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Radsport: Vuelta a Espana #17: Woods hat im Nebel den Durchblick – Valverde holt auf

12. September 2018 by Michael Behringer

Woods Vuelta a Espana

Radsport: Am Alto del Balcón de Bizkaia war wegen des Nebels wenig zu erkennen. Doch Michael Woods (EF Education) behielt den Durchblick. Der Kanadier gewann die 17. Etappe der Vuelta a Espana als Ausreißer vor Dylan Teuns (BMC). Dahinter nahm Alejandro Valverde (Movistar) dem Führenden Simon Yates (Mitchelton-Scott) ein paar Sekunden ab. Es bleibt spannend in der Gesamtwertung!

Thomas De Gendt erobert das Bergtrikot

Nicht weniger als 26 Fahrer bildeten heute auf der 157 Kilometer langen 17. Etappe der Vuelta a Espana die Fluchtgruppe. Von Getxo hinauf bis zum Alto del Balcón de Bizkaia galt es unterwegs fünf Bergwertungen zu meistern, ehe der Schlussanstieg in Angriff genommen wurde. Zunächst ließ das Peloton die Flüchtigen ziehen. Als das Wildcard-Team Euskadi in die Nachführarbeit mit einstieg, sank der Rückstand in sich zusammen. Die baskische Mannschaft wollte sich in der Heimat mit einem offensiven Fahrstil präsentieren und nahm daher Mitchelton-Scott den Großteil der Arbeit ab. Chancen auf den Tagessieg sollten sie dennoch nicht haben, da ihre Topfahrer im Kampf gegen die besten Kletterer der Welt nichts zu bestellen hatten – und ohnehin nicht die komplette Ausreißergruppe gestellt werden konnte. Schon vor dem Schlussanstieg durfte sich Ausreißer-König Thomas De Gendt (Lotto Soudal) freuen. Der Belgier sammelte fleißig Bergpunkte und wird morgen im Bergtrikot an den Start gehen.

Woods Vuelta a Espana 17. Etappe



Michael Woods holt sich den Etappensieg

Kurz vor dem Fuße des Schlussanstiegs spannte sich die kasachische Mannschaft Astana an die Spitze des Hauptfeldes. Für Miguel Angel Lopez fuhr man mit einem enorm hohen Tempo in den letzten Berg hinein. Pello Bilbao forcierte das Tempo, so dass unter anderem Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe), Rigoberto Uran (EF Education), Tony Gallopin (AG2R La Mondiale) und Thibaut Pinot (Groupama-FDJ) nicht mehr folgen konnten. Die Attacke von Miguel Angel Lopez war nur eine Frage der Zeit. Um den Etappensieg ging es jedoch nicht mehr. Diesen sicherte sich Ausreißer Michael Woods (EF Education), der sich aus der Spitzengruppe heraus vor Dylan Teuns (BMC) und David De la Cruz (Sky) durchsetzen konnte. Dahinter tobte der Kampf um das Rote Trikot. Das Feuerwerk eröffnete Alejandro Valverde (Movistar), doch Simon Yates (Mitchelton-Scott) hatte mit noch zwei Teamkollegen an seiner Seite zunächst alles im Griff.

Valverde knabbert am Vorsprung von Simon Yates

Direkt nach der Attacke von Alejandro Valverde geriet dessen Teamkollege Nairo Quintana in Schwierigkeiten. Mitchelton-Scott erkannte dies und forcierte sofort das Tempo in der arg klein gewordenen Gruppe der Favoriten. Adam Yates spannte sich vor seinen Zwillingsbruder Simon und hielt das Tempo so hoch, dass es mit Angriffen der Konkurrenz schwierig wurde. Erst kurz vor dem Ziel attackierten im dichten Nebel erneut Miguel Angel Lopez und Alejandro Valverde. Steven Kruijswijk(LottoNL-Jumbo) verlor den Kontakt. Auch Simon Yates hatte Mühe, den Antritt des Altmeisters Valverde mitzugehen. Dieser konnte so gemeinsam mit Enric Mas (Quick-Step Floors) einige Sekunden herausfahren. Dank der nur kleinen Abstände bleibt es in der Gesamtwertung der Vuelta a Espana weiterhin spannend. Yates führt nun mit 25 Sekunden vor Valverde und 82 vor Mas. Der Deutsche Emanuel Buchmann erwischte leider keinen guten Tag und liegt im Gesamtklassement nun mit 28 Sekunden Rückstand auf Tony Gallopin auf Rang elf.

🇨🇦 Michael Woods! 🇨🇦



De Canadees pakt de 17e etappe van #LaVuelta18. In het peloton heeft Steven Kruijswijk het moeilijk… pic.twitter.com/OJvlRHKj4k

— Eurosport Nederland (@Eurosport_NL) 12. September 2018



Stichworte:Michael WoodsNewsThomas De GendtVuelta a Espana

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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