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KomponentenTests

Komponenten: Shimano Deore XT Bremsen: Der Wolf im Schafspelz

3. Dezember 2013 by die Redaktion

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Mit den Deore XT-Komponeneten erschließt sich der japanische Hersteller Shimano seit vielen Jahren den Mittelklasse-Markt. Seien es Ketten, Schaltungen, Kurbeln oder wie in unserem neuesten Test: Die Bremsen der Deore XT-Baureihe. Viele Fahrer setzen seit geraumer Zeit auf die preisgünstigen Stopper. Was sie wirklich können testeten wir am Ghost Cagua, einem reinrassigen Enduro-Bike.

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Die Deore XT-Bremsen wirken anfangs etwas unaufgeräumt. Im Vergleich zu anderen erhältlichen Bremsen kommen hier viele Schrauben zum Vorschein. Der polierte Ausgleichsbehälter der Bremse kann jedoch überzeugen – er verleiht ihr einen edlen Look. Der Bremssattel wird via Post Mount befestigt und kommt in einem schlichten Schwarz. Wenn nötig kann dieser mit Kühlrippen versehen werden. Damit möchte man die Bremse vor zu hoher Hitze und dem daraus resultierenden Fading schützen. Die Zwei-Kolben-Bremse kann hinsichtlich ihres Druckpunktes sowie in der Hebelweite eingestellt werden und lässt somit die wichtigsten Einstellmöglichkeiten zu. Durch das One-Way-Belüftungssystem soll sich die Deore XT-Bremse zudem leicht entlüften beziehungsweise befüllen lassen. Wie für Shimano üblich kommt auch hier Mineralöl zum Einsatz. Die verbauten Ice-Tech-Scheiben, eine zweiteilige Konstruktion der Scheibe, stellte Shimano erstmals 2010 vor. Die Bremsfläche wird dabei in einem Sandwichverbund gefertigt – Edelstahl außen und ein Kern aus Aluminium sollen eine bessere Hitzebeständigkeit ermöglichen. Die Scheibe wird über das Center-Lock-System befestigt und wiegt knapp 150 Gramm. Der Bremssattel plus Leitung und Hebel liegt bei knapp 300 Gramm.

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Auf dem Trail macht die Shimano Deore XT einen soliden Eindruck. Der Geberkolben wird bei Shimano über eine Rolle abgelenkt, wodurch eine gute Dosierbarkeit entstehen soll. Das Losbrechmoment unseres Testmodells ist jedoch ungewöhnlich groß. Ist dieser Anfangspunkt überwunden lässt sich der Hebel aber wie gewohnt leichtgängig bedienen. Die Bremse lässt sich gut dosieren und packt im Notfall kräftig zu. Der Hebel ist angenehm ergonomisch geformt und hinterlässt keine nervigen Blasen an den Fingern. Die Hebelweite lässt sich über einen kleinen Drehknopf jederzeit schnell verstellen.



Die Ice-Tech-Bremsscheibe in Kombination mit den semimetallischen Bremsbelägen machten keine störenden Quietsch-Geräusche. Auch nach längeren Abfahrten bei hohen Temperaturen kann man nur geringfügiges Fading feststellen. Dieses ist jedoch im Vergleich zu anderen Herstellern nicht sehr nennenswert.

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//Fazit

Die Shimano Deore XT-Bremse ist eine Art Alleskönner. Bei Fachhändlern kann man sie bereits für knapp 80 Euro erstehen, womit sie sich preislich im unteren Mittelbereich ansiedelt. Davon sollte man sich jedoch nicht beirren lassen. Bereits optisch glänzt die Bremse mit einem schönen Design. Auf dem Trail überzeugt zudem die Bremskraft. Zwar ist das Losbrechmoment des Hebels etwas gewöhnungsbedürftig, doch zupacken kann die Deore XT. Mit den verbauten 180 Millimeter Bremsscheiben weist sie selbst an warmen Sommertagen nur geringes Fading auf und ist somit ein beständiger Begleiter für jede MTB-Tour.

//Produkthighlights

  • hohe Bremskraft
  • geringes Fading
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • edle Optik

//Preis & Web

  • ab 80,00 Euro
  • www.paul-lange.de
Stichworte:BremseHydraulische ScheibenbremsenScheibenbremseShimanoXT

Über die Redaktion

Velomotion ist euer Team aus Fahrrad- und E-Bike-Experten, Radprofis und begeisterten Radfahrer*innen. In unserem Magazin stellen wir Produktneuheiten, aktuelle und kritische Testberichte sowie News aus der Welt des Radsports vor. Wir stehen für Qualitätsbewusstsein, Know-How und gelebte Begeisterung für das Thema Fahrrad.

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