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Radsport Highlights: Iljo Keisse rettet sich in der Türkei nur um Zentimeter

3. Mai 2020 by Michael Behringer

Iljo Keisse Türkei 2012

Radsport Highlights: Ausreißer erleben meist das bittere Schicksal, kurz vor dem Ziel relativ kontrolliert und sicher wieder eingeholt zu werden. Iljo Keisse wollte dies 2012 bei der Türkei-Rundfahrt nicht einsehen. Der Belgier wehrte sich bis auf die letzten Meter. Auch ein Sturz konnte ihn nicht aufhalten.

Iljo Keisse Türkei 2012 Iljo Keisse Türkei 2012

Iljo Keisse soll einen Massensprint gewonnen haben?

Schauen wir uns das Ergebnis der siebten Etappe der Türkei-Rundfahrt von 2012 an, deutet alles auf einen Massensprint hin. 126 Fahrer wurden nach 123,8 Kilometern von Kusadasi nach Izmir mit der gleichen Zeit gemessen. Wenn wir aber dann den Namen des Siegers realisieren – nämlich Iljo Keisse – dann dürften bei allen Radsport-Kennern Zweifel aufkommen. Der soll vor Marcel Kittel, Alessandro Petacchi und co. einen Massensprint gewonnen haben? Nein, hat er nicht. Der Belgier ist nämlich absolut nicht als Sprinter bekannt. Er kommt von der Bahn und hat dort schon mehrfach den Europameistertitel im Madison eingefahren. Auf der Straße hält er sich im Hintergrund und schuftet meist für seine Teamkapitäne. Doch diesmal sollte er im Rampenlicht stehen. Denn Iljo Keisse ist an diesem 28. April 2012 ein wahrer Ausreißer-Coup gelungen.

Das altbekannte Spiel: Sprinter gegen Ausreißer

Sieben Ausreißer haben an diesem Tag einen Vorsprung von mehr als drei Minuten herausgefahren. Doch das Hauptfeld schien auf dieser Flachetappe alles im Griff zu haben. Die Teams Rabobank, Argos – Shimano und Lampre – ISD wollten für ihre Leader Mark Renshaw, Marcel Kittel und Alessandro Petacchi einen Massensprint erzwingen. Bei einem Abstand von noch einer Minute und zehn zu fahrenden Kilometern sollte die Rechnung für sie aufgehen. Wie so oft wurde eine Punktlandung angestrebt. Als sich Iljo Keisse vom Team Omega Pharma – Quick-Step fünf Kilometer vor dem Ziel von seinen sechs Begleitern löste, schien endgültig alles für die Mannschaften der Sprinter zu laufen. Wie soll sich denn ein Fahrer ganz allein gegen diese heranstürmende Horde wehren können?



Einer gegen Alle

Doch Iljo Keisse nahm immerhin einen Vorsprung von 40 Sekunden mit auf die letzten fünf Kilometer. Der damals 29-Jährige war zwar nicht als besonders starker Zeitfahrer bekannt, aber durch seine Erfolge auf der Bahn hätte man wissen müssen, dass er kurze Distanzen in der Ebene durchaus mit hohem Tempo absolvieren kann. So nahmen ihn auch die Teams der Sprinter ernst. Auf ein taktisches Geplänkel wurde verzichtet. Dann spitzte sich das Drama zu. 900 Meter vor dem Ziel kam Iljo Keisse in einer Rechtskurve zu Fall. Doch nicht nur das. Dem damals 29-Jährigen sprang auch noch die Kette raus.

Auch der Sturz kann Iljo Keisse nicht stoppen

Die Kameras der TV-Übertragung schwenkten um. So bekamen die Zuschauer aus der Vogelperspektive wieder das Peloton zu Gesicht, welches nur Sekunden später den immer noch in der Kurve stehenden Iljo Keisse überholt. Dachte man. Doch dem war nicht so. Denn der Belgier saß bereits wieder auf seinem Drahtesel und befand sich immer noch vor dem Hauptfeld. Im Hintergrund konnten die Zuschauer beobachten, wie das Peloton gerade die ehemaligen Begleiter von Iljo Keisse überholt. Und sie kommen immer näher. Auch für Iljo Keisse kann es nicht reichen … noch 200 Meter . noch 100 Meter … noch 50 Meter … KEISSE GEWINNT!

Iljo Keisse:
„Mir fehlen die Worte. Ich bin überglücklich. Ich wusste, dass die letzte Kurve nicht einfach sein würde. Deshalb bin ich es ruhig angegangen, aber dennoch bin ich weggerutscht. Mein erster Gedanke war: Was soll ich tun? Ich bin aber ruhig geblieben, habe die Kette wieder aufgelegt und habe dann die Fahrt meines Lebens geliefert. Es war ein tolles Gefühl.“



Stichworte:Iljo KeisseNewsRadsport GeschichteRadsport HighlightsTürkei-Rundfahrt

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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