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Radsport Highlights: Contador entreißt Rodriguez den Vuelta-Gesamtsieg

8. Mai 2020 by Michael Behringer

Contador Vuelta 2012

Radsport Highlights: 2012 gewann Alberto Contador die Vuelta a Espana zum zweiten Mal. Eigentlich war er Joaquim Rodríguez in den Bergen deutlich unterlegen gewesen. Doch eine taktische Meisterleistung seiner Mannschaft brachte die Wende.

Contador Vuelta 2012 Contador Vuelta 2012

Contador geht früh in die Offensive

Die Situation war fast aussichtslos. Obwohl Alberto Contador nach 16 Etappen nur 28 Sekunden hinter Joaquim Rodriguez lag, glaubte kaum noch jemand an einen Führungswechsel. Viel zu souverän trat der Leader auf. Denn insgesamt wurden bislang neun bergige Etappen absolviert und bei jeder einzelnen davon konnte sich Rodriguez vor Contador platzieren. Lediglich im Zeitfahren gelang es „El Pistolero“ auf „Purito“ Zeit gutzumachen. Daher musste man sich im Team Saxo Bank – Tinkoff Bank etwas einfallen lassen, wenn man das Blatt noch wenden wollte. Und genau das schien Teamchef Bjarne Riis am Morgen des 5. September 2012 getan zu haben. Denn gemeinsam mit seinen Teamkollegen – allen voran Jesús Hernández und Sérgio Paulinho – ging Alberto Contador früh in die Offensive. Schon am zweiten Berg des Tages griff die Mannschaft an. Leader Joaquim Rodriguez wurde ebenso auf dem falschen Fuß erwischt, wie der Gesamtdritte Alejandro Valverde.

Sogar das Fernsehen wurde vom Angriff überrascht

Die Attacke von Saxo Bank – Tinkoff Bank kam so überraschend und früh, dass sie nicht mit TV-Kameras aufgenommen wurde. Als die Übertragung begann, war die prekäre Situation bereits hergestellt. In der ersten Gruppe befand sich Contador mit zahlreichen Helfern. Dahinter kämpften Valverde und Rodriguez mit ihren Männern um den Anschluss. So wurde fast das komplette 17. Teilstück von Santander nach Fuente Dé zum Großkampf der Favoriten. Schnell kristallisierte sich heraus, dass die Teamkollegen von Contador einen besseren Job machten. Der Abstand wurde größer.



Tiralongo bedankt sich bei Contador

Erst als die Kräfte der Wasserträger nachließen, attackierte der Kapitän selbst. Über 20 Kilometer lang war er nun auf sich allein gestellt – zumindest fast. Denn in Paolo Tiralongo fand er einen weiteren Unterstützer. Dies sorgte bei vielen Zuschauern für Unverständnis, denn schließlich gehörte der Italiener nicht zum Team des Spaniers. Doch Tiralongo erinnerte sich an die 19. Etappe beim Giro d’Italia 2011. Damals war er als Ausreißer auf dem letzten Kilometer von Contador eingeholt worden. Doch anstatt vorbeizuziehen, überließ er Tiralongo den Tagessieg. Dadurch konnte der Italiener den größten Erfolg seiner Karriere feiern. Rund eineinhalb Jahre später war Payback-Time!

Rodriguez Vuelta 2012 Rodriguez Vuelta 2012

Rodriguez verspielt seine größte Chance

Während Valverde auf den letzten Kilometern für Schadensbegrenzung sorgen konnte, rieb sich Rodriguez mit seinen Teamkollegen völlig auf. Eine Aufnahme kurz vor dem Ziel spricht Bände. Dort ist der müde Rodriguez im Roten Trikot zu sehen, wie er sich auf den letzten Metern zur Ziellinie schleppt. In seinem Windschatten fahren gemütlich die Helfer von Contador und Valverde.

Contador gewann die Etappe mit einem Vorsprung von 6 Sekunden auf Valverde. Der bis dahin Gesamtführende Rodriguez büßte satte 2:38 Minuten ein. Damit war für ihn der Vuelta-Sieg in weite Ferne gerückt. Obwohl er sich auf den beiden noch ausstehenden Bergetappen erneut vor Contador platzieren konnte und diesem dabei sogar 47 Sekunden abnahm, war das Rote Trikot vergeben. Auf 11 der 12 bergigen Etappen kam Rodriguez vor Contador ins Ziel – doch nicht an jenem 5. September 2012.



Dem Kletterspezialisten Rodriguez sollte es in seiner Karriere nie gelingen, eine dreiwöchige Landesrundfahrt zu gewinnen. Contador hingegen gewann die Vuelta 2014 ein drittes Mal. Drei Jahre später beendete er hier seine Karriere. Bei seiner letzten Vuelta durfte er sich sogar über einen Etappensieg am Angliru freuen.



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Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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