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Radsport: Vuelta a España Etappe #10: Trentin ist Rojas im Zweiersprint überlegen

29. August 2017 by Michael Behringer

Trentin Matteo Quick-Step Vuelta

Radsport: Matteo Trentin und sein Team Quick-Step Floors haben bei der Vuelta a España schon wieder gewonnen. Während der Italiener damit zum zweiten Mal in Spanien jubelt, freut sich sein Team schon über den vierten Erfolg. Zusammen mit dem Spanier Jose Joaquin Rojas (Movistar) konnte sich Trentin aus einer 18 Mann starken Ausreißergruppe lösen. Im Duell der beiden sprintstarken Piloten ließ er Rojas keine Chance. In der Gesamtwertung holte sich Nicolas Roche (BMC) einige Sekunden zurück.

18 Mann setzen sich nach 2 Stunden ab

Nach dem wohlverdienten Ruhetag gestern ging es für die Fahrer heute wieder aufs Rad. Die 179 verbliebenen Profis hatten von Caravaca nach ElPozo Alimentación 164,8 Kilometer zurückzulegen. Zwei kategorisierte Anstiege galt es zu überwinden. Der letzte Berg – der Alto de Morrón de Totana – gehört zur ersten Kategorie und stand nach 143 Kilometern an. Da es danach noch viele Kilometer ins Ziel ging, war diese Etappe ein klassisches Teilstück für die Ausreißer. Doch erst nach 94 Kilometern und einer Fahrzeit von über zwei Stunden bildete sich die 18 Mann starke Spitzengruppe des Tages, darunter Daniel Moreno (Movistar), Luis Leon Sanchez (Astana), Alexandre Geniez und der deutsche Nico Denz (Ag2r). Das Peloton ließ die Ausreißer gewähren.

Trentin lässt Rojas nicht den Hauch einer Chance

Die Gruppe an der Spitze zerfiel erwartungsgemäß im letzten Anstieg. Jose Joaquin Rojas (Movistar), Matteo Trentin (Quick-Step Floors), Jacques Janse Van Rensburg (Dimension Data) und Jaime Roson (Caja Rural) konnten sich von ihren Begleitern lösen. In der Abfahrt hinab zum Zielort waren es dann die beiden sprintstarken Piloten Trentin und Rojas, die aus dem Quartett zwei Duos und damit die Entscheidung um den Etappensieg herbeiführten. Rojas trat in der Zielgeraden zuerst an. Aber Trentin hatte keine Mühe, den Spanier locker und leicht zu übersprinten. Damit gewann der Italiener seine zweite Etappe bei der diesjährigen Vuelta a España. Auch dem Punktetrikot kommt er damit ein gutes Stück näher.



Trentin Matteo Vuelta
Das Selbe in Grün: Trentin und Quick-Step Floors jubeln schon wieder.

Roche entwischt – sonst alles beim Alten

Als das Peloton im Schlussanstieg war, kam es kurz vor dem Gipfel zu einer Attacke von Vincenzo Nibali (Bahrain Merida). Der Italiener konnte sich vor der abschließenden Abfahrt ein paar Meter Vorsprung erarbeiten. Leader Chris Froome (Sky) und Co. waren jedoch aufmerksam. Die Lücke konnte rund acht Kilometer vor dem Ziel wieder geschlossen werden. Dann machte sich Nicolas Roche (BMC) unbemerkt aus dem Staub. 29 Sekunden fuhr der Ire auf seine Kontrahenten heraus. Damit liegt er nun zwar im Gesamtklassement weiterhin auf Rang drei, doch jetzt ist er zeitgleich mit Esteban Chaves. Ansonsten kam es zu keinen Veränderungen in den Top 10. Das sollte morgen aber anders sein. Dann geht es am Ende der Etappe mit dem Alto de Velefique und dem Observatorio Astronómico de Calar Alto zur Abwechslung ein paar Kilometer mehr bergan.

Vuelta a España Etappe #10 Tageswertung

PlatzFahrerLandTeamZeit
1.Matteo TrentinItalienQuick-Step Floors3:34:56
2.José Joaquín RojasSpanienMovistar+0:01
3.Jaime RosonSpanienCaja Rural+0:19
4.Jacques Janse Van RensburgSüdafrikaDimension Data+0:21
5.Alexandre GeniezFrankreichAg2r+0:56
6.Marc SolerSpanien Movistar+0:59
7.Luis Leon SanchezSpanienAstana+2:22
8.Alessandro De MarchiItalienBMCst
9.Arnaud CourteilleFrankreichFDJ+2:40
10.Rafael ReisPortugalCaja Rural+3:05


Vuelta a España Etappe #10 Gesamtwertung

PlatzFahrerLandTeamZeit
1.Chris FroomeGroßbritannienSky40:12:44
2.Esteban ChavesKolumbienOrica-Scott+0:36
3.Nicolas RocheIrlandBMCst
4.Vincenzo NibaliItalienBahrain-Merida+1:17
5.Tejay Van GarderenUSABMC+1:27
6.David de la CruzSpanienQuick-Step Floors+1:30
7.Fabio AruItalienAstana+1:33
8.Michael WoodsKanadaCannondale-Drapac+1:52
9.Adam YatesGroßbritannienOrica-Scott+1:55
10.Ilnur ZakarinRusslandKatusha-Alpecin+2:15

 

Stichworte:NewsrocherojastrentinVueltaVuelta a Espana

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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