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MountainbikesTests

Mountainbikes: Probefahrt: Stevens Whaka+ ES – Norddeutscher Trailspaß

3. Juli 2015 by Michael Faiß

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Probefahrt: Einer der großen Trends auf den Eurobike Media Days in dieser Woche und damit wohl auch in der kommenden Saison werden die breiten 27,5+ Reifen sein. Sie sollen für deutlich mehr Grip bei nur wenig mehr Rollwiderstand sorgen. Auch die norddeutsche Fahrradschmiede Stevens wird mit dem Stevens Whaka+ ES ein derartiges Bike für 2016 im Portfolio haben. Wir haben den bordeauxroten Offroad-Flitzer auf den Tiroler Trails probegefahren.

Das Stevens Whaka+ ES

stevens4Vorerst wird es den „dicken“ Bruder des im letzten Jahr vorgestellten Whaka ES nur in einer Ausstattungsvariante geben. Das Whaka+ ES kommt mit einem Fahrwerk von Fox (Float CTD / Fox 34) und einem 11-fach Shimano XT 8000 Antrieb. Bei den Laufrädern setzen die Hamburger auf Sunringlé, genauer gesagt auf die Mulefüt 50SL Felgen mit einer Innenweite von 44mm. So sitzen die 3″ breiten Nobby Nic von Schwalbe fest auf der Felge und wabbeln auch bei geringem Luftdruck nicht. Im Hinterbau ist für den voluminösen Pneu mehr als genug Platz, die Streben haben noch ordentlich Luft und somit steht einem wilden Ritt durch schlammige Gefilde rein gar nichts im Wege. Der Rahmen basiert wenig überraschend auf dem bereits bekannten Whaka und bietet 140mm Federweg am Heck und an der Front. Auch die schönen Detaillösungen erbt er vom Schwestermodell, darunter beispielsweise die komplett innenverlegten Züge, was bei einem Alurahmen wie dem Whaka+ noch immer keine Selbstverständlichkeit ist.



27,5 + so weit das Auge reicht – wieso eigentlich?

Beinahe jeder Hersteller wird für die kommende Saison ein Rad mit den neuen, überbreiten 27,5+ Gummis im Portfolio haben – wieso eigentlich? Welche Vorteile bieten die Reifen gegenüber den herkömmlichen, schmalen Pneus? Der wohl augenfälligste Vorzug der 27,5+ Bereifung ist ihr enormer Grip auf dem Trail, vor allem auf losem oder matschigen Untergrund. Hier kommt die deutlich größere Auflagefläche zum Tragen – auch ein Resultat des deutlich geringeren Luftdrucks, denn für Gewöhnlich werden derartige Reifen je nach Fahrergewicht und Bodenverhältnissen im Bereich um 1,2 Bar gefahren.

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Viele schlagen nun wohl (zumindest in Gedanken) die Hände vor’s Gesicht und denken an den Rollwiderstand, der sich bei einer solchen Bereifung natürlich erhöht. Nun, es mag stimmen, dass er Rollwiderstand steigt, doch tut er dies in einem weitaus geringeren Maß, als man auf den ersten Blick vermuten würde, vor allem in ruppigem Gefilde. Fährt man beispielsweise über einen Trail mit vielen Wurzeln, schluckt der dicke Reifen durch das große Volumen und den niedrigen Druck die Hindernisse, während ein schmaler, härter aufgepumpter Reifen tendenziell davon abprallt und so erst für Widerstand sorgt. So halten sich die Vor- und Nachteile solcher Reifen je nach Beschaffenheit des Untergrunds in Puncto Rollwiderstand die Waage. Das Gewicht der Laufräder und der Reifen steigt natürlich ebenfalls – das Rad wird tendenziell etwas träger und benötigt mehr Überzeugungskraft beim Beschleunigen.



Ab auf den Trail!

Wir durften das Stevens Whaka+ ES für ein Stündchen vom Messestand bei den Media Days entführen und begaben uns sogleich auf die Tiroler Trails, die nur einen Steinwurf vom Messegelände entfernt waren. Wer noch nie ein solches Rad gefahren ist, der wird sich im ersten Moment durchaus etwas umgewöhnen müssen. Auf ebener Strecke, Forstautobahn oder gar Straße, spürt man den erhöhten Rollwiderstand doch deutlich. Das Rad bleibt nach wie vor gut tretbar und ist nicht mit „richtigen“ Fatbikes zu vergleichen, aber ein wenige Spritzigkeit geht doch verloren, gerade im Antritt.

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Sobald der Untergrund dann aber ruppiger, die Wurzeln und Schlaglöcher mehr und die Abfahrt schneller wird, sind diese anfänglichen Nachteile schnell vergessen. Man muss anfangs wirklich lernen, den Reifen zu vertrauen. Nach einigen Minuten finden wir beispielsweise einen stufigen Trail mit recht losem Untergrund und anspruchsvoller Linienführung zwischen den Bäumen hindurch. Hat man sich einmal an den wirklich beeindruckenden Grip der breiten Nobby Nics gewöhnt, macht ein solcher Trail richtig Laune. Das Whaka+ ES mutiert dann zum wahren Spaßgerät – der 4-Gelenk Hinterbau schluckt die gröbsten Hindernisse, gibt uns aber dennoch genügend Feedback vom Untergrund und verliert nie das bisschen „Popp“, das zum Springen einlädt.



Unserem Tester hat es jedenfalls eine Menge Freude bereitet, die Trails mit dem Whaka+ ES unsicher zu machen. Viel zu schnell verstrichen die Minuten und bald wartete dann leider auch schon wieder der nächste Termin. Dennoch: Der erste Eindruck des Stevens Whaka+ ES war wirklich hervorragend. Das Konzept des Rads mit der neuen 27,5+ Bereifung geht voll auf und dürfte eine echte Bereicherung für das Portfolio der Norddeutschen werden.

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Stichworte:275 PlusNewsProbefahrtStevens Whala+ ES

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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