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Schwalbe Gravel-Reifen 2026: Offroad-Fahrspaß zum günstigen Preis

23. Januar 2026 by Caspar Gebel

Schwalbe Gravel-Reifen 2026: Die neue Saison wird vom Reifenspezialisten mit preislich sehr attraktiven Varianten der aktuellen Gravel-Pneus begrüßt. Ohne die Bezeichnung „Pro“ sind die bewährten Profile Schwalbe G-One R, G-One RS und G-One RX nun für 49,90 Euro verfügbar, also ein sattes Drittel günstiger. Muss man dafür Kompromisse eingehen?

Erst einmal kann man festhalten, dass die drei neuen Varianten ebenso „TLR“, also tubeless-kompatibel sind wie die bisherigen Modelle. Zum Schlauch muss man nicht greifen, wobei man mit den Aerothan-Schläuchen der Marke beim Rollwiderstand praktisch gleichauf mit dem Schlauchlos-Betrieb ist. Auch beim Gewicht gibt es kaum Unterschiede zu den Pro-Varianten: Der schnelle G-One RS wiegt in beiden Fällen 440 Gramm in 35 mm Breite; beim extrem bissigen G-One RX in 45 mm Breite ist die Pro-Variante laut Hersteller 25 Gramm leichter (570 vs. 595 Gramm). Allerdings sind nur die teureren Pro-Varianten in 55 mm Breite verfügbar; bei den günstigeren G-Ones reicht das Größenspektrum bis 50 mm.

Das Profil des G-One RX hat sich als extrem griffiger Allrounder für nassen, rutschigen Untergrund bewährt.


Schwalbe Gravel-Reifen 2026: Nachhaltige Gummimischung

Mit „Addix Green“ basieren die neuen Modelle auf einer Gummimischung, die mit Recycling-Ruß gefertigt wird – das soll laut Schwalbe die CO₂-Emissionen im Vergleich zum bisher verwendeten Industrieruß um 80 % reduzieren. Dazu kommt die Verwendung von fair gehandeltem Kautschuk, wie er bereits in den Pro-Modellen zum Einsatz kommt. Ausführungen mit transparenter, also hellbrauner Seitenwand gibt es bei den neuen Modellen übrigens nicht.

Schwalbe G-One RS: schneller Rennreifen für trockene Strecken.
Schwalbe G-One R: vielseitiger Gravel-Pneu mit gutem Nässegrip.

Unterschiede bei Karkassenaufbau und Pannenschutzlage

Wie bei den Pro-Modellen kommt eine 67-tpi-Karkasse zum Einsatz (tpi = Fäden pro Zoll), die von Schwalbe als optimaler Kompromiss von Geschmeidigkeit und Stichfestigkeit bevorzugt wird. Die Karkasse ist vom Typ „Schwalbe Race“ mit dreilagiger Seitenwand und zwei Karkassenlagen unter der Lauffläche, dazu kommt als Pannenschutz die RaceGuard-Einlage statt V-Guard zum Einsatz. Damit dürfte der Rollwiderstand der neuen G-One-Varianten etwas höher ausfallen; ob man das beim Graveln jedoch merkt, ist eine andere Frage. Gut möglich also, dass der einzige spürbare Unterschied der neuen Reifen in der Geldbörse liegt.



Der Schwalbe G-One RX Pro überzeugte auf Anhieb mit Traktion und Kurvengrip auf anspruchsvollem Terrain – das geht jetzt auch für 2x 50 Euro.

Stabile Allrounder in neuen Varianten

Im Übergangsbereich vom sportlichen Einsatz hin zum Pendeln und Bikepacking stellt Schwalbe zwei weitere neue Modellvarianten vor, den G-One Comp Plus (ab 31,90 Euro) sowie den G-One Overland (ab 47,90 Euro) als Ergänzung zum Overland Pro. Beide sind dank Reflexstreifen StVZO-konform; der Comp Plus muss als Drahtreifen mit Schlauch gefahren werden und dürfte dank 3 mm starkem PunctureGuard‑Pannenschutz praktisch unplattbar sein.

Schwalbe G-One Overland: für Pendler auch mit Reflexstreifen.
Schwalbe G-One Comp Plus: Stabiler Drahtreifen für Einsteiger.


Alle neuen Modelle sind bereits auf der Schwalbe-Homepage aufgeführt und dürften demnächst im Handel verfügbar sein.

www.schwalbe.com

 



Stichworte:#VMgravelGravel-ReifenReifenSchwalbe

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

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