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Radsport: Tour de France 2017: Stimmen zur Strecke

18. Oktober 2016 by die Redaktion

Radsport: Am Mittag präsentierte Tourchef Christian Prudhomme in Paris die Strecke der Tour de France 2017. Mit weniger Zeitfahrkilometern, steileren und schwereren Anstiegen und insgesamt kürzeren Etappen verändert die Grand Boucle im kommenden Jahr ihr Gesicht durchaus ein wenig. Wir haben erste Reaktionen aus dem Profi-Lager zusammengetragen.

Richie Porte (BMC):  „Der erste Eindruck der Strecke gefällt mir. Klar, ich muss mich aber auch erst einmal hinsetzen und mir die Daten genauer ansehen. Ich glaube aber, dass es ein super Auftakt in Deutschland wird. Der Radsport wird dank der Leistungen der deutschen Fahrer immer beliebter. Ich freue mich auf die Etappe nach Planche des Belles Filles, weil es der erste wirkliche Prüfstein wird und man gleich sehen wird, wer um die Gesamtwertung mitfahren kann. Es gibt nicht so viele Bergankünfte, aber das Rennen wird dennoch hart. Die kurze 13. Etappe wird brutal werden – da gibt es kein Taktieren, das ist einfach nur Vollgas und das wird ein riesiges Spektakel.“

Iwan Spekenbrink (Teamchef Giant-Alpecin): „Ich glaube, 2017 wird eine balancierte und moderne Tour de France. Sie bietet von allem etwas. Sie ist keine Tour, die in die eine oder die andere Richtung geht – sie hat weder besonders viele Zeitfahrkilometer noch besonders viele Bergankünfte. Ein ganz wichtiger Punkt dieser Tour ist aber der Grand Départ in Deutschland, der eine große symbolische Wirkung hat. Wir wissen alle, durch welche Jahre der deutsche Radsport gegangen ist. Aber mittlerweile verstehen auch alle, dass wir im Radsport etwas gemacht und erreicht haben, das ein Vorbild für viele andere Sportarten ist. Und das wird perfekt symbolisiert durch den deutschen Radsport. Also Glückwunsch an Deutschland, Gratulation an Düsseldorf und den deutschen Radsport, der sich die Rückkehr der Tour verdient hat.“



Update Juni 2017: Die gesamte Strecke und alle Etappen im Detail

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Ralph Denk (Teamchef Bora-Argon 18): „Schön, dass wir nach 30 Jahren wieder in Deutschland losfahren. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass man noch die ein oder andere Stadt mehr anfährt. Was ich begrüße ist, dass die erste schwere Etappe bereits nach einer Woche kommt. Das sorgt für extra Spannung. Ansonsten bietet die Tour schon eine schwere Strecke. Wir als Team, das nächstes Jahr mit Leopold König als Leader am Tour-Start in Düsseldorf steht, hätten uns ein paar Zeitfahrkilometer mehr gewünscht. Fazit nach dem ersten Eindruck: 2017 wird eine ausgeglichene und schwere Tour.“



Chris Froome (Sky): „So wie es für mich aussieht, wird es ein Fall für die Kletterer. Es gibt nicht viele Zeitfahrkilometer, aber das gibt es eben auch und ich muss mich entsprechend darauf vorbereiten. Ich muss in den Bergen meine beste Leistung abrufen können. Es gibt einige Etappen die uns über die 2.000m-Marke führen, der Izoard zum Beispiel bis auf 2.300m. Das wird eine richtig heftige Etappe. Meine erste Einschätzung? Das Rennen wird in den Bergen gewonnen oder verloren. Klar: Es ist die Tour und passieren kann dort prinzipiell alles; so werden wir uns auch vorbereiten.“

Dan Martin (Etixx – Quick-Step): „Ich bin nicht enttäuscht, dass es nur zwei relativ kurze Zeitfahren gibt. Die Bergetappen schauen super aus und es gibt einiges das mir liegt. Mir kommt es auch entgegen, dass die Zeitboni zurück sind – da kann ich meine Sprintstärken in schwierigem Terrain gut ausspielen.“

Stichworte:Chris FroomeNewsTour de FranceTour de France 2017

Über die Redaktion

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