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Teamvorstellung: Bahrain – McLaren muss 2020 den großen Umbruch meistern

12. Dezember 2019 by Michael Behringer

Bahrain - McLaren Teamvorstellung

Radsport: Eigentlich wurde das Team Bahrain – Merida vor einigen Jahren für Vincenzo Nibali gegründet. Doch jetzt verlässt der Italiener mit einigen Landsmännern die Mannschaft. Gemeinsam mit dem neuen Sponsor McLaren muss die Teamleitung nun einen nicht ganz so einfachen Umbruch meistern.

Bahrain - McLaren Teamvorstellung Nibali Bahrain - McLaren Teamvorstellung Teuns

Bahrain – Merida 2019: Das war viel zu wenig

Trotz 17 Saisonsiegen muss das Jahr 2019 von Bahrain – Merida als schwach bezeichnet werden. Die erhofften Erfolge bei wichtigen Rennen in der WorldTour blieben aus. Dylan Teuns gewann die sechste Etappe der Tour de France, Vincenzo Nibali konnte das 20. Teilstück für sich entscheiden. Doch der ganz große Wurf – in der Gesamtwertung ganz vorn mitzuspielen – blieb aus. So belegt das Team Bahrain – Merida im UCI WorldTour-Ranking nur Rang #13, obwohl Leader Nibali beim Giro d’Italia Zweiter wurde. Positiv: Der Italiener Sonny Colbrelli konnte ebenso einen Schritt nach vorn machen, wie der Ukrainer Mark Padun. Auch Dylan Teuns und Matej Mohoric unterstrichen, dass sie keine Eintagesfliegen sind und auch in den kommenden Jahren Erfolge einfahren können.



Transfers: Nibali & Dennis sind nicht ersetzbar

Dass das Jahr 2019 für Bahrain – Merida nicht nach Wunsch verlief, sieht man vor allem an zwei Personalien. Vincenzo Nibali feierte nur einen Saisonsieg. Den Gesamtsieg beim Giro d’Italia verlor er durch Streitereien mit Primoz Roglic. Und Rohan Dennis wurde zwar zum Jahresende Weltmeister im Zeitfahren, doch dabei fuhr er teamfremdes Material. Auch deshalb hat sich Bahrain – McLaren, wie die Mannschaft 2020 heißen wird, von ihren beiden Stars getrennt. Außerdem geht mit Domenico Pozzovivo ein weiterer starker und sehr erfahrener Kletterer. Die weiteren Abgänge fallen nicht besonders schwer ins Gewicht. Dafür hat Bahrain – McLaren selbst einige namhafte Profis unter Vertrag genommen. Mit Mikel Landa vom Team Movistar und Wout Poels von Ineos wird nicht nur die Konkurrenz geschwächt, sondern auch das eigene Aufgebot für eine Grand Tour gestärkt. Beide Profis haben bereits gezeigt, dass sie selbst bei einer großen Landesrundfahrt in die Top 10 fahren können. Nun erhalten sie im Team Bahrain – McLaren eine Kapitänsrolle. Ihnen helfend zur Seite stehen werden in den Bergen Eros Capecchi, Pello Bilbao und Rafael Valls, die ebenfalls neu zur Mannschaft stoßen. Für die Sprints wurde Mark Cavendish verpflichtet.

Bahrain – McLaren 2020: Besserung nicht garantiert

Auch wenn gerade die Abgänge von Vincenzo Nibali und Rohan Dennis schwer wiegen, hat sich Bahrain – McLaren für die kommende Saison personell verstärkt. Mit Mikel Landa und Wout Poels kann man bei den großen Landesrundfahrten vorn mitfahren. Auch kletterstarke Helfer wurden hinzugeholt. Rein auf dem Papier spricht der neue Kader also eher für eine bessere Saison. Doch diese Besserung ist nicht garantiert, wenn wir die Konstanz der Neulinge betrachten. Gerade bei Mikel Landa wissen wir nie, in welcher Form er zu einer Rundfahrt antritt. Wout Poels wird erstmals als Kapitän in eine große Landesrundfahrt starten. Und die besten Zeiten von Sprinter Mark Cavendish scheinen vorbei zu sein. Doch vielleicht kann der Deutsche Phil Bauhaus einiges von ihm lernen. Wächst die Truppe schnell zusammen und die jüngeren Profis entwickeln sich gut, kann die Saison 2020 ein Erfolg werden. Doch alles wird davon abhängen, ob die namhaften Neuzugänge halten, was sie versprechen.

Hier geht’s zum kompletten Kader von Bahrain – McLaren.



First thoughts on the new kit? 😍#TeamBahrainMcLaren @LeColUK pic.twitter.com/9BIvEMyhTn

— Team Bahrain Merida (@Bahrain_Merida) December 9, 2019



Stichworte:Bahrain - McLarenBahrain MeridaNewsTeamvorstellung

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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