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Radsport: Vuelta a España 2017 Vorschau: Das sind die Favoriten auf den Gesamtsieg

16. August 2017 by Michael Behringer

Froome

Radsport: Am Samstag beginnt mit der Vuelta a España die letzte Grand Tour des Jahres. Mit am Start stehen wird fast alles, was Rang und Namen hat – zumindest im Bezug auf das Gesamtklassement. Mit Nairo Quintana (Movistar) fehlt der Titelverteidiger, mit Alejandro Valverde (Movistar) der wohl beste Fahrer dieses Jahrzehnts. Trotzdem liest sich die Startliste für die Bergetappen wie ein BestOf. Kein Wunder, dass wir uns bei der Auswahl der Kandidaten für die Top 10 kaum entscheiden konnten …

Die 5 Topfavoriten auf das Podium

  • Chris Froome (Sky)
    Romain Bardet (Ag2r)
    Fabio Aru (Astana)
    Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida)
    Esteban Chaves (Orica-Scott)

Es kann nur einen geben. Auch bei der Vuelta a España wird am Ende nur einer ganz oben stehen. Doch es scheint noch nie so schwer gewesen zu sein, diesen einen Profi zu nennen. Chris Froome geht als Favorit ins Rennen, doch bei der Frankreich-Rundfahrt haben wir gesehen, dass er nicht unschlagbar ist. Romain Bardet und Fabio Aru waren nah dran. Am Ende hat ihnen vor allem das Zeitfahren einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bei der Vuelta sind traditionell die Bergfähigkeiten noch wichtiger. Das kommt auch Vincenzo Nibali und Esteban Chaves gelegen. Die beiden haben aber ihre Topform in diesem Jahr noch nicht gefunden – vielleicht kommt sie nun in Spanien? Chris Froome jedenfalls wird deutlich angreifbarer sein als bei der Tour de France. Sein Team ist weniger stark und das Profil kommt ihm weniger gelegen. Vor allem die Mannschaften Orica-Scott und Astana könnten taktisch eine entscheidende Rolle spielen.

Vuelta a España ChavesStrahlemann Chaves hat es im letzten Jahr auf’s Podium geschafft. Wie gut ist er 2017 in Form?



15 Herausforderer bei der Vuelta a España 2017

  • Miguel Angel Lopez (Astana)
    Tejay Van Garderen (BMC)
    Rafal Majka (Bora-hansgrohe)
    Davide Formolo (Cannondale-Drapac)
    Andrew Talansky (Cannondale-Drapac)
    Daniel Moreno Fernandez (Movistar)
    Adam Yates (Orica-Scott)
    Simon Yates (Orica-Scott)
    Bob Jungels (Quick-Step Floors)
    Ilnur Zakarin (Katusha-Alpecin)
    George Bennett (LottoNL-Jumbo)
    Steven Kruijswijk (LottoNL-Jumbo)
    Warren Barguil (Sunweb)
    Louis Meintjes (UAE)
    Alberto Contador (Trek-Segafredo)

Nicht weniger als 15 Herausforderer haben wir (mindestens) gezählt. Dabei fällt es schwer, jemanden komplett aus der Liste zu streichen. Alle genannten Fahrer haben das Potential, bei der diesjährigen Vuelta a España ganz vorn reinzufahren. Rafal Majka zum Beispiel musste die Tour de France frühzeitig aufgeben. Dass er das Potential für das Podium hat, ist unbestritten. George Bennett hat die große Schleife ebenso vor Paris verlassen, fuhr bis dahin jedoch in den Top 10 der Gesamtwertung herum. Ein Steven Kruijswijk hätte im letzten Jahr den Giro d’Italia fast gewonnen – wäre da nicht der fatale Sturz in den Schneeberg gewesen. Die Yates-Brüder haben genauso wie Andrew Talansky bereits bei einer Grand Tour bewiesen, dass man die Rechnung der Top 10 nicht ohne sie machen sollte. Louis Meintjes, Ilnur Zakarin, Bob Jungels, Tejay Van Garderen … all diese Fahrer gehören in den Bergen zu den besten Profis und können auch bei dieser Rundfahrt um das Podium mitfahren. Von Alberto Contador ganz zu schweigen. Der Spanier wird seine Karriere am Ende der Saison beenden. Kann er noch einmal zum ganz großen Schlag ausholen? Bei dieser Besetzung wären die Top 10 wohl schon ein großartiges Ergebnis …

Vuelta a Espana Contador
Immer häufiger haben wir in den vergangenen Monaten einen schwer gezeichneten Alberto Contador gesehen. Bei der diesjährigen Vuelta feiert er seinen Abschied. Was kann er noch erreichen?
Stichworte:FavoritenFroomeNewsVorschauVuelta

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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