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Radsport: 4 von 5: Gilbert fehlt jetzt nur noch ein Sieg bei Mailand – Sanremo

15. April 2019 by Michael Behringer

Gilbert Philippe Monumente

Radsport: Philippe Gilbert (Deceuninck – Quick-Step) hat sich gestern erneut in die Geschichtsbücher eingetragen. Nun zählt der Belgier zum kleinen Kreis derjenigen Profis, welche mit der Flandern-Rundfahrt und Paris – Roubaix beide Klassiker auf Kopfsteinpflaster gewinnen konnten. Doch der 36-Jährige will mehr. Ihm fehlt jetzt nur noch ein Sieg bei Mailand – Sanremo, um alle fünf Monumente in seinem Palmarès zu komplettieren. Wir blicken auf all seine Siege zurück und wagen einen Ausblick.

2009 & 2010: Gilbert gewinnt die Lombardei-Rundfahrt zweimal

Im Jahr 2003 begann Philippe Gilbert seine Profikarriere beim Team Française des Jeux. Bei kleinen, einwöchigen Rundfahrten und Eintagesrennen entwickelte er sich schnell zu einem Siegfahrer. Den ersten Sieg bei einem Halbklassiker bejubelte er 2006 bei Omloop Het Volk. 2009 begann seine Jagd auf die Monumente. Nach einem Etappensieg beim Giro d’Italia sicherte er sich im Trikot von Silence – Lotto erstmals den Erfolg beim Herbstklassiker Giro di Lombardia. Am 17. Oktober 2009 konnte sich Gilbert bei der 103. Austragung der Lombardei-Rundfahrt sechs Kilometer vor dem Ziel zusammen mit Samuel Sanchez im Anstieg San Fermo della Battaglia absetzen. Im Schlusssprint in Como ließ er den Spanier hinter sich – und gewann damit das vierte Radrennen binnen zehn Tagen und sein erstes Monument. Nur ein Jahr später wiederholte er seinen Triumph beim „Rennen der fallenden Blätter“.



2011: Lüttich – Bastogne – Lüttich und das Ardennen-Triple

Nachdem Philippe Gilbert 2010 auch das Amstel Gold Race und eine Etappe bei der Vuelta a Espana gewann, war er in der Saison darauf kaum zu bremsen. Von Februar bis September 2011 bejubelte er im Trikot der Mannschaft OmegaPharma – Lotto insgesamt 18 Siege. So gelang ihm das Ardennen-Triple. Nahezu ohne Konkurrenz gewann er innerhalb einer Woche das Amstel Gold Race, den Flèche Wallonne und Lüttich – Bastogne – Lüttich. Außerdem sicherte er sich seine erste – und bislang einzige – Etappe bei der Tour de France, wurde Belgischer Meister im Zeitfahren und im Straßenrennen. Auch die Clasica San Sebastian, den Grand Prix Cycliste de Québec, sowie Strade Bianche fügte er seiner langen Liste an Erfolgen hinzu. Durch diese Dominanz wurde Philippe Gilbert zum gefragtesten Radprofi der Welt. Das Team BMC sicherte sich die Dienste des Belgiers, der daraufhin über Jahre hinweg seinen zuvor erzielten Erfolgen hinterherfuhr.

2017: Einem Tief folgt der Triumph bei der Flandern-Rundfahrt

Dem Ardennen-Triple folgten im Jahr darauf nur die Ränge #6, #3 und #16. Richtig in Form kam Gilbert erst zum Ende der Saison.Er rettete das Jahr 2012 mit zwei Etappensiegen bei der Vuelta a Espana und dem Weltmeistertitel im Straßenrennen. Zwischen 2012 und 2016 wurde es deutlich ruhiger um ihn. Zwar war er noch immer ein Siegfahrer, doch seine Dominanz bei wichtigen Rennen war verschwunden. Wie sich im Nachhinein herausstellen sollte, arbeitete er daran, seine Spezialisierung zu verändern. Von einem erstklassigen Puncheur wollte er sich mehr zu einem Sieganwärter auf Kopfsteinpflaster entwickeln. Nach drei Top-10-Plätzen bei der Flandern-Rundfahrt rechneten jedoch nur noch die Wenigsten damit, dass der in die Jahre gekommene Gilbert jetzt noch den ganz großen Wurf landen kann. Doch genau dies gelang ihm mit einem beeindruckenden Solo bei der Ronde van Vlaanderen 2017. Mit ausschlaggebend dafür war auch sein Wechsel von BMC zu Quick-Step.



2019: Gilbert gewinnt auch Paris – Roubaix

Auf das Wiedererstarken von Philippe Gilbert im Jahr 2017 folgte eine schwächere Saison. 2018 konnte er kein wichtiges Rennen für sich entscheiden. Doch als die Tour de France Halt in Roubaix machte, überzeugte er mit Rang vier. Bei Paris – Roubaix startete er erstmals wieder nach 2007 und wurde direkt 15. Die Konkurrenz war gewarnt. Wegen einem schwachen Frühjahr und der allgemein starken Konkurrenz auch innerhalb der eigenen Mannschaft, hatten ihn die Experten zwar auf dem Zettel, doch die größten Siegchancen sprach man Gilbert nicht zu. Doch am 14. April 2019 lieferte Philippe Gilbert das vielleicht sogar beste Rennen seiner Karriere ab. Der Belgier attackierte mehrfach, initiierte zunächst eine Sechsergruppe und war dann allein mit dem Deutschen Nils Politt unterwegs. Diesen konnte er im Vélodrom von Roubaix hinter sich lassen – und sich so mit Paris – Roubaix 2019 das vierte Monument sichern.



Gilbert: „Jetzt fehlt nur noch Mailand – Sanremo“

Schon vor seinem Sieg bei der Flandern-Rundfahrt sprach Philippe Gilbert in Interviews davon, alle fünf Monumente gewinnen zu wollen. Dies gelang bisher lediglich drei Profis. Rik Van Looy bejubelte zwischen 1958 und 1965 acht Siege bei Monumenten, Roger De Vlaeminck von 1970 bis 1979 gar elf. Über allen ragt natürlich Eddy Merckx mit 19 Triumphen. Er gewann jedes Monument sogar mindestens zweimal. Gilbert wird 2020 versuchen, es seinen drei Landsmännern gleich zu tun. Doch obwohl Mailand – Sanremo der leichteste Klassiker ist, dürfte er wohl am schwierigsten zu gewinnen sein. Zu viele Sieganwärter kommen in Frage. Bei 15 Starts fuhr Gilbert zweimal auf Rang drei. Viele Versuche wird der 36-Jährige nicht mehr bekommen …

Philippe Gilbert, nach seinem Sieg bei Paris – Roubaix:
„Es war schon immer mein Traum, alle Monumente zu gewinnen. Jetzt bin ich diesem einen Schritt nähergekommen. Viele Leute waren pessimistisch. Sie haben gesagt, dass ich das nicht kann. Aber vor zwei Jahren habe ich die Flandern-Rundfahrt gewonnen und jetzt Paris – Roubaix. Ich habe mich als Fahrer verändert und mich von einem Puncheur zu einem Kopfsteinpflaster-Spezialisten transformiert. Ich habe hart gearbeitet, um auf die Jagd nach den großen Fünf zu gehen: Jetzt fehlt nur noch Mailand – Sanremo.“

Stichworte:Flandern-RundfahrtLombardei-RundfahrtLüttich - Bastogne - LüttichMailand-SanremoMonumenteNewsParis-RoubaixPhilippe Gilbert

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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