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Radsport: Paris-Nizza Etappe #7: Henao übernimmt bei Porte-Sieg die Führung

11. März 2017 by Michael Behringer

Radsport: Die spannende 7. Etappe bei Paris-Nizza geht an Richie Porte (BMC). Der Australier erwies sich heute als der stärkste Bergfahrer. In der Gesamtwertung spielte er jedoch ohnehin keine Rolle mehr. Dort gab es einen spannenden Kampf zwischen Alberto Contador (Trek-Segafredo), Daniel Martin (Quick-Step Floors) und Sergio Henao (Sky). Während Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors) heute chancenlos war, eroberte Henao die Führung und steht nun vor dem Gesamtsieg bei Paris-Nizza.

Col de la Couillole – Rekord bei Paris-Nizza

Das heutige siebte Teilstück der Fernfahrt Paris-Nizza wurde bereits im Vorfeld als die Königsetappe bezeichnet. Und das völlig zurecht, denn es sollte die höchste Bergankunft erreicht werden, die je bei dieser Rundfahrt auf dem Programm stand. Der Col de la Couillole liegt 1.678 Meter über Meereshöhe. Dort hinauf mussten die Fahrer heute auf der insgesamt 177 Kilometer langen Etappe radeln. Und das, obwohl sie am Start doch eigentlich schon in Nizza – dem Ziel der Rundfahrt –  angekommen waren. Aber die Veranstalter schickten das Peloton noch einmal nördlich in die Alpen. So galt es gleich nach dem Start die die Côte de Gattieres (2. Kat.) und den Col de Vence (1. Kat.) zu bewältigen. Danach sollte ein ziemlich langes Flachstück folgen, bevor 37 Kilometer vor dem Ziel der Col de Saint Martin (1. Kat.) und schließlich am Ende noch der besagte Col de la Couillole (1. Kat) zu bezwingen war. Mit einer Länge von 15,7 Kilometern und einer durchschnittlichen Steigung von nicht weniger als 7,1 Prozent sollte dieser Schlussanstieg etwas für die echten Kletterer sein.

Lilian Calmejane erobert das Bergtrikot

Mit Lilian Calmejane (Direct Energie), Axel Domont (Ag2r), Omar Fraile (Dimension Data), Jan Polanc (UAE), Delio Fernandez (Delko Marseille) und Pierre-Luc Pérrichon (Fortuneo-Vital Concept) haben sich sechs Fahrer früh im ersten Anstieg abgesetzt. Heute ging es ja nicht nur im den Tagessieg und die Gesamtwertung, sondern auch um die Berwertung. Calmejane hat die ersten beiden Bergpreise für sich entschieden. Doch Domont – der aktuelle Träger des Trikots – konnte mit seinen zweiten Plätzen jeweils ebenfalls Punkte sammeln. Ein spannender Kampf also auch um dieses Trikot. Calmejane war das Tempo dann wohl zu langsam, denn er ließ seine Begleiter stehen, die wenig später auch vom Feld eingeholt wurden. Auch den dritten Bergpreis des Tages sicherte sich Calmejane, womit er die Führung in dieser Wertung übernehmen konnte. Im Hauptfeld übernahm indess das Team Sky das Kommando.



Richie Porte lässt sie alle stehen

Einen Vorsprung von 47 Sekunden nahm Calmejane mit in den Schlussanstieg. Es war klar, dass das nicht für den Tagessieg reichen würde. Spätestens nach der Attacke von Diego Ulissi (UAE) war es um ihn geschehen. Derweil verlor Tony Gallopin (Lotto-Soudal) den Anschluss und wenig später konnte auch der Gesamtführende Julian Alaphiippe (Quick-Step Floors) dem Tempo nicht mehr folgen. Die Gruppe der Favoriten wurde durch die Tempoarbeit von Jarlinson Pantano (Trek-Segafredo) immer kleiner. Er bereitete eine Attacke von seinem Kapitän Alberto Contador (Trek-Segafredo) vor. Doch zu dieser kam es gar nicht erst. Denn Richie Porte (BMC) ließ plötzlich alle Kontrahenten stehen. Kein Problem in Sachen Gesamtwertung, denn der Australier liegt weit zurück. Doch den Tagessieg konnte ihm keiner mehr streitig machen.

Sergio Henao übernimmt die Führung

Während der Etappensieg bereits weg war, duellierten sich dahinter Alberto Contador und Sergio Henao (Sky) um die Führung in der Gesamtwertung. Doch auch Daniel Martin (Quick-Step Floors) war noch mit dabei. Der Ire bekam freie Fahrt, nachdem den sportlichen Leitern bewusst wurde, dass Alaphiippe heute chancenlos war. Dann kam sie doch noch, die Attacke von Alberto Contador. Er ließ seine Begleiter stehen und sicherte sich mit einem Rückstand von 21 Sekunden den zweiten Platz am heutigen Tage. Doch Henao konnte er nicht ausreichend Zeit abnehmen. Der Kolumbianer kam hinter Daniel Martin elf Sekunden hinter Contador als Dritter ins Ziel und übernimmt damit die Führung in der Gesamtwertung. Er liegt nun 30 Sekunden vor Martin und 31 Sekunden vor Contador. Alaphiippe hingegen büßte heute satte 2:40 Minuten ein.

Paris-Nizza Etappe #7: Das Tagesergebnis

PlatzFahrerLandTeamZeit
1.Richie PorteAustralienBMC5:01:35
2.Alberto ContadorSpanienTrek-Segafredo+0:21
3.Daniel MartinIrlandQuick-Step Floors+0:32
4.Sergio HenaoKolumbienSky+0:32
5.Ion IzagirreSpanienBahrain-Merida+0:55
6.Jakob FuglsangDänemarkAstana+1:07
7.Pierre LatourFrankreichAg2r+1:11
8.Ilnur ZakarinRusslandKatusha-Alpecin+1:21
9.Marc SolerSpanienMovistar+1:21
10.Gorka IzagirreSpanienMovistar+1:21


Paris-Nizza Etappe #7: Die Gesamtwertung

PlatzFahrerLandTeamZeit
1.Sergio HenaoKolumbienSky27:01:15
2.Daniel MartinIrlandQuick-Step Floors+0:30
3.Alberto ContadorSpanienTrek-Segafredo+0:31
4.Gorka IzagirreSpanienMovistar+1:00
5.Julian AlaphilippeFrankreichQuick-Step Floors+1:22
6.Ilnur ZakarinRusslandKatusha-Alpecin+1:34
7.Ion IzagirreSpanienBahrain-Merida+1:41
8.Tony GallopinFrankreichLotto Soudal+3:22
9.Warren BarguilFrankreichSunweb+4:07
10.Simon YatesGroßbritannienOrica-Scott+4:39
Stichworte:AlaphilippeCalmejaneHenaoNewsParis-Nizza

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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