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GravelbikesTests

Rennstahl 991 Gravelbike im Test: Traum aus Stahl mit Rennrad-Teilen

1. Mai 2021 by Caspar Gebel

Rennstahl 991

Test: Das auf Stahlrahmen spezialisierte Unternehmen hat seine Wurzeln im Reiserad-Bereich, was man dem Rennstahl 991 Gravel in manchem Detail ansieht. Dennoch lässt sich das metallisch glänzende Rad sportlich bewegen.

Beim Thema Stahlrahmen denken viele an klassisches bis altmodisches Material, doch es geht natürlich auch anders: Bei Rennstahl, der Schwestermarke der Titanschmiede Falkenjagd, werden hochmoderne Stahlrahmen mit allen aktuellen Montagestandards gefertigt. Innenliegende Leitungen und Steckachsen, PressFit-Tretlagergehäuse und Flatmount-Bremssockel schmücken auch das 991 Gravel, das sich in einem wichtigen Punkt von den Stahlrahmen vieler anderer Hersteller unterscheidet: Gefertigt ist es auch rostfreiem Edelstahl, der eine Lackierung überflüssig und die einzigartige Optik möglich macht.

Am klassischen Steg hinterm Tretlager lässt sich ein Schutzblech befestigen.
Die Titangabel ist optisch kaum vom Stahlrahmen zu unterscheiden.
Sehr gelungen sind die Einlässe für Züge und Leitungen.


Ergänzt wird der Rahmen von einer Titangabel, wobei die zwei Materialien nur anhand der Schweißnähte identifiziert werden können und auch etwas über die dahinter stehende Philosophie sagen. Denn mit Rennstahl wollte das Team von Falkenjagd erschwinglichere Varianten seiner edlen Titanrahmen schaffen – etwas schwerer zwar, aber in Sachen Charakter, Anmutung und Fahreigenschaften sehr nah dran.

Eng mit dem Titanrad verwandt

Das vorangestellt, wird schon deutlich, dass das 991 Gravel recht eng mit dem Gravelbike von Falkenjagd verwandt ist. Gerade am Hauptrahmen sind die Rohre des Stahl-Modells kleiner dimensioniert; was Anbaumöglichkeiten angeht, ist aber auch das Rennstahl eng an klassische Reiserennräder angelehnt, lässt sich mit Heckträger, Schutzblechen und Lowrider an der Gabel ausstatten und sogar mit einem Seitenständer.



Sogar ein Seitenständer lässt sich am Stahl-Graveller anbringen.
Sehr tief positioniert ist hier der Flaschenhalter.
Die S-Bend-Streben vergrößern Reifen- wie Fußfreiheit.

Optisch gefällt das schlanke Rad mit den eingelaserten Schriftzügen, zumal das Material alle Bauelemente deutlich herausstellt, etwa die gefrästen Aufnahmen für die Steckachsen, die aufgeschweißten Rahmen für die Zugeingänge oder die Stahlplatte, die zwischen Kettenstrebe und Tretlagergehäuse sitzt und für Reifenfreiheit sorgt. Die 40er Schwalbe haben rundherum viel Platz und auch 50 mm breite 650B-Pneus lassen sich montieren.

Rahmen Rennstahl Edelstahl
Federgabel Falkenjagd Titan
Laufräder Tune King/Kong
Reifen Schwalbe G-One Allround
Schaltwerk Campagnolo Record
Schalthebel Campagnolo Record
Kurbel Campagnolo Record 50/34 Z.
Umwerfer Campagnolo Record
Bremse Campagnolo Record
Sattelstütze Tune
Sattel Tune Komm-Vor
Vorbau Falkenjagd Titan
Lenker Syntace Racelite


Das Rennstahl ist mit 11-29 Zähnen hinten…
… und 50/34 vorne lang wie ein Rennrad übersetzt.
Der Tune-Sattel ist ziemlich bequem.

Auch in Sachen Geometrie ähneln sich Rennstahl und Falkenjagd, wobei ersteres ein etwas längeres Steuerrohr und einen minimal steilerer Lenkwinkel aufweist. In der Praxis fällt das nicht weiter auf, zumal das 991 Gravel wie sein Titan-Cousin ebenso laufruhig wie handlich daherkommt und mit ausgewogener Sitzhaltung gefällt. Mit 30-mm-Spacer unterm Vorbau sitzt man freilich eher aufrecht auf dem Rennstahl; wer sportlich fährt, könnte sich etwas mehr Gewicht auf dem Vorderrad wünschen. Mit knapp zehn Kilo ist das Rennstahl natürlich nicht gerade leicht, fährt sich aber durchaus agil und lebendig.

Der robusten Titangabel sieht man an, dass sie anders konstruiert wird wie ein Carbon-Modell.
Das Logo ist ins Steuerrohr eingefräst.
Edel und wunderschön: der Titanvorbau.


Hochwertige Komplettierung

Die Komplettierung des Testmodells orientiert sich mehr am Rennrad als am Gravelbike mit einer Campagnolo Super Record, deren 2×12 Gänge eher lang abgestimmt sind – 50/34 Zähne vorne und eine 11-29er Kassette hinten. Die flächigen Carbon-Komponenten begeistern nicht nur optisch; an der Schaltung fällt die Option auf, gleich fünf Gänge auf einmal hochzuschalten, und die Bremsen beißen kräftig, aber extrem gut dosierbar zu. Etwas naheliegender wäre der Aufbau mit Campagnolo Ekar, den Rennstahl für 500 Euro weniger anbietet. Ergänzt wird die Gruppe von einem recht leichten Tune-Radsatz, dessen Schwalbe G-One Allround wieder die Brücke vom Rennrad zum Gravelbike schlagen; Tune steuert auch den superleichten, dabei ziemlich bequemen Sattel bei.

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Weitere Gravelbikes im Test

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Fazit: Rennstahl 991 Gravel

Pro

  • Schöner Edelstahlrahmen mit vielen Montageoptionen
  • Rahmen und Titangabel extrem robust und langlebig
  • Neutrale
  • lebendige Geometrie
  • Hochwertige Komplettierung

Contra

  • Flaschenhalter am Sitzrohr sitzt sehr tief
  • Rennrad-Übersetzung nicht optimal fürs Graveln

Fakten

RahmenmaterialStahl
BremseScheibenbremse Hydraulisch
Gewicht9,68 kg
Preis6.240 €
Web www.rennstahl-bikes.de
Edelstahl, hochaktuell interpretiert – das ist das Markenzeichen von Rennstahl, außerdem die schönen Komponenten von Campagnolo. Zusammen mit einer Titangabel ist das 911 Gravel ein gelungenes, sehr eigenständiges Rad, das die Brücke zwischen Radsport und Reise schlägt.
Stichworte:GravelGravelbikegraveltest2021rennstahlStahlStahlrahmen

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

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