Velomotion logo Velomotion small logo
Search icon
  • Produktnews
  • Radsport
  • Tests
    • Kompletträder
    • Komponenten
    • Zubehör
  • Ratgeber
    • Kaufberatung
    • Leasing
    • Recht
    • Werkstatt
    • Radreise

AllgemeinGravelbikesKomponentenTests

Leichter Gravel-Radsatz mit schönem Klang: Test Hunt 35 Carbon Gravel

15. Juni 2024 by Caspar Gebel

Test Hunt 35 Carbon Gravel: Der britische Laufradbauer ist derzeit sehr populär – und wer wissen will, warum das so ist, muss nur einen Radsatz wie den Hunt 35 Carbon Gravel fahren. Vom Gewicht über die Performance bis hin zum Sound stimmt hier alles – und erfreulicherweise auch das Preisschild.

Felgen- oder Scheibenbremse? Beim Gravelbike war das nie die Frage. Die junge Gattung ist ein Kind der neuen Zeitrechnung; Kompromisse in Sachen Reifenbreite, Rahmenform oder Felgenmaterial mussten beim Gravelbike nie gemacht werden. Und so ist es kein Wunder, dass ein leichter Carbon-Radsatz ganz oben auf der Wunschliste vieler Gravel-Fans steht.

Hunt Wheels: Angesagter Hersteller mit hochwertigen Produkten

Ein Name, der dabei immer wieder fällt, ist Hunt. Die Briten sind im Gravel-Rennsport stark vertreten und lassen sich das nicht unbedingt teuer bezahlen. Klar, wenn Aerodynamik und Gewicht ausgereizt werden, kann es schon mal etwas teurer sein. Doch schon für knapp 1.000 Euro bekommt man bei Hunt einen Radsatz, der keine Schwächen hat – dafür aber viele Stärken.



Breite Aero-Felgen mit geringem Gewicht

Vorhang auf für den Hunt 35 Carbon Gravel für 999 Euro, den wir erst einmal an die Waage hängen: 1.499 Gramm inklusive Tubelessband, aufgeteilt auf 684 fürs Vorder- und 815 fürs Hinterrad – weniger kann man in diesem Preisbereich nicht verlangen, wobei die Briten jüngst einen Gravel-Radsatz mit flachen Alu-Felgen vorgestellt haben, der ein Drittel weniger kostet, aber noch einmal fast 100 Gramm weniger wiegt. Doch Gravel-Racer wollen es natürlich auch aerodynamisch haben, und da kommt man um tiefe Carbonfelgen nicht herum. Mit 35 mm wird dieser Aspekt nicht übertrieben; bei mittlerem Tempo sind tiefere Felgen aber auch nicht nötig.

Mit 35 mm sind die Hunt-Felgen schon mehr als nur semi-aero.
Hookless, 25 mm Maulweite – für Gravelreifen perfekte Bedingungen.


Wichtig beim Graveln ist natürlich, dass die Breite stimmt. Mit 25 mm Innenmaß plus dem Vorteil der Hookless-Form lassen sich am Hunt 35 Carbon Gravel bis zu 64 mm breite Reifen fahren; die Mindest-Reifenbreite beträgt laut Hersteller 29 mm. Vom Allroad-Bike bis zum Trail-Graveller ist der Einsatzbereich also groß. Hunt favorisiert 40er Reifen, wie sie beim Graveln derzeit noch das Maß der Dinge sind. Warum, sieht man nach der Montage: Zu sehen ist ein glatter Übergang von der Felge zum Reifen, zumal die Hookless-Form der ersteren den letzteren weniger stark einschnürt; der Schwalbe G-One Speed wird außerdem genau 40 mm breit und wölbt sich damit seitlich nur wenige Millimeter über die Felgenflanke.

Hunt favorisiert Reifen von 40 mm Breite.
Der glatte Übergang vom Reifen zur Felge ist ein typisches Merkmal hakenloser Felgen.

Hunt setzt auch beim mittelhohen Gravel-Radsatz auf aerodynamisch günstige Messerspeichen – 24 vorne und 28 hinten, womit das Hinterrad noch etwas stabiler wird. Die zweifach gekreuzten Speichen berühren sich, was aber nicht zu irgendwelcher Geräuschbildung führt, was ein Indiz für die Hohe Steifigkeit des Radsatzes ist. Die „Pillar“-Speichen sind an der Biegung des Kopfes verstärkt, um an dieser kritischen Stelle mehr Stabilität zu haben; Ersatzspeichen gehören wie Tubeless-Ventile zum Lieferumfang. Die Felgen sind asymmetrisch ausgeführt, was mit bloßem Auge allerdings kaum zu sehen ist.



Einfache Reifenmontage dank Hookless-Felgenflanke

Nach der kinderleichten Montage – ein typisches Merkmal hakenloser Felgen – bleiben die Reifen dauerhaft dicht; auch nach mehrtägiger Standzeit kann man sich das Nachpumpen fast sparen. Mit knapp 2 bar geht es ins Gelände, und im Vergleich zum 1.800 Gramm schweren Standard-Radsatz lässt sich gleich sagen: 300 Gramm „rotierende Massen“ weniger sind durchaus spürbar. Das Rad lässt sich einen Tick handlicher bewegen und wirkt agiler, wobei man sich zugegebenermaßen ziemlich schnell an diesen Effekt gewöhnt. Dazu wirken die Hunt-Laufräder sehr steif: Ob beim Antritt oder beim Verzögern, Bremsscheiben-Schleifgeräusche im Wiegetritt bleiben aus. Im direkten Vergleich zu vergleichbar konstruierten Radsätzen fühlen sich die Hunt 35 Carbon Gravel eher straff an, ob am komfortablen Stahl-Gravelbike oder an der supersteifen Bulls Machete – wer das bemerkt, kann natürlich mit 45er Reifen gegensteuern.

Dank verstärkter Bögen sind die klassisch gekröpften Speichen extrem stabil.
72 Rasterpunkte minimieren den Leerweg und optimieren den Klang.


Zum schnellen Fahrgefühl dieses Radsatzes trägt auch der Sechs-Klinken-Freilauf bei. Hört man auf zu treten, ertönt ein helles, markantes Surren; vor allem aber meint man zu spüren, dass der Freilauf kein bisschen bremst. Der geringe Eingriffswinkel von nur 5° (72 Rasterpunkte) führt dazu, dass der Leerweg beim Antreten sehr gering ist. Hunt stellt aktuell auf einen hauseigenen Zahnscheibenfreilauf um, der vielleicht noch widerstandsärmer läuft, aber mit 36er Verzahnung einen größeren Eingriffswinkel hat.

Im Dauereinsatz hinterlässt auch der eine oder andere harte Schlag keine Spuren; nach einigen Hundert Kilometern ist der Rundlauf top. Und optisch gefällt der Radsatz durch das dezente, aber unverwechselbare Dekor, das anderen Gravel-Fans signalisiert: Wer auf diesem Fahrrad sitzt, hat in Sachen Laufradsatz einen guten Griff getan.

www.huntbikewheels.com



 

Stichworte:#VMgravelGravelHuntLaufräderRadsatz

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

Die beste Preis-Leistung bei Pegasus 2026: Günstige E-Bikes und attraktive Fahrräder

Kabellose Dropper-Sattelstütze mit 225 mm Länge: Die neue Fox Transfer Neo 225

Rose Slab Plus

Rose Slab Plus im Test: Viel E-MTB für unter 5.000 Euro

Bulls Tokee Disc: Neues Kids-Hardtail mit echter MTB-Technik

WTB CZ Control

WTB CZ Control im Test: Der goldene Mittelweg für All-Mountain-Piloten?

Rose Backroad Unsupported: Bikepacking mit Bordelektrik

Truvativ Descendant

Truvativ Descendant im Test: Ehrlicher Arbeiter fürs Grobe

Fix Manufacturing Eflator im Test

Akku-Kompressorpumpe mit Digitalanzeige und Auto-Stopp-Funktion: Fix Manufacturing Eflator im Test

Gazelle Ultimate T11: Sportliches E-SUV des Traditionsherstellers

Supacaz Diamond Kush

Supacaz Diamond Kush im Test: Minimalismus für Puristen

Peaty's Monarch

Peaty's Monarch im Test: Klebriges Grip-Wunder?

ODI Vanquish

ODI Vanquish V2.1 im Test: Premium-Griff mit Protektoren-Technologie

Giant Tactal Pro

Giant Tactal Pro im Test: Viel Grip, wenig Show!

Robuste Taschen - Made in Italy: Bikepackingtaschen von Miss Grape

Ähnliche Beiträge

  • Gravel-Radsatz mit innovativer Technik: Test Citec 8000 GR Gravel DB
  • Leichter Gravel-Radsatz mit dem Fokus auf Robustheit: Test Crankbrothers Synthesis Gravel Carbon
  • Alu-Grenzgänger zwischen Schotter und Straße: BH GravelX 1.8
  • CX-Wettkampfschuh mit überragender Passform: Shimano S-Phyre SH-XC902
  • Traumhafter Radsatz für gravelnde Mountainbiker zu gewinnen!: Verlosung Crankbrothers Synthesis Gravel Carbon
  • Velomotion Team
  • Mediafacts
  • Impressum
  • Datenschutz/ DSGVO

© 2026 · Velomotion GmbH