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Giro d'ItaliaRadsportStraßenradsport

Giro d'Italia #4 Vorschau: Ärgert der Capo Mele die Sprinter?

6. Mai 2024 by Michael Behringer

Jonathan Milan Valencia

Radsport: Ein Massensprint scheint auf der vierten Etappe des Giro d’Italia wahrscheinlich – zumindest auf den ersten Blick. Doch ein kleiner Hügel kurz vor dem Ziel könnte den reinen Sprintern einen Strich durch die Rechnung machen. Der Capo Mele ist DER Scharfrichter des morgigen Teilstücks. Greift Tadej Pogacar schon wieder an?

Giro d'Italia 2024 vorschau alle Etappenprofile

Massensprint trotz Capo Mele?

Auch der vierte Tag des Giro d’Italia am Dienstag wird keiner für die Bergfahrer sein. Auf der 190 Kilometer langen Strecke von Acqui Terme nach Andora gibt es nur eine Bergwertung der dritten Kategorie zu absolvieren und diese wird bereits zur Etappenmitte abgenommen. Der Colle del Melogno ist 7,5 Kilometer lang mit einer durchschnittlichen Steigung von 4,8 Prozent. Für die reinen Sprinter wäre dieser Anstieg sicher problematisch, wenn er sich ihnen kurz vor dem Ziel in den Weg stellen würde. Doch das ist morgen nicht der Fall. Daher wird dieser Berg keinen Einfluss auf das Rennergebnis nehmen. Eine deutlich größere Gefahr ist der Capo Mele. Er befindet sich direkt vor dem Ziel und ist mit einer Länge von 1,8 Kilometern und einer durchschnittlichen Steigung von 4,4 Prozent DER Scharfrichter des Teilstücks. Da der Parcours danach nur noch bergab ins Ziel führt, ist der Positionskampf hier besonders wichtig und letztendlich entscheidend für das Ergebnis.



Velomotion-Prognose: Es kommt zum Massensprint

Die reinen Sprinter haben beim diesjährigen Giro d’Italia wirklich wenig zu lachen. Selbst die eigentlich klaren Sprintetappen beinhalten irgendwo dann doch ein kleines Hindernis. Auch morgen dürfte dieses Hindernis den ein oder anderen Sprinter davon abhalten, tatsächlich um den Tagessieg sprinten zu können. Dennoch wird der Sieger einer der schnellsten Männer der Welt sein. Wir erwarten einen chaotischen Sprint mit dem Potential einer Überraschung. Traut sich ein starker Abfahrer über die Kuppe hinweg zu attackieren, ist auch ein Solo-Coup nicht völlig ausgeschlossen.

* * * Jonathan Milan (Lidl – Trek)
* * Biniam Girmay (Intermarché – Wanty), Olav Kooij (Visma – LaB)
* Tim Merlier (Soudal – Quick-Step), Caleb Ewan (Jayco – AlUla), Kaden Groves (Alpecin – Deceuninck)

Stichworte:#VMradsportCapo MeleGiro d'ItaliaGiro d'Italia 2024NewsVelomotion-Prognose

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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