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KomponentenTests

Komponenten: Test: Astute Mudline VT – Mehr Komfort für Biker

7. Juni 2017 by Florian Nowak

Test: Sättel sind ähnlich wie Schuhe sehr von individuellen Bedürfnissen abhängig. Drückt es an der falschen Stelle wird es schnell unangenehm. Einer der größten Kontaktpunkte zwischen Radfahrer und Bike ist der Sattel. Nicht umsonst widmet der italienischer Hersteller Astute seinen Modellen viel Aufmerksamkeit. Die Italiener vereinen in ihren handgefertigten Sätteln ausgefallene Designs mit bester Technologie. Wir hatten den Astute Mudline VT, der u.a. speziell für den MTB/Enduro Bereich entwickelt wurde, im Test.

Astute entwickelt und produziert Sportsättel der anderen Art mit dem Ziel für mehr Leistung und Komfort zu sorgen. Alle Modelle werden von Hand in Italien gefertigt, um so sicher zugehen höchsten Ansprüchen zu genügen. Für jeden Bereich gibt es unterschiedliche und optimal angepasste Modelle und Sattellinien.



Der Mudlite VT richtet sich, aufgrund seiner Dämpfungseigenschaften ganz speziell an Enduro- und MountainBiker. Zur Absorbierung von Schlägen verwendet Astute zwei Syteme. Durch das Special Shock Absorber System werden mit Hilfe einer Polymereinlage zwischen Sattelstreben und Basis die Schläge abgedämpft. Außerdem sorgt eine Antivibrations- schale unter der eigentlichen Sattelschale für weiteren Komfort. Die schlanke und gleichzeitig runde Passform soll die Reibung reduzieren und ermöglicht zudem maximale Bewegungsfreiheit. Das Astute Modell gibt es als MudLITE VT mit Carbonrails und als MudLINE VT mit Titanrails in jeweils 7 Farbversionen. Wir hatten die Titan Version im Test.

 



Was sich bei uns im Test sofort bemerkbar machte war die optimale Druckverteilung des Astute MudLITE VT. Zum einen erzeugt die Aussparung  in der Mitte (mit der Modellbezeichnung VT gekennzeichnet) keine Druckspitzen an den Kanten und entlastet den Dammbereich maßgeblich, zum anderen werden unterschiedlich dichte Schäume an der Nase und im Damm- bzw. Sitzhöckerbereich verwendet. An der Nase und im Dammbereich ist das Material etwas weicher und an den Sitzhöckern schön fest. Dadurch verspürten wir auch nach Mehrstündigen Fahrten keinerlei Probleme. Auch die Dämpfungseigenschaften konnten voll überzeugen, auch wenn diese sicherlich keine Federfunktion ersetzen, dennoch konnte man das Plus an Komfort durchaus spüren.



Einen weiteren Vorteil bietet die schon fast wellenförmige Oberfläche des Sattels. Das soll heißen das beim Astute Mudline VT von Sattelende bis zur Nase leichte Absenkungen und Erhöhungen wie eine große Welle geformt wurden und nicht wie bei den meisten gängigen Sätteln eine gerade waagerechte Linie von Hinten bis Vorne verfolgt wird. Durch diese besondere Form wird man stabil in seiner individuellen Position gehalten, da man durch die leichte Erhöhung kurz vor der Sattelnase einen Punkt geboten bekommt an dem man sich mit dem Hintern schon fast „festhalten“ kann. Somit hat man zumindest das Gefühl weniger zu Rutschen und mehr Kraft aufs Pedal zu bringen. Kleiner Schwachpunkt des Astute Mudline VT ist trotz der tollen Verarbeitung das Obermaterial, welches besonders bei Stürzen sehr anfällig für Kratzer ist.

Fazit: Astute Mudline VT

Pro

  • Gute Druckverteilung
  • Solide Dämpfungseigenschaften
  • Edles Design

Contra

  • Material sehr anfällig für Kratzer

Fakten

Produktjahr2017
Preis240
Web astuteitalia.com
Der Astute Mudline VT vereint italienische Eleganz und Sitzkomfort der besonderen Art. Speziell für Enduro- & MTBiker werden mit dem Sattel auf ihre Kosten kommen. Kleiner Schwachpunkt ist das kratzeranfällige Obermaterial.
Stichworte:Astute MudLineNewsSattelTest

Über Florian Nowak

Florian Nowak ist Radprofi auf EuropeTour Ebene und war schon bei vielen internationalen Rennen am Start. Bei der deutschen Meisterschaft 2017 war er bester nicht WorldTour Profi auf Platz 7 und konnte sich somit für die Tour de L'Avenir und die Weltmeisterschaften empfehlen. Er fühlt sich aber nicht nur auf dem Rennrad wohl, immer wieder zieht es ihn auch ins Gelände. Neben dem Sport arbeitet er an seinem zweiten Standbein und hat sein BWL Studium an der LMU München abgeschlossen.

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