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RadsportStraßenradsportTour de France

Radsport: Tour de France #6: Teuns Etappensieger – Ciccone jubelt trotzdem

11. Juli 2019 by Michael Behringer

Buchmann Tour de France Teuns

Radsport: Dylan Teuns (Bahrain – Merida) hat die erste Bergankunft der diesjährigen Tour de France gewonnen. Der Belgier ließ Giulio Ciccone (Trek – Segafredo) auf der Planche de Belles Filles hinter sich. Doch der Italiener darf sich dafür das Gelbe Trikot überstreifen. In der Gesamtwertung gab es schon einige Gewinner und Verlierer. Emanuel Buchmann (Bora – hansgrohe) hat sich definitiv positiv präsentiert.

Buchmann Tour de France Etappenvorschau La Planche de belles filles

Drei Deutsche in der Ausreißergruppe

Heute stand bei der Tour de France die erste Bergankunft auf dem Programm. Von Mulhouse zur Planche des Belles Filles mussten auf 160,5 Kilometern sieben Bergwertungen erklommen werden. Nach dem Teamzeitfahren waren also erstmals die Klassementfahrer gefragt. Zunächst jedoch prägte eine große Spitzengruppe das Renngeschehen. Mit dabei waren vorn unter anderem die Deutschen Nils Politt (Katusha – Alpecin), Nikias Arndt (Sunweb) und André Greipel (Arkéa – Samsic). Der Vorsprung der Gruppe pendelte sich bei rund acht Minuten ein. Denn bis 55 Kilometer vor dem Ziel zeigte sich nur Deceuninck – Quick-Step für das Tempo im Hauptfeld verantwortlich. Erst dann eilte Movistar zur Unterstützung herbei. Hinauf zum Col des Chevrères zerfiel die Spitzengruppe endgültig. Xandro Meurisse (Wanty – Gobert), Giulio Ciccone (Trek – Segafredo), Dylan Teuns (Bahrain – Merida) und Tim Wellens erwiesen sich als die Stärksten. Der zuletzt genannte verteidigte dadurch sein Bergtrikot.



14 Ausreißer
Nils Politt
(Katusha - Alpecin)
Natnael Berhane
(Cofidis)
Thomas De Gendt
(Lotto - Soudal)
Tim Wellens
(Lotto - Soudal)
André Greipel
(Arkéa - Samsic)
Fabien Grellier
(Total - Direct Energie)
Xandro Meurisse
(Wanty - Gobert)
Andrea Pasqualon
(Wanty - Gobert)
Nikias Arndt
(Sunweb)
Serge Pauwels
(CCC)
Julien Bernard
(Trek - Segafredo)
Guilio Ciccone
(Trek - Segafredo)
Benoît Cosnefroy
(AG2R La Mondiale)
Dylan Teuns
(Bahrain - Merida)

Alaphilippe verliert Gelb trotz starker Leistung

Im Schlussanstieg zur Planche de Belles Filles ließen Giulio Ciccone (Trek – Segafredo) und Dylan Teuns ihre Begleiter stehen. Erst auf dem Schotter-Abschnitt sollte die Entscheidung fahren. Hier erwies sich Teuns als stärker. So gewann der Belgier noch mit elf Sekunden vor dem Italiener die Etappe. Xandro Meurisse rettete sich als Dritter vor den Favoriten ins Ziel. Dort wagte sich Mikel Landa (Movistar) zuerst aus der Deckung, ehe Groupama – FDJ für Thibaut Pinot das Kommando übernahm. Doch überraschenderweise gelang Julian Alaphilippe (Deceuninck – Quick-Step) der erste Nadelstich. Der Franzose attackierte im Gelben Trikot und riss sofort eine Lücke. Ihm liegen Schotter-Passagen einfach sehr. Doch Ineos antwortete auf den letzten Metern mit Geraint Thomas. Der Waliser fuhr noch vorbei und auch Thibaut Pinot war direkt dahinter. Neuer Träger des Gelben Trikots ist um sechs Sekunden der Etappenzweite Giulio Ciccone! So endet der Tag für ihn doch noch mit einem Happy-End.

Buchmann sogar besser als Bernal

Hinter Thomas, Pinot und Alaphilippe bekamen wir jedoch auch einige enttäuschte Gesichter zu sehen. Das Team Movistar zum Beispiel hat viel gearbeitet, aber kaum positive Ergebnisse erzielt. Noch schlimmer traf es Romain Bardet (AG2R La Mondiale). Der Franzose kassierte einige Sekunden und ist nach dem Desaster im Teamzeitfahren eigentlich schon gar kein Kandidat mehr im Kampf um das Podium. Ganz anders Emanuel Buchmann (Bora – hansgrohe). Der Deutsche fuhr auf Rang acht und nahm damit sogar Egan Bernal (Ineos) Zeit ab. Dies lässt hoffen, dass ein Platz unter den Top Ten für ihn definitiv möglich ist.



Stichworte:Dylan TeunsEmanuel BuchmannGiulio CicconeNewsTour de France

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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