Darfs ein bisschen mehr sein? Mehr Federweg, mehr Optionen, mehr Einstellmöglichkeiten, einfach mehr Flexibilität beim Bike-Setup? Genau das bieten diese fünf variablen Endurobikes! Vom modularen Alu-Boliden bis zum organisch geformten Carbonbike mit jeder Menge Flipchips ist alles dabei – wir stellen die fünf variabelsten Enduro-Bikes für 2026 vor.
Nicolai G1
Nicolai leistete mit den ersten Iterationen des G1 Pionierarbeit – nicht nur in Sachen Anpassungsfähigkeit, sondern was extreme Geometrien im Allgemeinen anbelangte. Auch das aktuelle Nicolai G1 bietet massig Verstellmöglichkeiten, um das Alu-Bike an die Vorlieben und Bedürfnisse des Fahrers anpassen zu können. In den Sitz- und Kettenstreben sitzen sogenannte Mutatoren, mit denen die Länge des Hinterbaus verstellt werden kann. Damit lassen sich vielfältige Änderungen an der Geometrie realisieren. Zum Techsheet, das all diese Änderungen genau auflistet, geht es hier: Nicolai G1 Techsheet. Das G1 kann natürlich sowohl als Mullet als auch mit 29-Zoll-Laufrädern gefahren werden. Zudem stehen 162, 175, 182 oder 200 mm Federweg am Heck zur Auswahl, realisiert über verschiedene Dämpfereinbaulängen und Shockmounts.
- Federweg 162 – 200 mm am Heck
- Laufradgröße 29″, Mullet & 27,5″ möglich
- Rahmenmaterial Aluminium
- Anpassbarkeit Federweg, (Lenkwinkel & Reach über ZS-Steuersatz), allg. Geo über Mutatoren
- Rahmengrößen S–XXL
- nicolai-bicycles.com
- Preis Rahmenset (UVP) 3.099 Euro
- Preis Komplettbikes (UVP) ab 6.949 Euro
Kavenz VHP
Die beiden Kavenz-Gründer Giacomo Großehagenbrock und Stefan Mundorf setzen beim Kavenz VirtualHighPivot auf maximale Flexibilität für den Fahrer. Dieser kann nicht nur Faktoren wie Kettenstrebenlänge und Laufrad-Konfiguration bestimmen, sondern auch auswählen, wie viel Federweg der Hinterbau bereitstellt und mit welchem Hebelübersetzungsverhältnis dieser arbeitet. Dazu ist der Alu-Rahmen mit High-Pivot-Anlenkung modular gestaltet: Verschieden lange Ausfallenden lassen sich ebenso verbauen wie ein spezieller Rocker zur Dämpferanlenkung. Über unterschiedliche Shock-Mounts werden bis zu fünf Federwegsklassen von 120 bis 180 mm realisiert. Die Carbon-Variante des Kavenz VHP, erkennbar am „X“ im Modellnamen, bietet sogar ein Tretlager-Interface für Pinion-Getriebe und ist damit noch ein Stück anpassungsfähiger.
- Federweg von 120 bis 180 mm am Heck anpassbar, vorne mind. 130 mm
- Laufradgröße 29″, Mullet möglich
- Rahmenmaterial Aluminium
- Anpassbarkeit Federweg, (Lenkwinkel & Reach über ZS-Steuersatz), Kettenstrebenlänge, Leverage-Rate
- Rahmengrößen S–XXL
- kavenz.com
- Preis Rahmenset (UVP) 2.380 Euro
Yeti LT
Das Yeti LongTravel ist das neueste dieser kleinen Auswahl an höchst variablen Endurobikes und gleichzeitig Objekt einer Premiere: Es ist das erste Non-E-Bike im Line-Up der Marke aus Colorado, welches sich des Sixfinity-Hinterbaus bedient (der Yeti-DHler nutzt den Sechsgelenker ebenfalls, ist aber nicht zu kaufen). Unsere First-Ride-Erfahrungen könnt ihr hier nachlesen: So fährt sich das neue Yeti LT! Das Carbon-Chassis kombiniert 170 mm Federweg an der Front mit 160 mm am Heck. Flipchips für ein MX-Setup und zur Anpassung der Hinterbau-Progression sowie austauschbare Dropouts machen das Enduro zu einem wandelbaren Charakter. Wie alle Bikes in dieser Liste nutzt das LT einen ZS-Steuersatz, sodass sich entsprechende Steuersätze zur Anpassung von Reach oder Lenkwinkel einpressen lassen – dank Zentrierungsmarkierungen gelingt das auch präzise.
- Federweg 170 / 160 mm (v/h)
- Laufradgröße 29″, Mullet möglich
- Rahmenmaterial Carbon
- Anpassbarkeit (Lenkwinkel & Reach über ZS-Steuersatz), Kettenstrebenlänge, Hinterbauprogression
- Rahmengrößen S–XL
- yeticycles.com
- Preis Rahmenset (UVP) 5.400 Euro
- Preis Komplettbikes (UVP) ab 7.400 Euro
RAAW Madonna
RAAW bietet das Madonna bereits in der dritten Generation an – der Fokus auf Haltbarkeit und Anpassungsfähigkeit ist dabei nicht verloren gegangen. Über den austauschbaren Shock-Mount kann die Tretlagerhöhe sowie die Progression der Kinematik-Kennlinie angepasst werden; auch die Kettenstrebenlänge ist in drei Stufen anpassbar. Und mittels verschiedener Rocker lässt sich das Übersetzungsverhältnis des Viergelenker-Hinterbaus an die Gewichtsklasse des Fahrers fein anpassen. Ähnlich wie viele der hier gezeigten Enduros kann das RAAW Madonna mit Coil- oder Air-Dämpfer gefahren werden. Für etwa 700 Euro weniger ist das Madonna R Frame Kit erhältlich – der simplere Rahmen verzichtet auf die allermeisten Einstellungsmöglichkeiten, ist dafür aber etwas erschwinglicher.
- Federweg 170 / 160 mm (v/h)
- Laufradgröße 29″, Mullet möglich
- Rahmenmaterial Aluminium
- Anpassbarkeit Tretlagerhöhe, (Lenkwinkel & Reach über ZS-Steuersatz), Kettenstrebenlänge, Hinterbauprogression, Leverage-Rate
- Rahmengrößen S–XXL
- raawmtb.com
- Preis Rahmenset (UVP) 2.813,45 Euro
- Preis Komplettbikes (UVP) ab 5.737,81 Euro
Pivot Firebird
Pivot hat das Firebird 2025 neu aufgelegt und dem Carbon-Boliden bei der Gelegenheit jede Menge Anpassungs-Features verpasst. Durch eine Reihe von Flipchips und verschiebbare Ausfallenden lassen sich Hinterbauprogression, Tretlagerhöhe, Kettenstrebenlänge und weitere Geo-Maße tunen. Firebird-Piloten stehen vor vielfältigen Wahlmöglichkeiten, zum Beispiel zwischen Mullet- und 29-Zoll-Setup und Coil oder Air-Dämpfer. Und natürlich kann auch bei dem 165-mm-Enduro aus Arizona ein spezieller Steuersatz zur Anpassung von Lenkwinkel oder Reach verbaut werden.
- Federweg 170 / 165 mm (v/h)
- Laufradgröße 29″, Mullet möglich
- Rahmenmaterial Carbon
- Anpassbarkeit Kettenstrebenlänge, (Lenkwinkel & Reach über ZS-Steuersatz), Hinterbauprogression, Geo-Flipchip
- Rahmengrößen XS–XL
- eu.pivotcycles.com
- Preis Rahmenset (UVP) 4.999 Euro
- Preis Komplettbikes (UVP) ab 6.799 Euro
Infos und Bilder: Hersteller














