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KomponentenTests

WTB CZ Control im Test: Der goldene Mittelweg für All-Mountain-Piloten?

8. Januar 2026 by Michael Faiß

WTB CZ Control

Test / MTB Griff: Der WTB CZ Control verspricht den perfekten Spagat zwischen ergonomischer Entlastung und der notwendigen Bewegungsfreiheit eines klassischen Rundgriffs. Ob das Konzept der „Control Zone“ auf dem Trail aufgeht und für wen sich die Investition von knapp 30 Euro lohnt, haben wir uns im Praxiseinsatz detailliert angeschaut.

Abmessungen und Form: WTB CZ Control

Durchmesser: 31,5 mm – 34,5 mm (geformt)
Länge: 142 mm
Gewicht: 136 g
Erhältliche Farben: Schwarz, Erdtöne

Der WTB CZ Control fällt sofort durch seine ungewöhnliche Geometrie auf. Mit einer Länge von 142 mm bietet er auch großen Händen überdurchschnittlich viel Platz. WTB setzt hier auf ein semi-ergonomisches Design: Während klassische Mountainbike-Griffe meist durchgehend rund sind, weist der CZ Control eine leichte Wölbung unter der Handfläche auf. Dieser Bereich, von den US-Amerikanern als „Control Zone“ bezeichnet, variiert im Durchmesser zwischen 31,5 mm an der schmalsten und 34,5 mm an der dicksten Stelle.



Die Verarbeitung wirkt absolut hochwertig. Die Klemmung erfolgt über einen dezenten, schwarz eloxierten Lockring auf der Innenseite, der eine klassische Breite aufweist. Wichtig für die Montage: Da der Griff die Anatomie der Hand spiegelt, ist er richtungsgebunden. Man muss also zwingend auf die Kennzeichnung für links und rechts achten, damit die ergonomische Unterstützung an der richtigen Stelle sitzt. Das Gewicht von 136 Gramm geht für einen Griff mit diesem Support-Level absolut in Ordnung und platziert ihn im Mittelfeld des Testfelds.

WTB CZ Control
WTB CZ Control
WTB CZ Control
WTB CZ Control

Auf dem Trail: Unsere Testeindrücke

In der Praxis zeigt der WTB CZ Control schnell seinen speziellen Charakter. Wer von einem reinen Rundgriff kommt, spürt sofort die Entlastung im Bereich des Handballens. Die semi-ergonomische Form stützt das Handgelenk effektiv ab und hilft dabei, den Druck des Ulnarnervs besser zu verteilen – ein Segen auf langen All-Mountain-Touren oder ausgedehnten E-MTB-Runden.



Das Feedback vom Untergrund bleibt trotz der Dämpfungseigenschaften präzise. Der Griff wirkt nicht schwammig, was eine gute Kontrolle über das Cockpit ermöglicht. Allerdings hat die ausgeprägte Form auch eine Kehrseite: Sie schränkt die Variabilität der Handposition etwas ein. Wer einen sehr aktiven Fahrstil pflegt und seine Griffposition in technischen Sektionen oder bei Sprüngen häufig radikal ändert, wird die Form als leicht störend empfinden. In diesen Momenten fehlt die absolute Freiheit eines runden Griffs.

Die Gummimischung bietet soliden Halt, gehört aber nicht zu den „klebrigsten“ Vertretern ihrer Zunft. Während der Grip mit Handschuhen in jeder Situation tadellos ist, stößt das Material bei Nässe ohne Handschuhe an seine Grenzen. Hier bieten andere Modelle im Testfeld noch mehr Sicherheitsreserven. Für den klassischen Touren- und Trail-Einsatz ist die Performance jedoch absolut stimmig, zumal der Komfortfaktor hier deutlich überwiegt.

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Fazit: WTB CZ Control

Pro

  • Effektive Entlastung der Handgelenke
  • Hohe Verarbeitungsqualität
  • Gutes Verhältnis von Gewicht zu Komfort

Contra

  • Eingeschränkte Bewegungsfreiheit
  • Nassgrip ohne Handschuhe nur Durchschnitt

Fakten

Produktjahr2025
Preis29,95 Euro
Web www.wtb.eu

Gesamtwertung

85%

Preis-/Leistung

83%
Mit einem Preis von 29,95 Euro ist der WTB CZ Control fair im Testfeld eingepreist. Er ist kein Griff für den World-Cup-Downhiller, aber eine exzellente Wahl für Tourenfahrer und All-Mountain-Piloten, die Probleme mit einschlafenden Händen haben. Die „Control Zone“ bietet spürbaren Mehrwert, ohne die Optik des Bikes durch riesige Flügel zu ruinieren. Ein grundsolider, technischer Griff für lange Tage im Sattel.
Stichworte:Griffgriffe25MTBWTB

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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