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Giro d'ItaliaRadsportStraßenradsport

Giro d'Italia #9 Vorschau: Der Blockhaus fordert die Klassementfahrer

14. Mai 2022 by Michael Behringer

Radsport: Der Giro d’Italia kommt so langsam in Fahrt. Morgen müssen die Profis am Ende der Etappe den gefürchteten Blockhaus erklimmen. Wer gewinnt? Wer holt sich das Rosa Trikot?

Giro d'Italia 2022 Etappen

Der Blockhaus ruft

Fünf Bergwertungen, zwei davon der ersten Kategorie zugehörig, sind morgen zu absolvieren. Die Profis starten in Isernia in die 191 Kilometer lange Bergetappe, welche einige Stunden später auf dem gefürchteten Blockhaus enden wird. Der Schlussanstieg ist 13,9 Kilometer lang und im Durchschnitt satte 8,4 Prozent steil. So ist der Berg also nicht nur äußerst lang, sondern auch äußerst steil. Klar, dass hier nur ein echter Kletterer gewinnen kann. Ob die Ausreißer sich durchsetzen können oder die Favoriten den prestigeträchtigen Tagessieg lieber unter sich ausmachen möchten, entscheidet sich erst im Laufe der Etappe.



Kämna will das Rosa Trikot

Wie gut ist Juan Pedro Lopez (Trek – Segafredo)? Diese Frage wird uns morgen beantwortet. Der aktuelle Träger des Rosa Trikots ist gefordert wie nie. Wenn er in der Favoritengruppe den Fuße des Blockhaus erreicht hat, geht es um jede Sekunde. Vermutlich wird er nicht mit den Besten mithalten können, aber aktuell hat er einen Vorsprung von 1:42 auf Simon Yates. Es scheint durchaus möglich zu sein, dass der Spanier den Briten weiter hinter sich halten kann. Aus deutscher Sicht hofft man natürlich auf Lennard Kämna (Bora – hansgrohe). Der 25-Jährige, der gestern das Bergtrikot wieder abgeben musste, liegt im Gesamtklassement lediglich 38 Sekunden zurück. Da er an den vergangenen Tagen immer wieder um Bonussekunden gesprintet ist, scheint die Übernahme des Rosa Trikots ein klares Ziel des Raublinger Rennstalls zu sein. Unser Tipp: Kämna holt sich morgen das Rosa Trikot!

Velomotion-Prognose: Yates setzt das nächste Zeichen

Als die Profis am Dienstag den Ätna zu bezwingen hatten, belauerten sich die Favoriten gegenseitig. Niemand wagte es, wirklich in die Offensive zu gehen. Morgen dürfte sich das aber ändern. Der Blockhaus ist deutlich steiler und lädt damit zu Attacken ein. Wie gemacht scheint der Berg für Simon Yates zu sein. Der Brite befindet sich in Topform und ist seit eh und je ein angriffslustiger Fahrer. Behaupten muss er sich vor allem gegen den Ecuadorianer Richard Carapaz, der eine enorm starke Mannschaft im Rücken hat und den Giro d’Italia schon einmal gewinnen konnte.

☆☆☆ Simon Yates (BikeExchange – Jayco)
☆☆ Richard Carapaz (Ineos Grenadiers), Joao Almeida (UAE)
☆ Pello Bilbao (Bahrain – Victorious), Wilco Kelderman (Bora – hansgrohe), Hugh Carthy (EF Education – EasyPost)



Stichworte:Giro d'ItaliaNewsVelomotion-Prognose

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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