Bulls Sharptail 3 im Test: Das günstige MTB ist auf ernsthaften Geländesport zugeschnitten, macht aber auch im Alltag eine gute Figur. Neben der soliden Komplettierung gefällt auch das breite Größenspektrum des vielseitigen Modells.
Hat das Gravelbike dem MTB den Rang als sportliches Alltagsrad abgelaufen? Hier und da könnte man diesen Eindruck bekommen, doch wirklich „out“ wird das Mountainbike wohl nie sein. Dazu ist es einfach zu vielseitig und zu robust – und perfekt abgestimmt auf das, was gerade Jugendliche gerne mit dem Fahrrad anstellen. Sachen, die auch mal etwas „risky“ sind, dabei aber wohl eher das Material belasten als den Fahrer bzw. die Fahrerin. Und für Treppen, Trails und Sprünge ist das MTB nun mal die beste Wahl – zumal, wenn es sich preislich so zurückhaltend gibt wie das Bulls Sharptail 3.

Bulls Sharptail 3: Budget-freundliches Allround-Hardtail
Mit knapp 700 Euro pass das schlanke Hardtail gut ins Familien-Budget, wobei man für diese Summe natürlich keine Wunder erwarten darf. Immerhin weist die Stahlfedergabel des Sharptail 100 mm Weg auf; die 2×8-Schaltung ist einfach bedienbar und mit ausreichend langem Schnellgang wie deutlicher Untersetzung für Straße und Gelände gut aufgestellt. Dazu gibt es hydraulische Scheibenbremsen sowie bissige Stollenreifen, mit denen man für alles gerüstet ist. Da das Sharptail ein Fahrrad der Kategorie 3 ist, kann es nämlich ziemlich schonungslos im Gelände eingesetzt werden
Bulls Sharptail 3: die Highlights
- Alu-Rahmen in sechs Größen mit ausgewogener Trail-Geometrie
- 100 mm Stahlfedergabel
- 2×8-Schaltung mit großem Übersetzungsbereich
- Preis 699,95 Euro
Bulls setzt auf eine ausgewogene Trail-Geometrie mit flachem Lenkwinkel und kurzem Vorbau, dazu gibt es eine interessante Besonderheit: Bulls bietet gleich sechs Rahmengrößen an, wobei die zwei kleinsten Modelle auf 27,5-Zoll-Laufrädern rollen, alle anderen auf Twentyninern. Das sowie der deutliche Höhenunterschied von Sitzrohr und Steuerrohr erlaubt nicht nur eine einfache Größenanpassung; auch die Sitzhaltung lässt sich dadurch sportlicher oder aufrechter abstimmen.
Groß genug für Jugendliche und junge Erwachsene
Übrigens haben die größten Sharptails bereits Erwachsenen-Format. Wenn aus dem Teenager ein/e Studierende/r wird, kann das Bike getrost weitergefahren werden – dann halt nicht mehr zur Schule, sondern zur Uni. Die solide Machart und die einfache Austauschbarkeit von Bauteilen (etwa durch die externe Leitungsführung) sorgen dafür, dass das günstige MTB lange genutzt werden kann, und so trägt das Bulls Sharptail dazu bei, dass beim sportlichen Alltagsrad auch langfristig die Federgabel nicht völlig vom Rennlenker verdrängt wird.

Auf die Alltagsnutzung abgestimmt sind auch die Steckplätze für Reflektoren, die gegen spezielle Akkuleuchten ausgetauscht werden können. Mit diesen verfügt das Sharptail dann über eine, sagen wir mal, „halbfeste“ Lichtanlage, und spätestens damit hat das Bulls-MTB den Schritt vom Offroad-Spaßgerät zum richtigen Allround-Sportbike vollzogen.


