Test Corratec Allroad A1: Das Alu-Rad der bayerischen Marke zeigt sich vielseitig von Bikepacking bis Cyclocross. Neben dem aufälligen Lack bietet es eine hochwertige Komplettierung, sportliche Fahreigenschaften und diverse Montagemöglichkeiten.
Mit seiner poppigen Lackierung ist das Allroad A1 ein echtes Gute-Laune-Rad. Das pink-blau-rote Dekor an Gabel und Oberrohr gemahnt an eine bekannte Londoner Radbekleidungsmarke und sticht auf Schotterpisten oder Cyclocross-Strecken aus der Masse heraus – denn beides ist mit dem Alu-Corratec vorstellbar. Mit fast waagerechtem Oberrohr ist das A1 nah am klassischen Querfeldeinrad, dank quirliger Geometrie dabei ein echter Kurvenstar, der auf verwinkelten Kursen in seinem Element sein dürfte.

Corratec Allroad A1: die Highlights
- Sportliches Bike mit viel Vortrieb
- Hochwertiger Komplettierung mit Shimano-GRX-Mix und DT-Swiss-Radsatz
- Vielseitig einsetzbar von Tour bis Cyclocross
- 2.199 Euro, 10,65 kg o. P.
Gleichzeitig bietet das Raublinger Rad viel Platz für breite Reifen – selbst für zwei Zoll sollte es reichen. Damit ist das Bike uneingeschränkt Trail-tauglich, zumal die mechanische Shimano GRX (Hebel und Kurbelsatz RX610, Bremsen RX420, Schaltwerk RX822) mit 11-51er Kassette und 40-Zähne Kettenblatt extrem breit aufgestellt ist und einen Mini-Berggang bietet. Zu den Schwalbe G-One Allround in 40 mm Breite auf den hochwertigen DT-Swiss-Laufrädern würde freilich ein enger abgestuftes Ritzelpaket wie 11-36 besser passen, mit dem man in Cross-Manier Gas geben kann. Der steife, handlich geschnittene Rahmen mit durchaus sportlicher Sitzhaltung ist perfekt dafür geeignet, es im Herbst mal so richtig krachen zu lassen. Reifen und Radsatz eignen sich gut für die Umrüstung auf Tubeless, womit man das Corratec etwas „erleichtern“ könnte. Übrigens wiegt das Rad sogar etwas weniger, als vom Hersteller angegeben.
Platz für breite Reifen und viele Anbaumöglichkeiten
Anbaumöglichkeiten für Gepäckhalterungen, drei Flaschenhalter, Oberrohrtasche und sogar Schutzbleche und Träger ermöglichen aber auch weitere Nutzungen – zum Beispiel als Reiserad. Hier erleichtert das fast waagerechte Oberrohr die Montage einer großen Rahmentasche, und dank innenverlegter Leitungen am Cockpit kann auch eine Lenkertasche einfach angebracht werden.
Natürlich eignet sich das Corratec Allroad A1 auch als Alltagsrad, das sich gut für die flott gefahrene Pendelstrecke nutzen lässt. Corratec bietet gleich mehrere entsprechend ausgestattete Modelle an, die teils auf einem etwas einfacherem Rahmenset basieren. Mit dem Allroad A2 ist auch eine Variante mit Doppelkettenblatt verfügbar.
Auch voll ausgestattet verfügbar
Eine Besonderheit des Corratec sind die Steckachsen mit integriertem, verstellbarem Hebel; was das Rad noch nicht hat, ist eine UDH-Hinterradaufnahme, wie man sie etwa am Carbon-Modell findet. Der Anbieter setzt am Alu-Modell auf den bewährten BSA-Tretlagerstandard; Schaltzug und Bremsleitung verlaufen an den Kettenstreben außen und erst ab dem Tretlager im Rahmeninneren – etwas, das bis heute üblich ist und Montage wie Wartung erleichtert, wobei eine komplette Innenverlegung natürlich eleganter wäre. Die Freude am poppigen Sportrad kann dieses Detail jedoch nicht trüben.






