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KomponentenTests

Supacaz eGrip im Test: Kalifornischer Komfort für ausgiebege Touren

10. Januar 2026 by Michael Faiß

Supacaz eGrip

Test / MTB Griffe: Im Dschungel der Mountainbike-Griffe verspricht der Supacaz eGrip eine perfekte Symbiose aus kalifornischem Design und anatomischer Entlastung. Laut Hersteller speziell fürs E-MTB konzipiert, will dieser Griff durch eine durchdachte Gummimischung und einer dezent ergonomischen Form auch anspruchsvolle Tourenfahrer überzeugen. In unserem Test klären wir, ob hinter den Marketing-Versprechen echte Performance steckt oder ob der Griff nur optisch glänzt.

Abmessungen und Form: Supacaz eGrip

Durchmesser: 32 mm
Länge: 137 mm
Gewicht: 112 g
Erhältliche Farben: Schwarz

Der Supacaz eGrip präsentiert sich mit einem Gewicht von 112 Gramm und für unter 25 Euro als echter Preis-Leistungs-Geheimtipp im Testfeld. Mit einem Standard-Durchmesser von 32 mm und einer großzügigen Länge von 137 mm bietet er ausreichend Platz für verschiedenste Handgrößen.



Technisch setzt Supacaz auf eine Dual-Density-Konstruktion. Eine langlebige Gummimischung wird mit einer hochwertigen Klemme aus eloxiertem Aluminium kombiniert, die für einen bombensicheren Halt am Lenker sorgt. Die Verarbeitung ist durchweg wertig. Die Oberflächenstruktur ist in verschiedene Zonen unterteilt: Während im hinteren Bereich mehr Material für die Dämpfung sorgt, bleibt der Griff insgesamt schlank genug, um nicht klobig zu wirken.

Supacaz eGrip
Supacaz eGrip
Supacaz eGrip
Supacaz eGrip

Auf dem Trail: Unsere Testeindrücke

Bevor man sich mit dem eGrip auf den Trail stürzt, muss man sich mental ein wenig vom etwas dick aufgetragenen Marketing der „anatomischen Intelligenz“ lösen. In der Praxis entpuppt sich der Griff jedoch als grundsolider Begleiter. Besonders auffällig ist die gelungene Mischung aus Komfort und Feedback. Die Gummimischung ist angenehm weich und bietet hervorragende vibrationsdämpfende Eigenschaften, ohne dass man das Gefühl hat, den Kontakt zum Bike zu verlieren.



Mit 32 mm Durchmesser trifft der Griff genau den „Sweetspot“, der den meisten Fahrern passen dürfte. Besonders positiv hervorzuheben ist die Performance beim Fahren ohne Handschuhe. Viele ergonomische Griffe neigen dazu, durch aggressive Muster Druckstellen zu verursachen. Der eGrip hingegen verfügt im Bereich der Handballenauflage über eine glatte Oberfläche, die sehr hautschmeichelnd ist. Nichts drückt oder reibt unangenehm.

Auf technischen Sektionen bietet das Diamant-Muster in Kombination mit den Querlamellen ausreichend Grip, selbst wenn es nass wird. Einziger Wermutstropfen: Die Gummimischung neigt bei starker Nässe und Schweiß ohne Handschuhe etwas zum Schmieren, schlägt sich aber im Vergleich zum restlichen Testfeld immer noch wacker. Ein echtes Manko ist jedoch das Fehlen von verstärkten Endkappen. Das Griffgummi ist einfach über das Lenkerende gezogen. Wer sein Bike unsanft ablegt oder an einer Felswand entlangschrammt, wird schnell Risse im Gummi feststellen, was die Haltbarkeit im harten Einsatz einschränkt.

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Fazit: Supacaz eGrip

Pro

  • Hervorragende Dämpfung und hoher Komfort
  • Griffige Gummimischung bei Trockenheit
  • Ansprechender Preis

Contra

  • Keine verstärkten Endkappen
  • Gummimischung bei extremer Nässe ohne Handschuhe etwas rutschig

Fakten

Produktjahr2025
Preis23 Euro
Web www.supacaz.com

Gesamtwertung

81%

Preis-/Leistung

87%
Der Supacaz eGrip ist eine klare Empfehlung für Touren- und E-Mountainbiker, die Wert auf Ergonomie legen, aber keine "Flügel-Monster" am Lenker haben wollen. Für einen Preis von unter 25 Euro bietet er eine Performance, die deutlich teurere Griffe im Testfeld oft vermissen lassen. Wer nicht ständig im Bikepark stürzt und seine Hände auf langen Alpenüberquerungen schonen möchte, findet hier einen treuen und stylischen Begleiter.
Stichworte:Griffgriffe25MTBsupacaz

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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