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Spektrum

Krankenwagen für die Menschen in der Ukraine: Chainreaction Bike Convoy for Ukraine

7. Mai 2025 by Andreas Waldera

Spektrum: Der Chainreaction Bike Convoy for Ukraine ist eine Initiative von Radfahrern in Zusammenarbeit mit Bamberg:UA e.V., um die Menschen in der Ukraine mit Krankenwagen zu unterstützen. Der Verein hat bereits mehrere Krankenwagen und Evakuierungsbusse sowie tonnenweise medizinische Hilfsgüter in die Ukraine gebracht. Die Initiative sammelt Gelder für weitere zehn Fahrzeuge.

Die Initiative Chainreaction Bike Convoy for Ukraine will Radfahrer sowie Firmen aus der Fahrrad- und Sportartikelindustrie motivieren, sich an dem humanitären Hilfsprojekt für die Ukraine zu beteiligen. Über ihre Website sammelt die Initiative per Crowdfunding und Spenden Gelder für zehn Fahrzeuge. Für die Ukraine macht jeder einzelne Rettungswagen einen entscheidenden Unterschied. Im Schnitt soll der Einsatz eines Wagens pro Tag das Leben von fünf verletzten Menschen retten.

Chainreaction Bike Convoy for Ukraine



Das gesammelte Geld soll hierbei ohne Umwege direkt an den Verein Bamberg:UA gehen, die sich um den Kauf der gebrauchten Rettungswagen, deren Versicherung, die Zollabfertigung und Übergabe in der Ukraine kümmern. Bamberg:UA ist dahingehend bereits sehr erfahren: Seit Februar 2022 hat der Verein laut der uns vorliegenden Angaben bereits mehr als 30 Krankenwagen, über 40 Evakuierungsbusse und tonnenweise medizinische Hilfsgüter in die Ukraine gebracht.

Menschenleben retten und zeigen, wozu die Fahrrad-Community in der Lage ist

Da die zivile medizinische Infrastruktur in den frontnahen Regionen nicht mehr existent ist, werden die Fahrzeuge allerdings von der Armee eingesetzt – auch weil die Armee über speziell ausgebildete Sanitäter verfügt. Nach Angaben der Initiative soll mit den Fahrzeugen jedoch jedes Leben gerettet werden, welches in Gefahr schwebt. Ziel der Aktion sei es, Menschenleben zu retten und zu zeigen, wozu die Fahrrad-Community in der Lage ist, wenn sie zusammenhält.

Chainreaction Bike Convoy for Ukraine



„Wir sind Radfahrer und wollen Mitmenschen in Not helfen. Wir sind viele. Wir reagieren, wenn andere bedrängt werden. Wir sind ein Netzwerk aus Radfahrern, das stark ist und Berge versetzen kann, wenn wir zusammenhalten und eine Kettenreaktion starten“ – Chainreaction Bike Convoy

Die Überführungsfahrt wird im Rahmen einer Radtour von München bis an die ukrainisch-polnische Grenze und – wenn möglich – weiter nach Lviv in der Westukraine organisiert. Das heißt: Der Konvoi besteht aus Radfahrern, die die Rettungswagen begleiten. Starten wird der Konvoi am 05. Juli 2025 in München. Die Strecke bis zur polnisch-ukrainischen Grenze nahe Przemysl beträgt etwa 1.270 Kilometer und knapp 7.000 Höhenmeter.

Die Tour in die Ukraine

Die Tour wird in zwei Varianten organisiert: zum einen als offizielles Brevet mit Zeitlimit, also als Langstreckenfahrt nach den Regularien des Audax Club Parisien, und zum anderen als Konvoi-Version ohne Zeitlimit, bei der die Strecke voraussichtlich in sechs Etappen aufgeteilt wird. Beide Varianten finden im Randonneurs- bzw. Bikepacking-Modus statt. Jeder Teilnehmer fährt auf eigene Verantwortung und muss sich selbst um Verpflegung, Unterkunft sowie Rückreise kümmern.



Als Partner für die Organisation und Logistik konnte die Initiative neben Bamberg:UA auch den Rotary Club Deutschland und deren Task Force „Rotary für Ukraine“ gewinnen. Zusätzlich haben bereits einige namhafte Fahrrad-Communities, Firmen und Multiplikatoren die Unterstützung des Chainreaction Bike Convoy for Ukraine zugesagt. Diese Liste ist auf der Website geführt und wird permanent erweitert.

Web: https://chainreaction-bikeconvoy.org



Stichworte:Chainreaction Bike Convoy for UkraineCrowdfundingInitiativeKrankenwagenNewsRettungswagenSpendenTour

Über Andreas Waldera

Andreas Waldera ist bereits seit vielen Jahren als Online-Redakteur und Testfahrer tätig. Mit seinen im BMX und Downhill verankerten Wurzeln kann es für ihn beim Biken nicht ruppig genug sein. Für seine Leidenschaft Fahrradfahren ist der gebürtige Niederrheiner in die schöne Eifel gezogen.

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