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Radsport: Teamvorstellungen 2017: Movistar Team

20. Dezember 2016 by Michael Behringer

Radsport: Eine weitere erfolgreiche Saison liegt hinter dem spanischen Team von Movistar – und die nächste soll natürlich folgen. Die Voraussetzungen dafür sind gut, jedoch muss man einen empfindlichen Aderlass unter der Bergfahrerfraktion verkraften.

Movistar Team 2017: Transfers

Abgänge

Dies ist der Box-Titel


Juan Jose Lobato (LottoNL-Jumbo)
Giovanni Visconti (Bahrain-Merida)
Javi Moreno (Bahrain-Merida)
Ion Izaguirre Inxausti (Bahrain-Merida)
Francisco Ventoso (BMC)

Zugänge

Dies ist der Box-Titel


Daniele Bennati (Tinkoff)
Víctor De La Parte (CCC)
Richard Carapaz (Lizarte)
Carlos Barbero (Caja Rural)



Team 2017 (vorläufig)

Dies ist der Box-Titel

Andrey Amador
Winner Anacona
Jorge Arcas
Carlos Barbero
Daniele Bennati
Carlos Betancur
Richard Carapaz
Héctor Carretero
Jonathan Castroviejo
Víctor de la Parte
Alex Dowsett
Imanol Erviti
Rubén Fernández
José Herrada
Jesús Herrada
Gorka Izagirre
Adriano Malori
Daniel Moreno
Nelson Oliveira
Antonio Pedrero
Nairo Quintana
Dayer Quintana
Joaquín José Rojas
Marc Soler
Rory Sutherland
Jasha Sütterling
Alejandro Valverde



Movistar Team 2017: Teamräder und Ausstattung

Als eines von zwei WorldTour Teams fährt Movistar auch 2017 wieder mit Rädern des Koblenzer Herstellers Canyon. Dabei werden Nairo Quintana und seine Kollegen auch wieder auf fast komplett neues Material zurückgreifen – das Canyon Ultimate CF SLX wurde für die vergangene Saison neu aufgelegt, das Speedmax CF SLX erblickte in diesem Jahr das Licht Welt und das Aerorad bietet wenig Grund für eine Neuauflage.



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Spannend wird es an der Bremsenfront: Nicht nur, weil Canyon nun für alle seine Modelle auch offiziell Versionen für Scheibenbremsen präsentierte, sondern auch weil Movistar-Ausrüster Campagnolo nun doch schon seit einiger Zeit an seiner ersten Disc-Brake bastelt.

Movistar Team 2017: Empfindlicher Aderlass in den Bergen

Wie bereits in den drei Jahren zuvor hat das Team Movistar auch 2016 das UCI WorldTour Teams Ranking gewonnen. Der ganz große Triumph bei der Tour de France wurde ihnen jedoch auch in diesem Jahr verwehrt, denn Nairo Quintana war im Duell gegen Chris Froome am Ende chancenlos und landete sogar nur auf Rang drei. Besser lief es dann bei der Vuelta a Espana, als der kleine Kolumbianer den Spieß umdrehen konnte. Die gesamte Saison lässt sich am besten mit einfachen Zahlen beschreiben: 36 Siege und 65 weitere Podiumsplatzierungen sprechen eine eindeutig positive Sprache. Neben Nairo Quintana war einmal mehr Alejandro Valverde für viele Top-Ergebnisse zuständig. Der mittlerweile 36-jährige Spanier lässt auch im hohen Radsport-Alter nur sehr leicht nach. Er stellte mit seinem vierten Sieg beim Flèche Wallonne einen neuen Rekord auf und bestritt zudem alle drei großen Landesrundfahrten. Nach Rang drei beim Giro d’Italia und Platz sechs bei der Tour de France reichte es zwar bei der Vuelta a Espana nur noch zum zwölften Rang, doch die Saison verlief für Valverde und Movistar im Allgemeinen dennoch absolut zufriedenstellend.




Neben den beiden Superstars von Movistar hatte vor allem auch Ion Izagirre seinen Anteil daran. Ihm gelang in dieser Saison der Durchbruch mit einem Etappensieg bei der Tour de France und Top-Platzierungen in der Gesamtwertung der Tour de Romandie (3.), der Tour de Suisse (2.) und Paris-Nizza (5.). Der 27-jährige präsentierte sich mehrfach als guter Zeit- und Bergfahrer. Wer jedoch erwartet hätte, dass das Team Movistar Ion Izagirre nun als Valverde-Nachfolger aufbauen würde, der hat sich leider getäuscht. Er wird 2017 nämlich für das neue Team Bahrain-Merida an den Start gehen. Ebenso übrigens wie seine Teamkollegen Javier Moreno und Giovanni Visconti. Damit verliert das Team Movistar  direkt drei starke Bergfahrer auf einmal. Die Mannschaft verlassen hat zudem auch der Sprinter Juan Jose Lobato. Als namhafter Neuzugang bezeichnet werden kann lediglich der Italiener Daniele Bennati. Bei Carlos Barbero handelt es sich immerhin um einen sehr talentierten Mann, der vom Team Caja Rural zu Movistar stoßen wird. Dennoch wird sich insgesamt sicherlich der Aderlass bemerkbar machen, denn gerade in den Bergen hat man doch ordentlich Einbußungen hinnehmen müssen. Zudem wird Valverde nicht jünger und muss irgendwann auch tatsächlich merkbar mit seinen Leistungen nachlassen. Dann sind vor allem Fahrer wie Carlos Alberto Betancur, Winner Anacona und die Herrada-Brüder gefragt, um die Lücke zu schließen.

Stichworte:CanyonMovistarNews

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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