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Neue Stealth-Version zum günstigeren Preis: Campagnolo Super Record S Wireless

10. September 2024 by Caspar Gebel

Campagnolo Super Record S Wireless: Hübsch anzusehen und deutlich günstiger ist die neue Komponentengruppe der Italiener, die dem kabellosen Topmodell zur Seite gestellt wird. Sie bringt neue Kettenblatt-Abstufungen und zwei optisch passende Laufradsätze mit.

Die im Frühjahr 2023 vorgestellte neue Campagnolo Super Record machte technologisch einen großen Sprung nach vorne: Das neue Topmodell des italienischen Herstellers war komplett kabellos, mit separaten Akkus für Schaltwerk und Umwerfer ausgestattet und mit einer neuen Schaltlogik versehen, zumal die altbekannte Daumentaste fehlte. Die organisch anmutende 2×12-Gruppe bot damit in vieler Hinsicht Verbesserungen; mit einem Preis von 5.200 Euro legte Campagnolo allerdings noch einmal deutlich zu.

Preisreduzierte Gruppe in Stealth-Optik

An diesem Punkt setzt die neue Campagnolo Super Record S Wireless an: Mit 3.990 Euro kostet sie deutlich weniger, ohne dabei funktionell im Nachteil zu sein. Wahrnehmbarer Unterschied zur großen Schwester ist erst einmal die elegante mattschwarze Optik, welche die Bauteile wie aus einem Guss erscheinen lässt. Der Stealth-Look steht für etwas einfachere Materialien; außerdem sind die Kurbelarme massiv statt hohl und die komplette Gruppe ist 150 Gramm schwerer geworden, womit sie rund 2.770 Gramm wiegen sollte.



Statt der Daumentaste gibt es nun zwei Schaltflächen am „Paddel“, …
… außerdem eine zusätzliche Taste innen am Griffkörper.

Neue Kettenblatt-Abstufungen

Neuigkeiten gibt es bei den Übersetzungen: Neben 45×29, 48×32 und 50×34 gibt es nun drei weitere Kettenblatt-Abstufungen, nämlich 52×36, 53×39 sowie 54×39. Interessant sind diese vor allem für leistungsstarke Sportler/innen, die zusammen mit den Kassetten 10-27 und 10-29 sehr lang übersetzte Getriebe erhalten. An durchschnittlich starke Beine richtet sich der 11-32er Kranz, den es nun in einer genau auf die Wireless-Schaltung abgestimmten Version gibt.

 



Das Schaltwerk hat sich etwas in der Form verändert.
Die Akkus der beiden Schalteinheiten sich nicht gegeneinander austauschbar.

Die jeweils zwei elektronischen Tasten pro Hebel können per App individuell belegt werden. Am Griffkörper gibt es eine zusätzliche Taste, die einen an das Schaltsystem gekoppelten Radcomputer bedient.

Die Kurbel der neuen Gruppe ist nicht mehr hohl und dadurch etwas schwerer.
Auch ein Powermeter in der neuen Optik ist verfügbar.


 

Edle Laufradsätze mit geringem Gewicht

Passend zur Optik der neuen Gruppe legen die Italiener zwei Laufradsätze in „Matt Edition“ auf, die Bora WTO sowie die Bora Ultra WTO. Beide verfügen über das typische G3-Speichenmuster der Marke und sind mit 23 mm Innenweite auf moderne, breitere Reifen abgestimmt. Mit 1.325 bzw. 1.405 Gramm (laut Hersteller) sind Bora Ultra WTO und Bora WTO extrem leicht. Die mattschwarzen Versionen sind noch einmal etwas teurer als die bekannten Ausführungen, nämlich 3.800 bzw. 2.700 Euro.

Die Bora Ultra WTO sind mit Keramiklagern veredelt.
Bereits die normalen Boras sind extrem leicht.


Klar, mit diesen Radsätzen harmoniert die Campagnolo Super Record S Wireless natürlich besonders gut – doch ein wenig konterkarieren die teuren Radsätze auch das Bestreben des Herstellers, die Super Record Wireless erschwinglicher zu machen. Wer die Gruppe mit Standard-Carbonlaufrädern und einem nicht allzu teuren Rahmen kombiniert, sollte aber in der Lage sein, für um die 7.000 Euro eine Rennmaschine zu kreieren, die modernste Campagnolo-Technik bietet und dabei besonders schön aussieht…

www.campagnolo.com

Stichworte:CampaCampagnoloRennradSuper Record

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

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