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Produktnews: Hinter den Kulissen: Ein Gespräch über die ovalen Rotor-Blätter

31. Mai 2014 by die Redaktion

ohara

Lifestyle: An ovalen Kettenblättern scheiden sich die Geister. Die einen mögen sie, die anderen halten den Einsatz für absurd. Dennoch lässt es sich nicht von der Hand weisen, dass die Blätter einen Vorteil bringen können.

Die spanische Firma Rotor glaubt hinsichtlich ihrer Q-Rings an einen Paradigmenwechsel. Diesen versuchte die Entwicklerin Christie O’Hara wissenschaftlich zu belegen. Ihre Studie zu diesem Thema wurde im International Journal of Sports Science and Engineering veröffentlicht. [Link] Das Ergebnis: In einem 1000-Meter-Zeitfahren lässt sich mit den Q-Rings, im Vergleich zu herkömmlich runden Blättern, nicht nur der Laktatausstoß reduzieren, sondern auch die Herzfrequenz senken. Spannender ist darüber hinaus, dass die Testprobanden allesamt mehr Watt auf’s Pedal brachten und so am Ende deutlich schneller unterwegs waren.



„Die Zeitfahren haben wir nach einer Warmfahrphase von 45 Minuten gemacht. In diese haben wir auch Intervalle eingebaut, schließlich wollten wir eine rennähnliche Situation schaffen“, so O’Hara, als wir sie auf Mallorca zum Gespräch treffen. „Die Probanden waren also alles andere, als ausgeruht, als sie richtig Gas geben mussten.“

Seit letztem Jahr gibt es nun sogar die Steigerung, die QXL-Rings. Doch was macht sie besonders? Laut O’Hara versprechen die Q-Rings einen Wattvorteil von 6.2 Prozent. Die wesentlich ovaleren QXL sollen einen ähnlichen Vorteil bieten. Allerdings ist die entsprechende Studie noch nicht publiziert. Für wen aber eignen sie sich? O’Hara hat eine Antwort parat: „Der Einsatz der QXL ist vom Typ abhängig. Es gibt Fahrer, die von der Trittergonomie her besser mit den wesentlich ovaleren Blättern zurecht kommen. Allerdings sollten diese Fahrer es gewohnt sein, hohe Frequenzen zu treten – auch bei dicken Gängen.“

Eine Besonderheit der ovalen Blätter ist, dass sie in verschiedenen Positionen an die Kurbel montiert werden können. Die Ausrichtung orientiert sich dabei an den individuellen Anforderungen des Benutzers. Denn nur in der wirklich korrekten Anbringungen, verhelfen sie zu einer besseren Trittergonomie und dadurch zu mehr Effizienz.



Das ist auch bei den QXL so. „Das Design ist ein wichtiger Aspekt bei der Herstellung der QXL-Rings“, sagt O’Hara. Bei der Fräsung wird daher höchste Präzision verlangt. Wir durften einen Eindruck davon bekommen, den wir euch nicht vorenthalten möchten.

rotor4# Das Gewicht spielt bei aller Aerodynamik auch eine Rolle. Die Aussparungen sparen einige Gramm.

rotor1# Die fertig gefrästen Rohlinge werden in Kisten gelagert.



rotor3# Diese QXL warten nur auf ihre Lackierung.

rotor2# Die Form ist zweifelsohne markant.

Nach der Fräsung erhalten die Blätter ihren bekannten schwarzen Look. Einige Fahrer dürfen sich zudem über individuell gestaltete Blätter freuen – Ironman-Hawaii-Gewinner Fred van Lierde beispielsweise, oder aber auch der wohl derzeit bekannteste Nutzer von Rotors ovalen Blättern: Rui Costa. Der Portugiese, der im vergangenen Jahr Weltmeister wurde, vertraut erst seit seinem Wechsel zu Lampre-Merida die versteckte Kraft ovalen Rotor-Blätter.



ohara costa# Rui Costa bekommt seine Analyse aus erster Hand: die Entwicklerin Christie O’Hara hilft ihm bei der Findung der richtigen Blattposition.

Stichworte:Christie O'HaraNewsQ-RingsQXL-RingsRotorRui Costa

Über die Redaktion

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