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E-Bikes Tour und AlltagTests

Orbea Kemen SUV im ersten Test: Von wegen langweilig!

9. Juni 2022 by Michael Faiß

E-Bike / Test: Touren- und Trekkingbikes haftet oft ein etwas biederes und langweiliges Image an. Räder wie das Orbea Kemen SUV 10 zeigen, dass es definitiv auch anders geht – mit geringem Gewicht, toller Optik und einem sportiven Gesamtkonzept.

Es ist nicht allzu lange her, dass Orbea mit dem Kemen und dem Kemen SUV eine komplett neue E-Hardtail Plattform vorgestellt hat, die mit dem ebenfalls neuen Urrun sogar noch einen etwas sportlichen Cousin im Portfolio hat. Das Highlight dieser neuen Bikes ist sicherlich ihr schicker Rahmen und das geringe Gewicht. Das Kemen SUV ist die wohl vielseitigste Variante der neuen Orbea Hardtails: Einerseits bringt es geländetaugliche Bereifung und eine Federgabel mit 100 mm mit, andererseits ist es mit Vollausstattung samt Gepäckträger, speziellen Gelände-Schutzblechen und Beleuchtungsanlage auch voll alltagstauglich. Dank Freigabe für Kindersitze und/oder -anhänger dürfte es sich auch als Familien-Bike passabel schlagen.

Schick! Der schlanke Rahmen und die knallige Farbe machen einiges her.


Schöne Rahmendetails wie die verschlissenen Schweißnähte machen Freude.
Das integrierte Tagfahrlicht wird durch einen Lezyne Scheinwerfer ergänzt.
Kaum zu glauben, dass in dem schlanken Unterrohr ein Akku mit 540 Wh sitzt.

Angetrieben wir das Kemen SUV von einem vollwertigen Shimano EP8 Antrieb mit satten 85 Nm Drehmoment. Dieser wird wiederum vom Akku im sehr schlanken Unterrohr mit Energie versorgt. Seine Kapazität von 540 Wh genügt nach unseren Messungen für ca. 110 km in der Ebene und ca. 1.500 hm am Berg – sehr gute Werte für ein Rad in dieser Klasse, das damit auch für Tagestouren ausreichend versorgt sein dürfte. Leider ist der Akku (wie schon beim Orbea Rise H) fest verbaut bzw. lässt sich nicht zum Laden entnehmen. Eine Lademöglichkeit in der Garage oder im Fahrradkeller ist deshalb beinahe schon Pflicht. Das ist einerseits zwar schade, jedoch ermöglicht diese Akku-Integration erst die schlanke Optik und auch das geringe Gewicht von 22,8 kg in Größe L – ein Top-Wert in dieser Klasse. Wem die 540 Wh nicht ausreichen sollten, der hat zusätzlich die Möglichkeit, einen Range Extender mit weiteren 252 Wh zu montieren.



Alle Infos zum Orbea Kemen SUV findet ihr hier:



[blog specific=“161701″]

Im Test hatten wir das Orbea Kemen SUV 10 – also die Top-Variante des neuen Tourenbikes. Mit knapp 4.800 Euro zählt es preislich schon eher zur Oberklasse der E-Hardtails, was angesichts des wirklich schönen und hochwertigen Rahmens und der verbauten Komponenten jedoch auch nicht allzu überraschend sein dürfte. Das gilt für die Fox AWL Gabel ebenso wie für die robuste und langlebige Shimano XT Linkglide Schaltung oder die kräftigen Magura-Bremsen. Auch an einer Vario-Stütze hat man bei Orbea gedacht – sehr schön!

Rahmen Kemen Mid Bar
Federgabel Fox 34 Float AWL 100
Antrieb Shimano EP8
Akku 540 Wh
Dämpfer Ohne
Laufräder Race Face AR 30c
Reifen VR Schwalbe Johnny Watts
Reifen HR Schwalbe Johnny Watts
Schaltwerk Shimano XT M8130 Linkglide
Schalthebel Shimano XT M8130 Linkglide
Kurbel Shimano Steps EM600
Umwerfer Ohne
Bremse Magura MT5 E-Stop
Bremsscheiben Magura 180mm
Sattelstütze OC Mountail Control Dropper
Sattel Selle Royal Vivo 1216
Vorbau OC1 35mm
Lenker OC 35mm


Das Orbea Kemen SUV 10 in der Praxis

Direkt beim Aufsitzen überzeugt das Kemen SUV mit einer gut ausbalancierten Sitzposition. Angesichts der doch sportlichen Geometriedaten waren wir zunächst etwas überrascht, da man doch eher aufrecht sitzt – ein ordentlicher Schuss Sportlichkeit ist jedoch zweifelsohne dennoch vorhanden. Generell ist das Kemen SUV eines der Bikes, die das etwas undankbare, aber umso wertvollere Prädikat ‚Unauffällig im positiven Sinne‘ verdienen. Als Gesamtpaket funktioniert das Rad einfach tadellos. Die Schaltung wechselt zuverlässig ihre Gänge, die Bremsen packen zu, wenn man sie braucht, lassen sich aber gleichzeitig auch sehr gut dosieren. Geht es mal etwas ins Gelände, helfen die Johnny Watts Reifen, die Fox Gabel und die Variostütze, dass man fest und sicher im Sattel bleibt. Toll!



In puncto Antrieb kann der EP8 mit seinen gewohnten Qualitäten überzeugen, die vor allem in seiner Dynamik und Spritzigkeit liegen. Auch das Bedienkonzept aus gut ablesbarem Farbdisplay und intuitiver Bedieneinheit macht viel Freude. Dass er nicht zu den leisesten Antrieben gehört und bei der Leistung in der Spitze gegenüber CX, Brose und Co. ein wenig Federn lassen muss, dürfte nur für die wenigsten Fahrer eine entscheidende Rolle spielen.

Nicht minder überzeugend sind die Anbauteile: Die Lezyne Beleuchtung ist schön hell, der Frontscheinwerfer ergänzt das in den Rahmen integrierte Tagfahrleicht perfekt. Der Gepäckträger kommt mit QL 3.1 Aufnahmen, die sich natürlich auch abschrauben lassen und darf mit bis zu 27 kg beladen werden. Die Schutzbleche sind ein klarer Fingerzeig in Richtung Einsatzbereich: Durch ihre Abmessungen – also eher kurz und breit – schützen sie etwas weniger gut vor aufspritzendem Wasser vom Untergrund, dafür machen sie im Gelände eine umso bessere Figur, klappern nicht und behindern nie während der Fahrt.

Fazit: Orbea Kemen SUV 10

Pro

  • Tolle Optik
  • Geringes Gewicht
  • Ausgewogenes Fahrverhalten
  • Rundes Konzept

Contra

  • Akku nicht entnehmbar
  • Relativ teuer

Fakten

RahmenmaterialAluminium
Laufradgröße29 Zoll
AntriebstypShimano EP8
Federweg100 mm
Gewicht22,8 kg
Preis4.799 Euro
Web www.orbea.com
DownhillUphill
 
LaufruhigAgil
 
Mit dem Orbea Kemen SUV haben die Spanier ein ausgesprochen heißes E-Trekking-Eisen im Feuer. Mit seiner tollen Optik, sportivem Touch und geringem Gewicht dürfte das Bike viele Freunde finden. Im Test überzeugt es auch in puncto Fahrverhalten und Komponentenwahl. Dass der Akku nicht entnehmbar ist, ist schade, angesichts des Gesamtkonzepts jedoch zu verkraften.
Stichworte:#VMalltagE-BikeE-SUVE-TrekkingKemenOrbeaSUVTrekking

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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