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Tests: Pantani: The Accidental Death of a Cyclist

16. Juli 2014 by die Redaktion

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Test: Zehn Jahre ist es her, seit Marco Pantanis einsamer Tod in einem Hotelzimmer in Rimini die Radsportwelt in eine Schockstarre versetzte. Zehn Jahre, in denen viel passiert ist. Und in denen seine Person nie vergessen wurde.

Anlässlich des runden Todestages hat Black Films Production eine Dokumentation verfasst, die vor wenigen Wochen ihre Premiere feierte. Der Titel: Pantani – The Accidental Death of a Cyclist.



Der Film gliedert sich in neun Kapitel und zeichnet das Leben des fragilen Italieners nach, von seinem ersten Radrennen auf dem Rad seiner Mutter, über sein historisches Giro-Tour-Double 1998 bis hin zu seinem Tod. Dabei widmen sich die Filmemacher vor allem dem Geschehen in Madonna di Campiglio 1999, dem Ausschluss aus dem Giro jenes Jahres. Pantani hatte das Rennen dominiert, war jedoch vor der Etappe gewarnt worden, erneut zu gewinnen. Das Komplottdenken nach seinem Ausschluss war vorprogrammiert.

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Pantanis Ende ist bekannt und es spricht für den Film, dass sich neben seinen Eltern auch Zeitgenossen wie Piotr Urumov, Evgeni Berzin und Marco Velo, aber auch neue Helden wie Bradley Wiggins zu Wort melden dürfen. Eindringlich sind auch die Sichtweisen kritischer Journalisten wie David Walsh. „Doping“, heißt es da, „hat ihn vielleicht davon abgehalten, sauber zu gewinnen, auch weil er in ein System hineingezwungen wurde.“



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Die Person Pantani wird dabei in keinster Weise künstlich erhöht, wie man es vielleicht vermuten mag. Vielmehr ist die Dokumentation feinfühlig, wenngleich neutral. Stimmen lässt man wirken, so dass sich der Zuschauer selbst das Bild über den Italiener und seine Geschichte bilden kann. Lediglich einen kleinen Makel hat der Film. Manche Episoden aus Pantanis Leben würde man sich detaillierter wünschen – allerdings würde dann der Rahmen von 90 Minuten mit Leichtigkeit gesprengt werden.

Fazit

Pantani: The Accidental Death of a Cyclist ist ein sensibles Porträt, dass sich versucht, in neutraler Form der Person Pantanis zu nähern. Und dies gelingt. Der Film ist nicht nur etwas für eingefleischte Fans des Italieners, sondern auch etwas für jene, die einen Blick hinter die Kulissen des Radsports und seinen dunklen Verwerfungen in den späten Neunzigern werfen wollen.



Produkthighlights

  • kurzweilig
  • gut strukturiert
  • vielseitig beleuchtet

Preis und Web

  • 15,00 Euro
  • www.pantanifilm.com
Stichworte:FilmMarco Pantani

Über die Redaktion

Velomotion ist euer Team aus Fahrrad- und E-Bike-Experten, Radprofis und begeisterten Radfahrer*innen. In unserem Magazin stellen wir Produktneuheiten, aktuelle und kritische Testberichte sowie News aus der Welt des Radsports vor. Wir stehen für Qualitätsbewusstsein, Know-How und gelebte Begeisterung für das Thema Fahrrad.

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