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KomponentenTests

ODI Vanquish V2.1 im Test: Premium-Griff mit Protektoren-Technologie

31. Dezember 2025 by Michael Faiß

ODI Vanquish

Test / ODI Vanquish: Wenn ein Protektoren-Hersteller und eine Kult-Marke für Griffe gemeinsame Sache machen, sind die Erwartungen hoch. Der ODI Vanquish V2.1 setzt auf das bekannte D3O-Material, um Vibrationen den Kampf anzusagen. Wir haben getestet, ob der Griff seinen stolzen Preis auf dem Trail rechtfertigen kann und ob man den Unterschied wirklich spürt.

Abmessungen und Form: ODI Vanquish

Technische Daten

  • Durchmesser: 32,5 mm
  • Länge: 138 mm
  • Gewicht: 114 g
  • Preis: 44,95 €
  • Erhältliche Farben: 7 Varianten (u.a. Schwarz, Grau, Orange)

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von knapp 45 Euro positioniert sich der ODI Vanquish V2.1 selbstbewusst im oberen Preissegment. Der US-Hersteller setzt hier auf eine Kooperation mit D3O. Dieses orangefarbene Material ist Mountainbikern primär von Knie- und Rückenprotektoren bekannt: Es ist im Ruhezustand weich und verhärtet sich bei Schlägen. Am Griff soll eine spezielle Gummimischung dieses Materials für eine drastische Reduzierung von Vibrationen sorgen, ohne dass das Feedback vom Trail verloren geht (rund 32,5 mm Durchmesser).

Verarbeitungstechnisch lässt ODI nichts anbrennen. Auffällig ist das V2.1 Lock-On System mit extrem schmal ausgeführten Klemmringen, die zudem nur einseitig innen sitzen. Ein cleveres Detail zeigt sich an den Lenkerenden: Statt simpler Kunststoffkappen oder empfindlichem Gummi nutzt ODI hier eine verstärkte, härtere Gummimischung. Das verspricht Langlebigkeit, selbst wenn das Bike mal unsanft auf dem Boden landet.



ODI Vanquish
ODI Vanquish
ODI Vanquish
ODI Vanquish

Auf dem Trail: Unsere Testeindrücke

In der Praxis stellt sich natürlich die Frage: Ist das D3O-Material ein echter „Gamechanger“ oder nur gutes Marketing? Unser Eindruck ist zwiegespalten. Die Dämpfungseigenschaften sind zweifellos auf einem sehr hohen Niveau. Der Griff filtert hochfrequente Vibrationen gut heraus, was Armpump vorbeugen kann. Allerdings sollte man keine Wunder erwarten – der Unterschied zu anderen Top-Griffen im Testfeld ist nicht so gigantisch, wie es das Marketingblatt vermuten lässt. Es bleibt ein sehr guter Griff, aber kein Gamechanger.

Das Griffmuster selbst ist eine Kombination aus einem mehrfach verstärkten Waffelmuster und anderen Strukturen. Das Design wirkt verspielt, bietet aber funktionalen Grip in alle Richtungen. Ob bei Nässe oder Trockenheit, die Hand sitzt sicher. Handschuhe sind empfehlenswert, da die Struktur recht aggressiv ist; ohne Handschuhe fanden wir den Griff zwar fahrbar, aber auf Dauer weniger komfortabel als „softere“ Konkurrenten.



Wer große Hände hat, wird sich über die üppige Breite des Griffs freuen. Durch die extrem schmalen Lock-Ringe und die clevere Klemmung steht effektiv mehr Grifffläche zur Verfügung, als die nominellen 138 mm vermuten lassen. Man hat nie das Gefühl, auf Metall zu greifen. Trotz des nicht gerade geringen Durchmessers fällt der Griff mit 114 g überraschend zudem überraschend leicht aus. Auch nach Bodenkontakt zeigte sich das verstärkte Griffende (ohne harte Plastikkappe) als robust und widerstandsfähig.

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Fazit: ODI Vanquish

Pro

  • Hervorragende Verarbeitungsqualität
  • Effektive Nutzung der Grifffläche durch schmale Klemmringe
  • Robuste Griffenden (Dual-Compound)
  • Gute Vibrationsdämpfung dank D3O-Material

Contra

  • Sehr hoher Preis
  • Dämpfungsvorteil gegenüber Standard-Mischungen geringer als erwartet

Fakten

Produktjahr2025
Preis44,95 Euro
Web www.odigrips.com

Gesamtwertung

89%

Preis-/Leistung

79%
Der ODI Vanquish V2.1 ist ein technisch extrem sauber gelöster Griff, der vor allem durch seine Haltbarkeit und die clevere Konstruktion der Endkappen punktet. Das D3O-Material sorgt für Ruhe im Lenker, vollbringt aber keine Wunderdinge, die den enormen Preis von fast 45 Euro allein rechtfertigen würden. Wer das nötige Kleingeld hat und einen langlebigen, griffigen Partner für ruppige Trails sucht, macht hier dennoch nichts falsch.
Stichworte:Griffgriffe25MTBodi

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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