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RadsportStraßenradsportTour de France

Radsport: Tour de France Etappe #14 Prognose: Das Beste kommt zum Schluss

14. Juli 2017 by Michael Behringer

Tour de France

Radsport: Morgen steht die 14. Etappe der Tour de France auf dem Programm. Eingeordnet wird das Teilstück als Flachetappe, doch die letzten Meter führen steil bergauf. Chancen wird Marcel Kittel (Quick-Step Floors) daher wohl keine haben. Doch welchem Fahrertypen liegt dieses Finish?

Tour de France Etappe Profil

Das immer welliger werdende Profil ist etwas für die Puncheur

Nach zwei harten Bergetappen wird sich die Tour de France morgen etwas beruhigen. Das als Flachetappe eingeordnete Teilstück führt die Fahrer über 181,5 Kilometer von Blagnac Richtung Nordosten nach Rodez. Während der erste Teil der Etappe nahezu tellerflach ist, wird das Profil gegen Ende hin immer welliger. Auch die beiden Bergwertungen der dritten Kategorie befinden sich im letzten Drittel. Die Côte du viaduc du Viaur (2,3 km à 7,0 %) und die Côte de Centrès (2,3 km à 7,7 %) werden 50,5 bzw. 36,5 Kilometer vor dem Ziel überquert. Danach geht es wellig weiter, bis es schließlich zum Showdown an der Côte de Saint-Pierre (570 m à 9,6%) kommt. Diese 570 Meter sind nicht nur sehr steil, sondern auch die letzten Meter der Etappe. Durch diese Rampe werden die klassischen Sprinter also morgen völlig chancenlos sein. Haben die Ausreißer deshalb gute Karten, oder werden die Teams der Puncheur im Feld für den großen Showdown am Ende sorgen?



Tour de France Rodez Profil

Wie schwer sind die letzten 500 Meter tatsächlich?

Nach der Disqualifikation von Peter Sagan (Bora-hansgrohe) beginnt die Suche nach dem Favoriten für diese Etappe von vorn. Dem Weltmeister wäre dieses Finish entgegengekommen. In die dadurch neu zu vergebene Favoritenrolle könnte nun Michael Matthews (Sunweb) rutschen. Der Australier hat in den vergangenen Tagen bewiesen, dass er als endschneller Mann äußerst gut über solch giftige Anstiege kommt. Ähnlich wie Greg Van Avermaet (BMC) und John Degenkolb (Trek-Segafredo). Doch auch die typischen Puncheur werden hier ein Wörtchen mitreden wollen. Zu nennen sind dabei vor allem Philippe Gilbert (Quick-Step Floors), Diego Ulissi (UAE) und Tim Wellens (Lotto Soudal). Als Außenseiter nicht unbeachtet lassen sollten wir Ben Swift (UAE), Michael Albasini (Orica-Scott), Sonny Colbrelli (Bahrain Merida), Fabio Felline (Trek-Segafredo) und Edvald Boasson Hagen (Dimension Data).

Unser Tipp: Daniel Martin sprintet bergauf zum Etappensieg

Die letzten 500 Meter sind im Schnitt rund 10 Prozent ansteigend. Daher gehen wir davon aus, dass auch die Klassementfahrer morgen auf der Hut sein müssen. Vor allem Daniel Martin (Quick-Step Floors) liegt dieser Schlussanstieg. Der Ire mag giftige, kurze und harte Anstiege, da er sehr explosiv und im Bergaufsprint kaum zu bezwingen ist. Fabio Aru (Astana), Romain Bardet (Ag2r) und Rigoberto Uran (Cannondale-Drapac) dürften sich ebenfalls freuen. Im direkten Duell mit Chris Froome (Sky) sollten auch sie hier kleine Vorteile haben. Morgen werden also einige Fahrer um den Etappensieg mitfahren können. Je nachdem, wie hart gefahren wird, ändern sich die Namen der Favoriten. Wir tippen auf Daniel Martin, da sich der Ire in den letzten Tagen sehr stark präsentiert hat und wir glauben, dass er hier zusammen mit Philippe Gilbert etwas versuchen wird.



*** Daniel Martin
** Philippe Gilbert, Diego Ulissi
* Michael Albasini, Greg Van Avermaet, Michael Matthews

Tour de France Daniel Martin Fabio Aru Romain Bardet
Daniel Martin, Romain Bardet und Fabio Aru könnten morgen Chris Froome attackieren.

Tour de France Vorschau: Das waren die Velomotion-Prognosen

EtappeRouteEtappensiegerVelomotion-Tipp
1. EtappeDüsseldorfGeraint Thomas (Sky)Tony Martin (Katusha-Alpecin)
2. EtappeDüsseldorf – LüttichMarcel Kittel (Quick-Step Floors)Marcel Kittel (Quick-Step Floors)
3. EtappeVerviers – LongwyPeter Sagan (Bora-hansgrohe)Peter Sagan (Bora-hansgrohe)
4. EtappeMondorf-les-Bains – VittelArnaud Démare (FDJ)Arnaud Démare (FDJ)
5. EtappeVittel – La Planche des Belles FillesFabio Aru (Astana)Fabio Aru (Astana)
6. EtappeVesoul – TroyesMarcel Kittel (Quick-Step Floors)Marcel Kittel (Quick-Step Floors)
7. EtappeTroyes – Nuits-Saint-GeorgesMarcel Kittel (Quick-Step Floors)Marcel Kittel (Quick-Step Floors)
8. EtappeDole – Station des RoussesLilian Calmejane (Direct Energie)Diego Ulissi (UAE)
9. EtappeNantua – ChambéryRigoberto Uran (Cannondale-Drapac)Chris Froome (Sky)
10. EtappePérigueux – BergeracMarcel Kittel (Quick-Step Floors)Marcel Kittel (Quick-Step Floors)
11. EtappeEymet – PauMarcel Kittel (Quick-Step Floors)Marcel Kittel (Quick-Step Floors)
12. EtappePau – PeyragudesRomain Bardet (Ag2r)Guillaume Martin (Wanty-Groupe Gobert)
13. EtappeSaint-Girons – FoixWarren Barguil (Sunweb)Simon Yates (Orica-Scott)
14. EtappeBlagnac – RodezMichael Matthews (Sunweb)Daniel Martin (Quick-Step Floors)
15. EtappeLaissac-Sévérac l'Église – Le Puy-en-VelayBauke Mollema (Trek-Segafredo)Tiesj Benoot (Lotto Soudal)
16. EtappeLe Puy-en-Velay – Romans-sur-IsèreMichael Matthews (Sunweb)Marcel Kittel (Quick-Step Floors)
17. EtappeLa Mure – Serre-ChevalierPrimoz Roglic (LottoNL-Jumbo)Simon Yates (Orica-Scott)
18. EtappeBriançon – IzoardWarren Barguil (Sunweb)Chris Froome (Sky)
19. EtappeEmbrun – Salon-de-ProvenceEdvald Boasson Hagen (Dimension Data)Edvald Boasson Hagen (Dimension Data)
20. EtappeMarseilleMaciej Bodnar (Bora-hansgrohe)Chris Froome (Sky)

21. Etappe
Montgeron – Paris/Champs-ElyséesAndré Greipel (Lotto Soudal)


Die aktuelle Gesamtwertung der Tour de France 2017 nach 13 von 21 Etappen

PlatzFahrerLandTeamZeit
1.Fabio AruItalienAstana55:30:06
2.Chris FroomeGroßbritannienSky+0:06
3.Romain BardetFrankreichAg2r+0:25
4.Rigoberto UranKolumbienCannondale-Drapac+0:35
5.Mikel LandaSpanienSky+1:09
6.Daniel MartinIrlandQuick-Step Floors+1:32
7.Simon YatesGroßbritannienOrica-Scott+2:04
8.Nairo QuintanaKolumbienMovistar+2:07
9.Louis MeintjesSüdafrikaUAE+4:51
10.Alberto ContadorSpanienTrek-Segafredo+5:22
Stichworte:Daniel MartinNewsprognoseTour de FranceVorschau

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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