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Radsport: Marco Pantani: Stationen eines Begnadeten

14. Februar 2014 by die Redaktion

Marco Pantani verstarb heute vor zehn Jahren in einem Hotel in Rimini an einer Überdosis Kokain. Als die Nachricht seinerzeit Publik wurde, stockte vielen der Atem. Sein Tod gibt bis heute viele Rätsel auf. Sicher, schon damals war das Thema Doping in aller Munde und seither hat der Strom an Negativmeldungen in dieser Hinsicht kaum abgenommen.

Nichtsdestotrotz verließ mit Pantani einer der wenigen außerordentlich begnadeten Radfahrer die Bühne. „Ich weiß nicht, ob er etwas genommen hat“, sagte seine Mutter jüngst, „aber ich weiß, dass er viel zur Aufklärung hätte beitragen können.“ Vielleicht lag diese ja im Sinne Pantanis und führte letzen Endes zu seinem frühen Ableben. Wir wissen es nicht. Sicher ist aber, dass er in einer Zeit Radsport betrieb, in der dieser in einer tiefen Krise steckte, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein. Dennoch schaffte es Pantani, wie kaum ein anderer Fahrer, die Massen in seinen Bann zu ziehen.

Mit dieser Fotoschau möchten wir an den Aufstieg und Fall der italienischen Legende erinnern.



pantani11#1 Pantani begann früh mit dem Radsport. Schon während seiner Jugend galt er als eines der größten Talente Italiens.

pantani12#2 Der Einstieg in den Profibereich gelang, nachdem er den Baby-Giro dominiert hatte. Seine erste Station war dabei das Team Carrera um den starken Rundfahrer Claudio Chiapucci.

pantani2# 3 1994 ging sein Stern beim Giro d’Italia auf, als er zwei schwere Alpenetappen für sich entscheiden konnte und im Endklassement auf den zweiten Rang fuhr. Später setzte er auch erste Akzente bei der Tour de France.



pantani1#4 Bis heute hält Pantani den Rekord für die schnellste Auffahrt Richtung Alpe d’Huez. Dieser datiert ins Jahr 1997. Erstmals siegte er hier zwei Jahre zuvor: 12. Juli 1995, Tour de France – Aime La Plangne nach Alpe d’Huez, 162.5 Kilometer.

pantani3#5 Der Dritte der WM von Duitama gewann 1998, im Jahr des Festina-Skandals, den Giro d’Italia und nutzte während der Tour de France seine Chance, auf dem Weg nach Les Deux Alpes einem schwächelnden Jan Ullrich die Führung zu entreißen.

pantani6#6 Auf dem Podium in Paris konnte er seinen größten Erfolg feiern. Pantani ist bis heute der letzte Fahrer, dem es gelang, sowohl den Giro wie auch die Tour in einem Jahr zu gewinnen.



pantani7#7 Die Wende seiner Karriere kam 1999 in Madonna di Campiglio. Zwei Tage vor dem Ende des Giro wurde er aufgrund eines zu hohen Hämatokritwertes aus dem Rennen genommen. Von diesem Ereignis erholte er sich nie wieder.

pantani9#8 2000 kehrte er zur Tour de France zurück und gewann die 15 Etappe nach Courchevel so, wie man es von ihm gewohnt war – mit einer Attacke.

pantani8#9 Das wohl bleibende Ereignis ist aber wohl das Duell mit Lance Armstrong am Mont Ventoux, welches Pantani ebenfalls für sich entschied. Der US-Amerikaner sagte später: „Wenn ich der Tischler war, war Pantani der Künstler.“



pantani10#10 Auch das gehörte zu Pantanis Karriere. Mehrere schwere Stürze warfen ihn aus der Bahn, mehrmals schaffte er es, sich zurückzukämpfen, bis…

pantani13#11 …am 14. Februar 2004 die Nachricht sich verbreitete, dass Pantani verstorben war. Kurz zuvor war er aus Südamerika zurückgekehrt und hatte auf dem Rückflug seine ihn zermürbenden Gedanken in seinen Pass geschrieben. Am 18. Februar wurde er in seinem Heimatort Cesenatico beerdigt.

Bis heute ist Marco Pantani unvergessen. Noch immer gilt er als der beste Kletterer, den es je auf einem Rad gegeben hat. Zurecht! Er ist damit aber auch Sinnbild einer Generation, deren Ruhm viele Fragen aufwirft. Fast mehr noch, als das Leben und Ableben Pantanis selbst. Bleibt also die Frage: Was hat sein Tod wirklich bewegt?



Stichworte:Marco PantaniNewsTodestag

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