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MountainbikesTests

Mountainbikes: Kona Process 153 DL: Willkommen in der grünen Hölle

10. September 2014 by die Redaktion

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Test: Lange Zeit war es ruhig um die kultige Marke Kona geworden. Während man Mitte der 2000er große Erfolge mit Fabien barel feierte und wohl jeder Mountainbiker scharf auf ein Kona war, gab es in den vergangenen Jahren nur wenig Aufregendes zu berichten. Mit der Einführung der Process-Modelle änderte sich dieses jedoch schnell und Kona findet seither zu alter Stärke zurück. Bei dem diesjährigen Kona Mega Launch in Serfaus-Fiss-Ladis hatten wir die Möglichkeit das aktuelle 2015er Process 153 DL einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und es ausgiebig zu testen.

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Kona selbst preist das Process 153 DL als Meister der Wurzeln an. Mit einer modernen Geometrie, die aus einem langen Hauptrahmen mit kurzem 40 Millimeter Vorbau und einem extrem kurzen Hinterbau besteht, möchte sich die amerikanisch-kanadische Marke den Weg an die Spitze freiboxen.
An sich stellt das Rad ein Enduro auf dem neusten Stand dar. Die Ausstattung des Process 153 DL lässt in Sachen Performance nur wenige Wünsche offen.



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Die Vielseitigkeit der verbauten 650B-Laufräder kombiniert mit dem Rock Shox Fahrwerk, bestehend aus Monarch Plus DebonAir und Pike RCT3, soll dem Rad einen großen Einsatzbereich ermöglichen. Chris Mandell, Chefentwickler der Process-Linie, machte mit dem Industrial Designer Jake Russell bereits bei der Optik einen sehr guten Job.

Als eine große Prämise setzte man sich das Ziel einen tiefen Einstieg zu schaffen und demFahrer somit so viel wie möglich Beinfreiheit zu schaffen. Mit einer fast durchlaufenden Linie von Oberrohr zur Druckstrebe ist es dem Duo gelungen genau dies umzusetzen, ohne dabei Kompromisse bei der Umlenkung eingehen zu müssen.



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Die Anlenkung kommt bei insgesamt sieben Modellen zum Einsatz und soll die perfekte Plattform für ausgiebige Touren und harte Abfahrten darstellen. Ein großer Vorteil des Process-Konzepts soll zudem der sehr steife Hinterbau sein. Durch 425 Millimeter kurze Kettenstreben schafft man einen sehr kurzen Hinterbau, so dass das Rahmendreieck dementsprechend klein ausfällt und sich somit sehr verwindungssteif zeigt. In der Praxis überzeugt diese Eigenschaft vor allem im Antritt. Das Process 153 DL zeigt sich dank der gut funktionierenden Plattform schön antriebsneutral und verwandelt jeden einzelnen Tritt in Vortrieb.



Lediglich das Gesamtgewicht von 14,3 Kilogramm dämpft hier den Fahrspaß ein wenig und lässt das Rad träge wirken.

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Der lange Hauptrahmen harmoniert sehr gut mit dem kurzen Vorbau und sorgt für eine angenehme Sitzposition, die sich auch auch auf langen Uphills gut anfühlt. Klettern liegt rassigen Enduros, wie dem Process, für gewöhnlich nicht so gut und dennoch kann das Rad hier mit einer guten Traktion überzeugen. Trotz des sehr kurzen Hinterbaus neigt das Vorderrad auch bei steilen Rampen nicht zum Abheben und bietet somit auch bei engen, technischen Anstiegen genügend Kontrolle.

Was die Geometrie jedoch in der Abfahrt für uns bereithielt überraschte. Mit einem Reach von 460 Millimeter (Größe L) und dem 66,5 Grad flachen Lenkwinkel sorgt man für eine enorme Laufruhe, an die man sich erst einmal gewöhnen muss. Denn wird es richtig schnell erfährt der Fahrer schnell das Gefühl nicht mehr richtig lenken zu können, so dass die Richtung lediglich von der Körperlehnung beeinflusst werden kann.

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Anfangs ein sehr befremdliches Gefühl, vermittelt es jedoch viel Sicherheit. Allgemein kann man sagen, dass man sich auf dem Process von Beginn an wohl fühlt.

Das Fahrwerk arbeitet sehr präzise und und das Rad fühlt sich schon fast wie ein Big Bike an. Ein Vorteil als auch ein Nachteil. Denn die Verspieltheit in Person ist das Process 153 DL nicht. Trotz des kurzen Hinterbaus geht das Rad nur mit viel Kraftaufwand auf’s Hinterrad.

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Fazit

Das Kona Process 153 DL liebt die Geschwindigkeit. Die moderne Geometrie, welche einen langen Hauptrahmen mit kurzen Kettenstreben und flachem Lenkwinkel verbindet, ist vor allem auf schnellen, ruppigen Trails ein wahrer Segen. Das Rad liegt sehr ausgewogen auf dem Trail und bietet dem Fahrer eine Menge Kontrolle. Fahrer, die es gern verspielt haben und viel auf engen, technischen Trails unterwegs sind, kommen bei dem Process jedoch nicht ganz auf ihre Kosten.

Produkthighlights

  • ausgewogene Geometrie
  • große Laufruhe
  • solide Ausstattung
  • hohes Gesamtgewicht

Preis und Web

  • 4.499 Euro
  • www.konaworld.com

Bilder: Ale Di Lullo

Stichworte:EnduroKonaKona Process 153 DLNewsProcessSerfaus Fiss LadisTestTipp der Woche

Über die Redaktion

Velomotion ist euer Team aus Fahrrad- und E-Bike-Experten, Radprofis und begeisterten Radfahrer*innen. In unserem Magazin stellen wir Produktneuheiten, aktuelle und kritische Testberichte sowie News aus der Welt des Radsports vor. Wir stehen für Qualitätsbewusstsein, Know-How und gelebte Begeisterung für das Thema Fahrrad.

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