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Mondraker Arid Gravel: Neue Modelle in Alu und Carbon

3. Juli 2026 by Caspar Gebel

Mondraker Arid Gravel: Der spanische MTB-Spezialist ist noch nicht allzu lange am Gravel-Markt vertreten. Dennoch kann die Arid-Baureihe durchaus überzeugen, zumal man dank optionalem Rahmenset nicht unbedingt auf die Trail-orientierte Produktphilosophie festgelegt ist. 

Die spanische MTB-Marke stellte ihre ersten Gravelbikes zum Modelljahr 2025 vor und ließ sich dabei von ihrer DNA inspirieren. Mit 70° Lenkwinkel und 74° Sitzwinkel ist die Rahmengeometrie klar ans Mountainbike angelehnt; eine Gabellänge von 420 mm deutet außerdem die mögliche Verwendung kurzer Gravel-Federgabeln an. Damit passt das Arid gut zum Markenkern, und auch Merkmale wie 50 mm Reifenfreiheit und eine eher aufrechte Sitzhaltung stehen dem Trail-orientierten Konzept gut zu Gesicht. Ungewöhnlich gestaltet ist der Hinterbau: Die Sitzstreben gehen nicht direkt ins Sitzrohr über, sondern teilen sich vorher in zwei nach unten weisende Mini-Streben. Das soll beim Carbon- wie beim Alu-Rahmen den Komfort verbessern.

Mondraker Arid Gravel: die Highlights



  • Carbon- und Aluminiumrahmen mit Trail-Geometrie, entspannter Sitzhaltung und 50 mm Reifenfreiheit
  • Optimiertes Staufach im Carbonrahmen
  • Zwölffach-MTB-Kassetten an allen Modellen bis auf die Top-Version
  • Carbon-Modelle zwischen 8.999 und 2.999 Euro; Carbon-Rahmenset 1.999 Euro
  • Alu-Modelle 2.299 und 2.699 Euro

Klar, dass die jungen Bikes gleich auf dem Stand der Technik waren: Eine UDH-Aufnahme für Full-mount-Schaltwerke gehörte von Anfang an ans Mondraker-Gravelbike, ebenso wie ein Staufach im Unterrohr der Carbon-Varianten. Ins kommende Modelljahr geht es also eher mit Detailverbesserungen: So wurde das besagte Staufach optimiert, um seine Nutzung zu erleichtern, außerdem sind die Carbon-Modelle nun mit einer Gabel ohne Gewindebohrungen ausgestattet. Bei der Lenkerbreite geht Mondraker jetzt stärker auf die Rahmengröße ein, damit das Cockpit optimal auf die jeweiligen Fahrer/innen abgestimmt ist.

Nur beim Topmodell setzt Mondraker auf eine komplette SRAM -XPLR-Gruppe mit 13 Gängen.

Zur Produktphilosophie der Mountainbike-Marke gehört, auch die Gravelbikes mit MTB-Kassetten und -Schaltwerken auszustatten. Eine Ausnahme macht nur das Topmodell, genannt Mondraker Arid Carbon RR SL (8.999 Euro), das mit kompletter SRAM Red XPLR kommt inklusive Powermeter und 13-fach-Kassette. Dazu gibt es die superbreiten Zipp 303 XPLR SW mit aerodynamischen „Dimples“ und den speziell auf die Felgen abgestimmten Goodyear-Reifen.



Kombination von Gravel-Shiftern und MTB-Schaltung

Beim eine Stufe tiefer positionierten Arid Carbon RR (6.499 Euro) werden die SRAM-Force-Shifter mit einem „XO Eagle AXS“-Schaltwerk und 10-52er 12-fach-Kassette kombiniert; bei den Laufrädern setzt Mondraker auf den etwas einfacheren Zipp 303 XPLR S. Auch das Force-Modell kommt mit Leistungsmessung. Als drittes SRAM-Modell gibt es das Arid Carbon R (4.499 Euro) mit Rival-Hebeln, SRAM-GX-Schaltwerk und Mavic-Carbonradsatz.

Bei den Carbonrahmen wurde das integrierte Staufach optimiert.
Besser auf die Rahmengröße abgestimmt sein soll jetzt die Lenkerbreite.

Wer die Shimano GRX Di2 bevorzugt, kommt mit dem Mondraker Arid Carbon RS (5.399 Euro) auf seine/ihre Kosten. Bei dieser Gruppe ist die 10-51er Kassette ohnehin gesetzt; mit MTB-Wechslern muss hier also nicht operiert werden. Dafür gibt es einen Fulcrum-Radsatz mit dem auffälligen Wellenprofil an der Innenseite und wie bei den oben genannten SRAM-Modellen einen Carbonlenker. Auch ein Carbon-Modell mit mechanischer Shimano GRX 12-fach gibt es, das Arid Carbon S GRX (2.999 Euro). Seinem günstigen Preis entsprechend wird es mit Alu-Lenker und einem soliden Mavic-Radsatz mit Aluminiumfelgen komplettiert.



Obere Mittelklasse: das Mondraker Arid Carbon RS …
… und das RR, beide mit Carbon-Radsatz und Carbonlenker.

Die günstigste SRAM-Ausführung des Mondraker Arid heißt Carbon S AXS (3.499 Euro). Auch hier wird elektronisch geschaltet, wobei die „SRAM Apex D1“-Shifter zum Einsatz kommen, die ohnehin auf den Zwölffach-Betrieb ausgelegt sind. Diese bedienen wiederum ein MTB-Schaltwerk im Direkt-mount-Stil.

Günstiges Alu-Modell mit 1×12 elektronisch

Zwei Alu-Gravelbikes hat Mondraker auch zu bieten, das Arid R (2.699 Euro) mit elektronischer SRAM Apex 12 sowie das Arid S (2.299 Euro) mit mechanischer Shimano GRX. Beide kommen mit den soliden Mavic Allroad Disc, deren Besonderheit hakenlose Alu-Felgen sind.



Die günstigste Alu-Version ist mit mechanischer Shimano 1×12 ausgestattet.
Für attraktive 2.699 Euro gibt es ein Alu-Modell mit elektronischer SRAM 1×12 und MTB-Wechsler.

Wie ist das breit aufgestellte Gravel-Sortiment der spanischen Marke zu bewehrten? Angesichts der Trail-Ausrichtung des Arid kann man den Aufbau mit Zwölffach-Schaltungen aus dem MTB-Sektor durchaus nachvollziehen; die Aero-Laufräder der teureren Modelle passen allerdings nicht so ganz ins Konzept. In dieser Hinsicht sind die zwei günstigen Carbon-Modelle stimmiger. Auch die preiswerten Alu-Bikes gefallen, zumal sie die Gewindebohrungen an der Gabel für Gepäckhalterungen behalten haben.

Das in auffälliger wie dezenter Farbe verfügbare Rahmenset …
… ist mit 1.999 Euro ebenfalls ziemlich attraktiv ausgepreist.


Allerdings baut Mondraker irgendwelchen Diskussionen um die Spezifikationen vor, indem das Carbon-Rahmenset für günstige 1.999 Euro angeboten wird. Damit kann man beispielsweise ein ziemlich preiswertes Rival-13-Bike kreieren, das inklusive Carbon-Radsatz nicht mehr als 4.200 Euro kosten muss. Auch das macht den spanischen Hersteller ziemlich sympathisch.

mondraker.com



Die eher Trail-orientierten Gravelbikes von Mondraker wirken mit Aero-Laufrädern und ohne Gewinde an der Gabel durchaus Race-mäßig.

Stichworte:#VMgravelfeaturedGravelGravelbikesMondraker

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

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