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Radsport

Radsport: Vierte Etappe Paris-Nizza: Doppelsieg für Sky

12. März 2015 by Michael Faiß

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Radsport: Vor einigen Minuten gewann der Australier Richie Porte vor seinem Sky-Teamkollegen Geraint Thomas die vierte Etappe von Paris-Nizza. Die beiden Sky-Profis ließen der Konkurrenz nach einer enorm kräftezehrenden Etappe keine Chance. Überraschungsdritter ist Michael Kwiatkowski, der sich damit auch das Gelbe Trikot zurückholt.

Heute wie gestern glückte schon früh am Tag ein Ausreißversuch: Antoine Duchesne (Europcar), Thomas De Gendt (Lotto-Soudal) und Chris-Anker Sörensen (Tinkoff-Saxo) setzten sich nach Kilometer 14 vom Feld ab. Sagenhafte 150km konnte sich das Trio an der Spitze behaupten, obwohl das Peloton unter Führung von ag2r und Sky zwischenzeitlich immer wieder das Tempo anzog. Als erster verabschiedete sich Antoine Duchesne von der Spitze – seine beiden Weggefährten, De Gendt und Sörensen hielten sich sogar noch weitere 30km vorn, bis sie sich schließlich dem immer stärker werdenden Druck beugen mussten. De Gendt konnte mit dieser Energieleistung immerhin die Führung in der Bergwertung übernehmen.



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Als sich das ohnehin immer kleiner werdende Peloton langsam auf den finalen, 10km langen Anstieg zubewegte, fiel ein Fahrer nach dem anderen zurück. Von den Top 10 Fahrern in der Gesamtwertung konnten sich lediglich Michael Kwiatkowski und Geraint Thomas vorn behaupten, alle anderen mussten nach und nach abreißen lassen. Tony Martin mobilisierte letzte Reserven und blieb bis 4km vor dem Ziel mit in der Spitzengruppe, musste dann allerdings ebenso aufstecken.

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Aus der ca. 20 Fahrer umfassenden Gruppe setzten sich dann 7km vor dem Ziel Simon Spilak (Katusha), Jakob Fuglsang (Astana) und Geraint Thomas (Sky) ab und konnten zwischenzeitlich auf 10 Sekunden davonziehen. Die Verfolgergruppe führte unter anderem der Pole Michael Kwiatkowski an, der eine bärenstarke Leistung zeigte, die angesichts des Etappenprofils wohl kaum jemand von ihm erwartet hätte. Doch dem großen Teil dieser inzwischen ca. ein Dutzend Fahrer waren die Strapazen anzumerken – am Offensichtlichsten wurden sie bei dem 24-jährigen Rubén Fernandéz von Movistar, der sich in einer Kurve kurz umblickte und dann einfach die Kontrolle über sein Rad verlor und stürzte. Er kam dennoch als 17. ins Ziel.

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Das Finale hatte es dann in sich: 2km vor der Ziellinie machte sich Richie Porte auf den Weg, das Spitzentrio einzufangen. Kwiatkowski versuchte mitzuhalten, musste aber nach wenigen Metern bereits einsehen, dass er gegen Porte am heutigen Tage keine Chance hatte. Porte schloss zu Spilak, Fuglsang und Thomas auf, zog am Trio vorbei und sein Teamkollege Thomas heftete sich sogleich an sein Hinterrad. Am Ende war es eine Machtdemonstration der beiden Sky-Profis, die 8 Sekunden vor dem Drittplatzierten Michael Kwiatkowski ins Ziel kamen. Der Pole in Diensten von Etixx-Quick Step konnte sich aber Gelb zurückholen mit einer Sekunde Vorsprung vor Richie Porte. Martin und Degenkolb fallen nach der heutigen Etappe natürlich aus den Top 10.



Paris-Nizza, 4. Etappe, Endresultat

[easytable th=“0″]

1.,Richie Porte,AUS,Sky,05:18:39



2.,Geraint Thomas,GBr,Sky,

3.,Michael Kwiatkowski,POL,Etixx-Quick Step,0:00:08

4.,Jakob Fuglsang,DEN,Astana,



5.,Tejay Van Garderen,USA,BMC,0:00:17

6.,Rui Costa,POR,Lampre-Merida,0:00:24

7.,Tony Gallopin,FRA,Lotto-Belisol,



8.,Fabio Aru,ITA,Astana,

9.,Rafael Valls,SPA,Lampre-Merida,

10.,Simon Spilak,SVK,Katusha,



[/easytable]

Paris-Nizza, 12. März, Gesamtwertung

[easytable th=“0″]


1.,Michael Kwiatkowski,POL,Etixx-Quick Step,19:44:11

2.,Richie Porte,AUS,Sky,0:00:01

3.,Geraint Thomas,GBr,Sky,0:00:03



4.,Tejay Van Garderen,USA,BMC,0:00:27

5.,Jakob Fuglsang,DEN,Astana,0:00:32

6.,Tony Gallopin,FRA,Lotto-Belisol,0:00:38



7.,Rui Costa,POR,Lampre-Merida,0:00:41

8.,Jon Izagirre Insausti,SPA,Movistar,0:00:44

9.,Tiago Machado,POR,Katusha,0:00:50



10.,Rafael Valls,SPA,Lampre-Merida,0:00:51

[/easytable]

 



Stichworte:NewsParis-NizzaRichie PorteTicker

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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