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Produktnews: Aufbaustory Orange Stage 6: Die Reifen, Continental Baron und Kaiser, Made in Germany

21. April 2018 by Christian Ettl

Bike Build Story: Teil Vier, die Reifen. Wie in Teil Eins bereits erklärt, versuchen wir ein Bike „Made in Europe“ zu bauen. Im Regelfall kommen die Gummis aus Fernost. Bekannte Ausnahme: Continental. Wir haben uns für die Modelle Continental Baron und Kaiser entschieden, zu diesen riet uns das Conti-Produkt-Team.

Continental Reifen made in Germany
Da steht es und es stimmt: made in Germany

Die Conti Reifen werden in Korbach gefertigt, so auch die Continental Baron und Kaiser. Das können wir bezeugen, denn ich habe mich dort umgesehen. Im Erdgeschoss werden von Hand Schlauchreifen genäht, in den Stockwerken darüber stehen Maschinen, eine Mischung aus Ofen und Presse, in denen werden die Reifen vulkanisiert. Mich erinnerte der Vorgang stark an „Backen“.



Das ganze Gebäude, ein historischer Ziegelbau mit riesigem Schornstein, ein weit hin sichtbares Symbol Continentals, wird durchströmt von einem starken Gummigeruch. Erst empfand ich es als unangenehm, je länger ich mich dort aufhielt, um so mehr wechselte mein Empfinden und ich empfand es fast als Duft. Suchtfaktor? Auf alle Fälle spricht man bei einem Teil der beigemengten Stoffe in der Gummimischung von „Aromaten“.

Die Gummimischung in Continental Baron und Kaiser

Black Chili nennt Continental seine Gummimischung. Die aufwändige Mischungstechnologie ist so sensibel, dass sie nur in Deutschland herstellbar sei, wird behauptet. Aber das ist nicht der einzige Grund für eine Fertigung in Korbach, im Stammhaus. Technologie und Know-How wird damit am Standort gehalten, wie auch Arbeitsplätze. Es gibt drei Anforderungen, die auf jeden Reifen zutreffen: Er soll ordentlich Grip haben, wenn es darauf ankommt. Er soll trotzdem möglichst leicht rollen. Er soll lange halten bzw. wenig verschleißen.

Je nach Einsatzbereich sind die einzelnen Punkte unterschiedlich wichtig. Unabhängig davon, wo der Pneu eingesetzt wird, ergibt sich für die Tüftler hinter der Mischung ein und die selbe Schwierigkeit: Wenn man eine Eigenschaft verbessert, verschlechtert man mindestens eine der anderen beiden Faktoren. Ein Reifen mit maximalem Grip verschleißt schneller und rollt langsamer. Macht man den Reifen nun schneller oder langlebiger, verringert sich wiederum sein Grip. Mit der bisherigen Spitzentechnologie, den aktivierten Silika Reifen, hatte man schon einen guten Kompromiss erreicht. Die Conti Entwickler waren damit jedoch nicht zufrieden und gingen gänzlich neue Wege in der Auseinadersetzung mit Polymer- und Rohmaterialforschung. Der BlackChili Compound war das Ergebnis. Für die Laufstreifenmischung werden entwickelte synthetische Kautschuke mit bewährtem Naturkautschuk vermischt. Gegenüber den aktivierten Silika Reifen haben BlackChili Reifen einen um 26 % niedrigeren Rollwiderstand, einen um 30 % höheren Haftreibungswert (Grip) und eine um 5 % höhere Laufleistung, so sagt Conti.



Komplexer Aufbau der Protection Apex Karkasse
Der Compound muss dreifach Leistung bringen

Die Protection Apex Karkasse

Enduro heißt die Disziplin, die sich seit einiger Zeit großer Beliebtheit erfreut. Es ist die technische Herausforderung, auch für die Reifen, eine Mischung aus schnellen, harten Abfahrten und Kräfte raubenden Anstiegen. Dazu bedarf es der Kombination aus pannensicherem Aufbau und guten Rolleigenschaften sowie exzellentem Grip. Die Gummimischung und das Reifenvolumen, so wie das Profil stehen im Fokus der Fahrer.

Aber ein Reifen wird nur gut, wenn auch die „inneren Werte“ stimmen. Im Inneren des Reifen kommen ausgeklügelte Anordnungen verschiedener Gewebe zum Einsatz. Die sogenannte  ProTection Gewebe- Lage soll den Reifen sicher vor Schnitten und Durchstichen machen, ohne das Gewicht übermäßig zu erhöhen. Die zusätzliche Apex-Seitenwandstabilisierung schützt den Reifen auch bei geringem Reifendruck sicher vor Durchschlägen.



Continental Baron und Kaiser – Die Unterschiede

Gummimischung und Karkasse, so wie Maße der Reifen sind gleich. Wir haben, passend zum Rad, 29×2.4 Zoll montiert. Der Baron kommt ans Vorderrad, wo er mit seinem offenen Profil guten Grip und Selbstreinigung erwarten lässt. Der Kaiser ist etwas geschlossener und die Stollen in Laufrichtung stärker abgeschrägt. Ich hoffe er rollt etwas besser, somit darf er ans Hinterrad. Continental sieht den Baron als echten Enduroreifen während der Kaiser durchaus als Downhillreifen angepriesen wird.

Zur Gewichtsoptimierung besteht beim den Continental Protection Apex Reifen die Möglichkeit, den Reifen z.B. zusammen mit Conti RevoSealant „Tubeless Ready“ zu fahren. Das haben wir ebenso ausprobiert, wie das Fahren mit Schlauch. Wie er sich geschlagen hat erfahrt im Testbericht, der die Bikebuildstory abschließen wird.



Preise und Gewichte

Continental Baron Projekt Protection Apex, 29×2.4

Herstellerangabe: 1000 Gramm; Gemessen 1016 Gramm

Preis: UVP 70,90€



Continental Kaiser Projekt Protection Apex, 29×2.4

Herstellerangabe: 1000 Gramm; Gemessen 1028 Gramm

Preis: UVP 70,90€



 

Web

www.continental-reifen.de



Stichworte:2.42929 Zoll29er29RBaronbborangeContinentalEnduroKaiserReifen

Über Christian Ettl

Christian Ettl ist Zweiradmechanikermeister und Mediengestalter. Er war Chefredakteur der Fahrrad News. Sein Herz schlägt für komplexe technische Sachverhalte rund um das Thema Fahrrad. Am liebsten fährt er Tagestouren auf dem Gravel-Grinder oder genießt gute Abfahrten, gerne auch im Bikepark.

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