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Tour de France #2: Mathieu van der Poel ringt Tadej Pogacar nieder

6. Juli 2025 by Michael Behringer

Van der Poel Tour de France

Radsport: Mathieu van der Poel hat die zweite Etappe der Tour de France für sich entschieden. Der Niederländer triumphierte nach 209,1 Kilometern in Boulogne-sur-Mer vor Weltmeister Tadej Pogacar.

Van der Poel Tour de France

Van der Poel wuchtet sich ins Gelbe Trikot

Nach 209,1 Kilometern von Lauwin-Planque nach Boulogne-sur-Mer kam es zum erhofften Duell der Giganten. Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) hat sich im Bergaufsprint vor Tadej Pogacar (UAE – XRG) durchgesetzt. Auf Rang drei sprintete etwas überraschend Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike). Dem Dänen liegt ein solches Finale eigentlich nicht. Doch heute hat er unter Beweis gestellt, dass er hellwach ist und sich in guter Form befindet. Van der Poel beschert seiner Mannschaft Alpecin – Deceuninck nach dem gestrigen Sieg von Philipsen damit den zweiten Sieg in Folge. Durch die Zeitbonifikation übernimmt er von seinem Teamkollegen auch das Gelbe Trikot.



Vier mutige Ausreißer ohne Chance

Bei starkem Regen setzte sich direkt zu Beginn des Rennens eine vierköpfige Gruppe vom Hauptfeld ab. Bruno Armirail (Decathlon – AG2R La Mondiale), Brent Van Moer (Lotto), Yevgeniy Fedorov (XDS – Astana) und Andreas Leknessund (Uno-X Mobility) sollten es allerdings nur bis 50 Kilometer vor dem Ziel schaffen, ehe sie wieder eingeholt wurden. Immerhin: Der Norweger Leknessund gewann den Bergpreis auf der Côte de Cavron-Saint-Martin und die Sprintwertung in Énocq ging an den Kasachen Fedorov. Aus dem Feld heraus sprinteten die Profis folgerichtig nur noch um Rang fünf. Dennoch war die Zwischenwertung heiß umkämpft. Für das bloße Auge kaum sichtbar, konnte sich Jonathan Milan (Lidl – Trek) hauchdünn vor Tim Merlier (Soudal – Quick-Step) und Biniam Girmay (Intermarché – Wanty) durchsetzen. Interessant: Gestern beteiligte sich Merlier nicht am Zwischensprint. Heute war er mit vollem Einsatz dabei.

Viele Angriffe im Finale

Die Côte du Haut Pichot hinauf hat Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) das Tempo verschärft. Über die Kuppe hinweg kam es zwar zu einigen Rissen im Feld, doch da es bis zum Ziel noch fast 30 Kilometer waren, beruhigte sich das Tempo wieder. In der Côte de Saint-Étienne-au-Mont wurde das Finale schließlich eröffnet. Erneut war es die Mannschaft Visma – Lease a Bike, die das Tempo erhöhte. Daraufhin löste sich eine neun Mann starke Gruppe mit den drei Top-Favoriten auf den Gesamtsieg, aber auch Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) war mit dabei. Bis zur Côte d’Outreau liefen aber einige Gruppen wieder zusammen. Mit Matteo Jorgenson (Visma – Lease a Bike), Kevin Vauquelin (Arkéa – B&B Hotels) und Alexey Lutsenko (Israel – Premier Tech) löste sich zunächst ein Trio. Doch die Lücke wurde wieder zugefahren. 2,0 Kilometer vor dem Ziel fasste sich dann Florian Lipowitz (RB – Bora – hansgrohe) ein Herz. Der Deutsche attackierte und fuhr als Solist auf den letzten Kilometer. Doch das Team UAE – XRG wollte keine Geschenke und schloss auch diese Lücke rechtzeitig.

| Mathieu van der Poel! Fenomenaal! De Nederlander wint de tweede etappe en pakt de gele trui in Boulogne-sur-Mer. #TourdeFrance



Stream koers op HBO Max pic.twitter.com/xNC59iluKO

— Eurosport Nederland (@Eurosport_NL) July 6, 2025



Stichworte:Jonas VingegaardMathieu Van Der PoelNewsTadej PogacarTour de FranceTour de France 2025

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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