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Komponenten: Test: Fabric Sattel Scoop Flat – Komfort um jeden Preis

26. April 2016 by Caspar Gebel

Der junge Sattel-Hersteller Fabric, der zur Cannondale-Mutter Cycling Sportsgroup gehört, stellt mit dem Fabric Scoop einen sportlichen Sattel vor, der nicht nur viel Komfort verspricht, sondern auch in Sachen Konstruktion aufhorchen lässt. Und dann wäre da noch die Sache mit dem Radputzen…

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Immer wieder machen neue Anbieter auf sich aufmerksam, die im jeweiligen Produktsegment den Markt mit frischen Produkten und innovativen Ideen umkrempeln wollen. Dass sie damit den traditionelleren Herstellern das Leben schwermachen, ist nur ein Randaspekt – auf jeden Fall beleben sie die Szene und vergrößern das Angebot, und das ist gerade bei Sätteln immer eine gute Sache. Denn komfortabel zu sitzen, ist eine höchst individuelle Angelegenheit; was für den einen perfekt ist, kann der andere kaum aushalten. Empfehlungen sind in dieser Sparte deshalb mit Vorsicht zu genießen; hört man jedoch viel Positives, wird man irgendwann neugierig und will es auch probieren.



Viel Lob haben etwa die Sättel des britischen Anbieters Fabric erhalten. Die Marke steckt unter dem gleichen Konzerndach wie Cannondale, weshalb Fabric-Sättel auch an diversen Bikes des US-Herstellers zu finden sind, den Querfeldeinrädern etwa. Und genau das haben wir auch probiert.

Mit dem Scoop hat Fabric ein Allround-Modell im Angebot, das in drei Ausführungen kommt und damit vom Rennfahrer bis zum Berufspendler alle glücklich machen soll. Der Unterschied liegt in der Kontur: Während der rennmäßige Scoop Flat nahezu flach ist, verfügt der Scoop Radius, für eine aufrechte Sitzposition entwickelt, über ein stärker ansteigendes Heck. Und der Scoop Shallow liegt irgendwo dazwischen.



Alle drei Modelle kommen wiederum in vier Varianten, die sich in den verwendeten Materialien und damit in Gewicht und Preis unterscheiden.

Wir haben und den Scoop Flat Pro mit Carbon-Gestell und Schale aus Nylon-Faser-Gemisch an einen Crosser geschraubt, an dem als erstes auffällt: Dieser Sattel ist wirklich sehr flach, außerdem ist die Polsterung vergleichsweise fest und nicht sehr dick. Interessant ist die Fertigungsweise des Scoop: Die Satteldecke aus Mikrofaser wird nicht nach unten umgeschlagen und dort an die Schale geklebt oder geheftet, sondern mitsamt der Polsterung oben auf die Schale geklebt. Das sorgt für eine sehr aufgeräumte Optik, denn so sind Schale und Auflage komplett voneinander getrennt – aber eben fest verbunden. Nähte, Nieten, Schrauben, Klammern und Falten, wie man sie an vielen anderen Sätteln sieht, gibt es hier nicht. Hinzu kommt, dass die Unterseite des Sattels vollkommen glatt ist, was sich spätestens dann bemerkbar macht, wenn man das Rad säubert. Wie unser Vorher-nachher-Vergleich zeigt, lässt sich die Cross-typische Schlammpackung nämlich rückstandsfrei entfernen, was bei herkömmlichen Sätteln in dieser Form kaum gelingt.

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Was zählt, ist jedoch, wie sich der Sattel oben bewährt – und da kann der Scoop Punkte sammeln. Erst einmal erlaubt er dank der flachen Bauweise viel Bewegungsfreiheit, was gerade im Gelände hilfreich ist. Dann ist die matte Oberfläche weder zu rutschig noch zu griffig. Vor allem aber überzeugt die feste Polsterung, die sich kaum eindrückt und mit den aktuellen, eher dick gepolsterten Rennhosen sehr gut harmoniert. Die Nylon/Faser-Sattelschale weist mit mäßig starkem Flex ein gewisses Maß an Stoßdämpfung auf, ist aber nicht zu elastisch. Etwas nachgiebiger ist der Scoop in der günstigeren CroMo/Nylon-Variante, wobei seine Polsterung identisch ist. Das machen übrigens längst nicht alle Hersteller so; oft sind die günstigeren Ausführungen weicher und fühlen sich damit anders an.

Mit 280 x 140 mm ist der Sattel normal dimensioniert; die leichte Vertiefung am Heck ist dann spürbar, wenn man weit nach hinten rutscht. Auch Preise und Gewichte bewegen sich im üblichen Rahmen: Das Einsteigermodell Scoop Flat Elite kostet 64,90 € und wiegt 255 Gramm; der Flat Pro (Carbon/Nylon) wiegt 182 Gramm und kostet 164,90 €. Das Topmodell Flat Ultimate soll noch einmal 20 Gramm leichter sein; ob sich dafür ein Aufpreis von 110 € lohnt, muss jeder selbst entscheiden. Was Sitzkomfort, Machart und Optik angeht, können wir jedenfalls allen Scoops eine Topnote ausstellen.

Fazit

Der Fabric Scoop Flat ist superbequem, zusätzliche Pluspunkte sind die minimalistische Optik und die leicht zu reinigende Unterseite. Für Renn- und Crossrad eine gute Wahl!



Produkt-Highlights

  • Innovative Konstruktion ohne Klammern, Nähte usw.
  • Günstiges wie teures Modell identisch gepolstert
  • Schöne Optik
  • In der einfachen Version nicht teuer

Preise und Web

  • Fabric Scoop Flat Pro 164,90 €
  • Fabric Scoop Flat Elite 64,90 €
  • www.fabric.cc
Stichworte:CannondaleFabricNewsSattelTest. Einzeltest

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

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