestenliste haben wir 27 Modelle getestet. Hier geht es zur Testübersicht!



Zweitens: Einen Reifendrucksensor für die Heimwerkstatt

„Richtige“ Mountainbiker prüfen per Handdruck den Luftdruck ihrer Reifen, heißt es oft geringschätzig – wir widersprechen. Mit einem kleinen, portablen Luftdruckmesser wie dem SKS Airchecker 2.0 oder dem Schwalbe Airmax Pro hat man vor Beginn der Tour schnell gecheckt, ob die Reifen im richtigen Luftdruckfenster sind. Immerhin können schon wenige Psi bzw. 0,1 Bar einen spürbaren Unterschied bei Komfort und Grip machen – und schlimmstenfalls über Pannenpech entscheiden. Also schnappt euch einen Luftdruckmesser für einen schmalen Taler und fahrt genau den Luftdruck, der gut euch passt.

Erst mit dem richtigen Reifenluftdruck wirds was! Weil die Manometer der meisten Standluftpumpen eher grobe Empfehlungen abgeben, lohnt sich ein elektronisches Luftdruckmessgerät.


Drittens: Ein gutes Inbus-Set

Selbst wenn man kein Heimwerker ist und die Wartung des Bikes der Werkstatt überlässt, wird es unweigerlich passieren, dass du einmal Hand an deinem Mountainbike anlegen musst – sei es, um die Bremshebel einzustellen, ein Laufrad auszubauen oder einfach eine lockere Schraube anzuziehen.

Genau dann dankt es einem die Rahmenhardware, wenn man ein hochwertiges Set an Innensechskant-Schlüssel zu Hand hat. Sonst sind kleine, fummelige Schraubenköpfe schnell rund gedreht, was wiederum das Leben unnötig schwer macht. Daher: Ein gutes Set an Inbusse und womöglich noch die beiden wichtigsten Torx-Schlüssel (T25 und ggf. T10) kann die „quality of mtb life“ signifikant steigern.

5 Dinge MTB
Es muss nicht gleich ein ganzer Werkzeugkoffer sein – die Basics wie ein gutes Inbus-Set und ein oder zwei Torx-Schlüssel genügen meist schon.


Viertens: Eine Dropperpost mit viel Hub

Zugegeben, zuerst wird eine langhubige Dropperpost dein Leben erschweren. Denn: Nicht jeder Rahmen bietet ein genügend kurzes Sitzrohr und eine ausreichende Einstecktiefe in selbigem, um lange Droppers vom Traum zur Wirklichkeit werden zu lassen. Selbst wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, muss die Dropper erst noch installiert werden. Verzichtet man auf eine Funkstütze mit elektronischem Ventil, heißt das bei den meisten modernen Rahmen, dass ein Kabel intern angefasst werden muss.

Hat man diese Hürden aber erst einmal überwunden, lebt sich das Mountainbiker-Leben mit einem niedrigeren Sattel auf der Abfahrt gleich leichter. Denn mehr Bewegungsfreiheit hilft bei diesem bewegten Sport enorm!

Eine etwas größere Investition, aber mit tollem Return: Eine lange Dropper verbessert die Bewegungsfreiheit auf dem Bike ungemein.


Fünftens: Starke Bremsen

Egal ob XC oder DH: Mit wenig Fingerkraft viel Bremspower abrufen zu können (wohldosiert, wohlgemerkt), hat einen größeren Einfluss auf das gesamte Fahrverhalten, als man vielleicht zuerst denkt. Wer weniger verkrampft am Bremshebel ziehen muss, läuft weniger in Gefahr, Armpump zu bekommen und bleibt somit in Kontrolle über sein Bike. Mit starken Bremsen lassen sich Bremspunkte auch viel gezielter auf dem Trail setzen – ein Vorteil, der dich in jeder Disziplin mit schnelleren und selbstbewussteren Abfahrtszeiten belohnen wird.

Um die Bremspower merklich zu erhöhen, braucht es nicht gleich ein neues Set an Bremsen. Wichtig ist besonders, dass die Reibpartner, also Beläge und Scheiben, aufeinander abgestimmt und tauglich sind. Auch mit Bremsscheiben eines größeren Durchmessers, sofern vom Hersteller freigegeben, lässt sich ein großer Effekt für wenig Geld erzielen. Probier es aus! Denn auf diese fünf Dinge möchte ich beim Mountainbiken nicht mehr verzichten.



Über Lukas Mühlehner

Als Niederbayer passt er perfekt ins Velomotion-Team; Lukas Mühlehner studierte in Regensburg Philosophie, Geschichte und Politikwissenschaft und sammelte nebenbei in der Bike-Industrie und später bei mtb-news.de viel Erfahrung in der Branche und im redaktionellen Arbeiten. Vom Donau-Flachland ist er in den Bayerischen Wald gezogen, um seine Volontärstelle bei Velomotion anzutreten und auf den dortigen MTB-Trails zwischen Arber und Geißkopf auf ausgiebige Testfahrten zu gehen.

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