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Strade Bianche: Mathieu van der Poel wuchtet sich die Rampe hinauf

6. März 2021 by Michael Behringer

Radsport: Cross-Weltmeister schlägt Straßen-Weltmeister! Mathieu van der Poel hat die Strade Bianche gewonnen. Der Niederländische Meister ließ beim schweren Eintagesrennen durch die Toskana mit Start und Ziel in Siena den Franzosen Julian Alaphilippe hinter sich. Österreichs Michael Gogl wurde starker Sechster.

Mathieu van der Poel Strade Bianche

Mathieu van der Poel explosiv wie nie

Auf und davon rasten Mathieu van der Poel (Alpecin – Fenix), Egan Bernal (Ineos) und Julian Alaphilippe (Deceuninck – Quick-Step). Als der Niederländische Meister 12 Kilometer vor dem Ziel im letzten Gravel-Sektor zur Attacke ansetzte, konnte zunächst nur der Weltmeister folgen. Nachdem auch der Tour-Sieger von 2019 wenig später den Kontakt herstellen konnte, fuhr das Trio gemeinsam Richtung Siena. Die Plätze auf dem Podium waren bei der 15. Strade Bianche vergeben. Doch die Entscheidung über den Sieg brachte erst die Schlussrampe zur Piazza del Campo. Und obwohl auch Egan Bernal und Julian Alaphilippe bergauf als durchaus explosiv gelten, so sahen sie auf den letzten 500 Metern wie Amateure aus. Mathieu van der Poel wuchtete seinen kräftigen Körper in einem sehenswerten Sprint zum Marktplatz hinauf – und keiner konnte ihm auch nur annähernd Paroli bieten.



Frühe Selektion durch Alaphilippe

Eine Vorentscheidung wurde 52 Kilometer vor dem Ziel durch eine Tempoverschärfung von Weltmeister Julian Alaphilippe (Deceuninck – Quick-Step) erzwungen. Dadurch konnten bereits frühzeitig die Mitfavoriten Greg van Avermaet (AG2R – Citroen), Jakob Fuglsang (Astana – Premier Tech), Tim Wellens (Lotto – Soudal) und Alejandro Valverde (Movistar) distanziert werden. Pech hatte Quinn Simmons (Trek – Segafredo), der in der ersten Gruppe mit dabei war, dann aber durch einen Defekt zurückfiel. So machten die 7 Profis an der Spitze des Rennens den Sieg schließlich unter sich aus. Als Julian Alaphilippe 22 Kilometer vor dem Ziel erneut einen Angriff lancierte, offenbarte Vorjahressieger Wout van Aert (Jumbo – Visma) erste Schwächen.

Walsleben in der Ausreißergruppe

Bevor es bei der 15. Austragung von Strade Bianche im Hauptfeld so richtig zur Sache ging, prägten 8 Ausreißer das Renngeschehen. Unter anderem ging der Deutsche Philipp Walsleben (Alpecin – Fenix) in die Offensive, um seine Teamkollegen zu entlasten. Realistische Chancen auf eine erfolgreiche Flucht gab es jedoch nicht. Die Mannschaft Jumbo – Visma kontrollierte bereits weit vor dem Ziel für Vorjahressieger Wout van Aert das Tempo des Pelotons. Insgesamt galt es bei angenehmen Temperaturen 184 Kilometer – darunter 63 Kilometer auf weißem Schotter – zu absolvieren.

🇳🇱 Mathieu van der Poel wins the 🇮🇹 Strade Bianche!



What. An. Attack. 🚀🔥#StradeBianchepic.twitter.com/9uHjIEQewT

— Cyclocross24.com (@cyclocross24) March 6, 2021



Stichworte:Mathieu Van Der PoelNewsStrade Bianche

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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