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GravelbikesTests

Test Scott Addict Gravel 30: Gravel-Racer mit Allround-Charakter

21. November 2022 by Florian Nowak

Test: Als Einsteiger in die Addict Gravel Modellreihe bietet das Scott Addict Gravel 30 mit hochwertigem Carbon-Rahmen, ausgewogen sportiver Geometrie und mechanischer Shimano GRX 2-fach Schaltung alles was man sich von einem sportlichen Gravelbike mit Allround-Charakter wünscht. Wir hatten das Gravelbike in unserem Test.

Vom Crosser zum Gravelbike

Während die Gravelbikes von Scott bis Anfang 2021 noch sehr stark an die Cyclocross-Modelle erinnerten, so wurde auf einen Schlag alles anders und das komplette Lineup hat sich verändert und die Offroad-DNA der Marke auch in diesen Bereich mitaufgenommen. Das größte Update was sich daraus ergab war natürlich der Rahmen mit seinen Formen und der Geometrie, welche immer noch sportiv, aber deutlich ausgewogener daherkommt und somit auch zu entspannten Ausfahrten oder Erkundungstouren einläd. Dass man aber auch die Racegene nicht ganz vergessen hat, zeigen die vom aerodynamischen Rennrad geprägten Formen und Features, wie Aero-Sattelstütze oder komplett integrierter Leitungen.



Der in matt-grüner Lackierung erstahlende Rahmen wirkt optisch extrem hochwertig und passt sich sehr gut den dunklen Farbtönen des Waldes und der Natur an. Unserer Meinung nach in jedem Fall ein schlichter Hingucker, der zu überzeugen weiß.

Eine cleane Optik ohne sichtbare Kabel und Züge sind am Scott Gravelbike mittlerweile Standard.
Die D-förmige Sattelstütze erinnert zumindest ein wenig an die aerodynamischen Scott Rennräder.


Scott Addict Gravel 30 – Sportiver Allrounder im Test

 

Was optisch schon nach einer guten Kombi aussieht, bestätigt sich auch bei der Fahrt. Denn mit sportivem Charakter läd das Addict Gravel 30 auf weiten Strecken zum Gasgeben ein und rollt gekonnt über Stock und Stein oder auch mal Asphalt. Dennoch scheut es sich auch nicht einfach mal nur entspannt dahin zu fahren und einem die nötige Ausgeglichenheit und den entsprechenden Komfort zu bieten.



Auch auf flotten Downhills hat man mit dem Scott Addict Gravel 30 alles im Griff.

Dank 2-fach Shimano GRX Schaltung erhält man zudem genügend Bandbreite, um sich auch steileren Herausforderungen zu stellen, auch wenn man die gut 9 Kilo am Carbon-Einsteiger von Scott schon spüren kann. Geht es nach getaner Arbeit wieder bergab, so wird einem von präzisem Handling über hohe Laufruhe bis hin zu gutem Komfort alles Nötige geboten.

Die mechanische 2-fach Shimano GRX Schaltgruppebietet nicht nur ordentlich Bandbreite…
…und robuste Schaltperformance, sondern passt auch perfekt zum Gesamtkonzept des Bikes.


Wer sich auch einmal auf längere Ausflüge oder Mehrtagestouren einlassen möchte bekommt auch in diesem Bereich durch das Scott Gravelbike die passende Plattform geboten. Mit nicht einmal 3000 Euro ist das Addict Gravel 30 ein extrem hochwertiger Allrounder, der für alles zu haben ist.



Zurück zu: Bestenliste Gravelbikes bis 4.000 Euro - Modelljahr 2022: Viel Auswahl im mittleren Preisbereich

Fazit: Scott Addict Gravel 30

Pro

  • Hochwertiger Carbonrahmen
  • Ausgewogen sportives Fahrverhalten
  • Ansprechende Optik
  • Gute Preis-Leistung

Contra

  • Etwas schwer

Fakten

RahmenmaterialAluminium
Gewicht9,17 kg
Preis2.799 Euro
Web scott-sports.com

Gesamtwertung

92%

Preis-/Leistung

88%
Scott hat ein sportliches Crossrad in einen vollwertigen Gravel Racer verwandelt und dabei die Vorzüge des alten Modells vollständig beibehalten. Dazu kommen üppige Reifenfreiheit, Aero-Rahmenformen und eine gelungene interne Leitungsführung.
Stichworte:#VMgravelGravelbikegrv_e22NewsScottScott Addict Gravel 30Test

Über Florian Nowak

Florian Nowak ist Radprofi auf EuropeTour Ebene und war schon bei vielen internationalen Rennen am Start. Bei der deutschen Meisterschaft 2017 war er bester nicht WorldTour Profi auf Platz 7 und konnte sich somit für die Tour de L'Avenir und die Weltmeisterschaften empfehlen. Er fühlt sich aber nicht nur auf dem Rennrad wohl, immer wieder zieht es ihn auch ins Gelände. Neben dem Sport arbeitet er an seinem zweiten Standbein und hat sein BWL Studium an der LMU München abgeschlossen.

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