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Radsport: Radsport Saisonvorschau: Wanty – Groupe Gobert vor schwieriger Zukunft

4. Dezember 2018 by Michael Behringer

Wanty – Groupe Gobert

Radsport: In Belgien genießt der Radsport eine große Tradition. Das Team Wanty – Groupe Gobert gehört seit Jahren dazu. Nicht nur durch die Wildcard bei der Tour de France konnten die Männer auf sich aufmerksam machen.

Wanty – Groupe Gobert 2018: Den Erfolg auf viele Schultern verteilt

Mit Sitz in Isières leistet das Team Wanty – Groupe Gobert seit Jahren erfolgreiche Arbeit. Ohne großartig Bäume auszureißen, stimmen am Ende einer Saison meist die Statistiken. Dabei steht selten nur ein einziger Fahrer im Mittelpunkt – eher die gesamte Mannschaft. So äußerte sich die Philosophie auch in den vergangenen Monaten. Die Ausbeute spricht mit 13 Siegen, 12 zweiten Plätzen und 17 mal Rang drei für eine erfolgreiche Saison. Für viele Punkte im Ranking konnten unter anderem Timothy Dupont, Yandro Meurisse, Guillaume Martin und Andrea Pasqualon sorgen. Besonders der zuletzt genannte Italiener sorgte 2018 für großes Staunen. Im Alter von 30 Jahren fuhr er seine erfolgreichste Saison. Bei seiner ersten Tour de France sprintete er gleich siebenmal in die Top 10. Über das gesamte Jahr verteilt gewann Pasqualon vier Rennen.

Looking back on the first half of the season it was a tremendous season for Wanty-Gobert 👏👏👏



📷 @skodatour
📷 @circuitcycliste
📷 @LiegeBastogneL
📷 @LeTour
📷 @TourdeWallonie pic.twitter.com/9MR01R8eaH

— Wanty-Groupe Gobert (@TeamWantyGobert) 16. November 2018



Transfers: Die Abgänge schmerzen – Zugänge mit Fragezeichen

Auf dem Transferkarussell hat sich das Team Wanty – Groupe Gobert vornehm zurück gehalten. Mit nur vier Abgängen und drei Neulingen verändert sich innerhalb der Mannschaft nicht viel – dafür aber vielleicht Bedeutendes. Klassikerjäger Guillaume Van Keirsbulck wird dem Team ebenfalls stark fehlen, wie der talentierte Dion Smith. Hinter den Neuzugängen hingegen stecken viele Fragezeichen. Eine wirkliche Garantie für gute Rennen wurde nicht geholt. Gerade Loïc Vliegen scheint man in Belgien aber noch einiges zuzutrauen. Um die Abgänge zu kompensieren, müssen jedoch die im Team verbliebenen Profis noch mehr zeigen als bisher.

AbgängeZugänge
Dion Smith
(Mitchelton – Scott)
Loïc Vliegen
(BMC)
Guillaume Keirsbulck
(CCC)
Aimé De Gendt
(Sport Vlaanderen – Baloise)
Simone Antonini
(unbekannt)
Alfdan De Decker
(Trainee)
Mark McNally
(unbekannt)

Wanty – Groupe Gobert 2019: Eiking und Martin müssen sich weiterentwickeln

Auf Grund der schmerzhaften Abgänge wird es für die Mannschaft Wanty – Groupe Gobert nicht einfach, die guten vergangenen Jahre zu wiederholen. Die Neulinge werden die Lücke nicht schließen können, so dass die im Team verbliebenen Profis einspringen müssen. Dabei richten sich die Augen vor allem auf den Norweger Odd Christian Eiking, sowie auf den Franzosen Guillaume Martin. Beide gehören zu denjenigen Fahrern im Team, welche mittleren Radsportalters sind und den Durchbruch in den kommenden Jahren schaffen müssen. Zuzutrauen ist dieser vor allem Guillaume Martin. Der 25-Jährige hat sein Talent bereits mehrfach angedeutet, doch Experten trauen ihm die Top 10 einer Grand Tour zu. Für diese muss das Team aber erst eine Wildcard erhalten, was auf Grund der großen Konkurrenz – gerade in Frankreich – nicht einfach werden dürfte.



Que de bons souvenirs… Très heureux que le @TeamWantyGobert s’associe au @CCETUPES, LE club français de formation.

Such good memories… Very happy to see a partnership between Wanty-Gobert and CC Etupes, THE french development team!#Merci… @gannatjerome @zimineboris https://t.co/hic4HrlREq

— Guillaume Martin (@GuilmMartin) 30. November 2018



Stichworte:2019NewsSaisonvorschauTeamvorstellungWanty Groupe Gobert

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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