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12. März 2024von die Redaktion

Bestenliste Trail-Gravelbikes 2024

Mit breiten Reifen und Federung über anspruchsvolle Strecken

Trail-Gravelbikes? Was ist denn das schon wieder?! Ganz einfach: Gemeint sind Gravelbikes, die in Sachen Geometrie, Komplettierung und Bereifung auf Strecken zugeschnitten sind, für die man das Mountainbike nicht wirklich braucht – die aber mit 40er Reifen und sportlicher Geometrie nicht optimal zu fahren sind.  Velomotion präsentiert acht entsprechende Modelle.

Ein Zwischending zwischen Gravelbike und Mountainbike? Klingt erst einmal seltsam, da das Gravelbike ja schon nah genug am MTB zu sein scheint. Aber da geht noch was – das wissen wir spätestens, seit RockShox, Fox & Co. 28-Zoll-Federgabeln mit 30-40 mm Weg vorgestellt haben, die eigens für „Trail-Gravelbikes“ entwickelt wurden. Was also hat es damit auf sich? Und für wen ist diese Unterkategorie das Richtige?

Trail-Gravelbikes: Das MTB lässt grüßen!

Urheber das Trends sind – wen wundert’s – Radhersteller, deren Wurzeln im Mountainbiking liegen. Dort hat sich in den letzten Jahren viel getan: Der Anteil der E-MTBs steigt immer weiter, und bei den unmotorisierten Modellen setzt nicht mehr das CrossCountry-Bike den Standard, sondern das Trailbike mit flachem Lenkwinkel, langem Oberrohr und extrakurzem Vorbau. Zusammengenommen ergibt das ein richtungsstabiles Fahrverhalten, gepaart mit durchaus agilem Handling. Typisch für diese Art des MTBs ist außerdem eine eher kompakte, aufrechte Sitzhaltung.

Rennlenker, Federgabel und breite Reifen vereinen sportliches Fahrverhalten mit viel Gelände-Kompetenz

Warum so etwas nicht einmal mit Rennlenker probieren? Das ist aus gleich mehreren Gründen eine gute Idee. Zuerst mal kann man sagen, dass viele (Trail-) MTBs ohnehin nicht „artgerecht“ eingesetzt werden. Wer nur auf Waldwegen, Schotterpisten und Trampelpfaden ohne besondere Hindernisse unterwegs ist, hat mit einem handlichen, vortriebsstarken Zehn-Kilo-Gravelbike vielleicht mehr Fahrspaß und kann sich nebenher noch an den vielseitigen Griffpositionen des Rennlenkers freuen. Für grobes Terrain gibt es die erwähnten Federgabeln, die trotz knappen Wegs spürbare Stoß- und Vibrationsdämpfung bieten; geht es mal steil bergab, kann man den Komfort einer absenkbaren Sattelstütze genießen, wie sie an vielen Trail-Gravelbikes montiert ist. Typisch „Gravel Trail“ ist auch ein breiterer Lenker, mit dem man auf schwierigem Terrain sicherer steuern kann.

Typisch „Gravel Trail“ sind Federgabeln mit 30 oder 40 mm Weg.
Eine absenkbare Sattelstütze gehört am MTB heute dazu – ebenso am Trail-Gravelbike.

Wenn nun auch noch zwei Zoll breite Reifen montiert sind, ist so ein Trail-Gravelbike noch einmal deutlich geländegängiger als ein konventioneller Graveller – nicht zuletzt wegen der aufrechteren Sitzgeometrie und Besonderheiten wie einem langen Radstand, der bergab das Fahrverhalten stabilisiert und an Steilstücken verhindert, dass das Vorderrad den Bodenkontakt verliert. Wer ein Standard-Gravelbike als zu zahm empfindet, ist also ebenfalls ein/e Kandidat/in für ein Trail-Modell.

Ein kurzer Vorbau sorgt trotz langem Reach für eine kompakte Sitzhaltung.
Der 2,25 Zoll breite Reifen füllt diese Gabel noch längst nicht aus!

Kompakte Sitzhaltung auch für lange Strecken

Nicht zuletzt eignet sich die weniger gestreckte, eher komfortable Sitzhaltung auf dem Trail-Graveller vorzüglich für lange Strecken. Wer ein Gravelbike als Reiserad nutzen will, findet in dieser Kategorie die passenden Modelle, wobei es dann nicht unbedingt ein Rad mit Federgabel sein muss.

Typisch für die Untergattung sind 1x-Antriebe mit breit abgestufte Kassetten.
Wo es in Richtung „Adventure“ geht, darf’s auch ein Doppelkettenblatt sein.

Auch Trail-Gravelbikes lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Erst einmal sind längst nicht alle Fahrräder, die in diese Kategorie fallen, mit einer Federgabel ausgestattet – bei vielen Herstellern ist es jedenfalls eine Option. Geschaltet wird typischerweise 1×11 bzw. 1×12, wobei gerne Kassetten mit MTB-mäßigem Übersetzungsumfang gewählt werden, etwa die Eagle-Kränze von SRAM mit 10-52 Zähnen. Es gibt aber auch Trail-mäßige Gravelbikes mit Doppelkettenblatt.

Für die Anbau-Optionen gibt es natürlich keine festen Regeln. Für einen Anbieter wie Rondo gehören Trail-Gravelbikes in die Kategorie „Adventure“ – also müssen Befestigungsmöglichkeiten ohne Ende ans Rad, die Langstreckenfahrer/innen die Montage von Taschen, Halterungen, Zubehör usw. in Hülle und Fülle erlauben. Man kann die Sache aber auch sehr sportlich sehen und weitgehend auf Gewindebohrungen verzichten, wie es etwa Santa Cruz beim Stigmata macht.

Trail-Gravelbikes

Ob eher abenteuerlich oder eher sportlich, ist auch eine Frage des Materials. Wo es aufs Gewicht nicht ankommt, kann durchaus ein Stahlrahmen zum Einsatz kommen – beim Kona Sutra sogar kombiniert mit einer Starrgabel aus Stahl. Ein schnelles, handliches Fahrrad dieser Kategorie ist dagegen vorzugsweise aus Carbon. Giant und Santa Cruz erreichen so Komplettgewichte um und unter zehn Kilo – inklusive Federgabel und Dropper Post.

Wie die unterschiedlichen Spielarten des Trail-Gravelbikes aussehen können, zeigen diese kürzlich von Velomotion getesteten Modelle. Ihr gemeinsamer Nenner ist Komfort und Fahrsicherheit auf anspruchsvollem Terrain – einsetzen lassen sich sich dabei sehr vielseitig.

YT Szepter Core 4

ca. 10 kg | 4.499 Euro
Gesamtwertung
91%
Preis-/Leistung
90%
0 Kommentare

Santa Cruz Stigmata

9,58 Kilo (o. P.) | 8.299 Euro
Gesamtwertung
91%
Preis-/Leistung
83%
0 Kommentare

Nicolai Argon GX

9,7 Kilo (o. P.) | 4.295 Euro
Gesamtwertung
90%
Preis-/Leistung
88%
0 Kommentare

Giant Revolt X Advanced Pro 1

10,04 Kilo (o. P.) | 5.999 Euro
Gesamtwertung
90%
Preis-/Leistung
87%
0 Kommentare

Rocky Mountain Solo C70

9 kg (o. P.) | 5.100 Euro
Gesamtwertung
89%
Preis-/Leistung
88%
0 Kommentare

Bulls Trail Grinder

11,7 Kilo (o. P.) | 1.999 Euro
Gesamtwertung
88%
Preis-/Leistung
89%
0 Kommentare
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