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Giro d'ItaliaRadsportStraßenradsport

Giro d'Italia #12: Alaphilippe fährt mit Cleverness zum Etappensieg

16. Mai 2024 by Michael Behringer

Alaphilippe Giro d'Italia

Radsport: Julian Alaphilippe hat die zwölfte Etappe des Giro d’Italia gewonnen. Der Franzose konnte sich als Solist in Fano feiern lassen, nachdem er zuvor über 100 Kilometer gemeinsam mit Mirco Maestri unterwegs war und diesen schließlich im letzten Anstieg einfach stehen ließ.

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Alaphilippe lässt Maestri keine Chance

Nach Etappensiegen bei der Tour de France und der Vuelta a Espana hat Julian Alaphilippe (Soudal – Quick-Step) nun auch beim Giro d’Italia zugeschlagen. Der französische zweifache Weltmeister war über 100 Kilometer lang gemeinsam mit dem Italiener Mirco Maestri (Polti – Kometa) als Duo unterwegs und ließ sich von den über 30 Verfolgern nicht einholen. Im letzten Anstieg ließ er seinen Begleiter souverän stehen und fuhr als Solist dem Tagessieg entgegen. Rang zwei ging nach einer gescheiterten Aufholjagd an Jhonathan Narvaez (Ineos Grenadiers) vor Quinten Hermans (Alpecin – Deceuninck).



38 Fahrer reißen aus

Eine große Ausreißergruppe sollte das heutige Teilstück über 193 Kilometer von Martinsicuro nach Fano prägen. Nach dem tellerflachen Beginn bildete sich die Flucht an den ersten Hügeln. Ganz vorn machten sich Julian Alaphilippe (Soudal – Quick-Step) und Mirco Maestri (Polti – Kometa) aus dem Staub. Dahinter formierten sich nicht weniger als 36 Verfolger mit dem Deutschen Jasha Sütterlin (Bahrain – Victorious) und dem Österreicher Tobias Bayer (Alpecin – Deceuninck). Aber auch internationale Klasse war mit Filippo Ganna (Ineos Grenadiers), Jhonathan Narvaez (Ineos Grenadiers), Laurence Pithie (Groupama – FDJ), Juan Pedro Lopez (Lidl – Trek), Nairo Quintana (Movistar), Domenico Pozzovivo (VF Group – Bardiani CSF – Faizanè) und Jan Hirt (Soudal – Quick-Step) vorn vertreten. Besonders beim zuletzt genannten Fahrer dürften einige Teams aufgehorcht haben, denn der Tscheche lag vor dem Start der Etappe auf Rang elf in der Gesamtwertung mit nur knapp sechs Minuten Rückstand auf Leader Tadej Pogacar (UAE).

Alaphilippe & Maestri harmonieren prächtig

Den 107. Giro d’Italia sicherlich nicht in guter Erinnerung behalten wird Fabio Jakobsen (dsm-firmenich PostNL). Der Niederländer konnte bei den zahlreichen Massensprints kein einziges gutes Ergebnis einfahren, kam gestern 2x zu Fall und trat zur heutigen zwölften Etappe gar nicht mehr an. Deutlich besser lief es für das Duo Julian Alaphilippe (Soudal – Quick-Step) und Mirco Maestri (Polti – Kometa). Obwohl die Verfolger dahinter deutlich in der Überzahl waren, wurden sie sich partout nicht einig, attackierten sich gegenseitig und konnten den Rückstand über viele Kilometer hin nicht verringern. Der Franzose und der Italiener hingegen harmonierten prächtig. Alaphilippe überließ seinem Begleiter alle Zwischenwertungen und durfte sich daher sicher sein, auf die Zusammenarbeit bauen zu können. Gleichzeitig sah der alte Hase an jedem Hügel, dass er der deutlich stärkere Fahrer von beiden war und den Tagessieg somit eigentlich sicher in der Tasche hätte – wenn beide gemeinsam im Zielort ankommen sollten.

Narvaez & Hermans in der Verfolgung

Auf Grund der Uneinigkeit in der Verfolgergruppe kam es zu weiteren Attacken, wodurch sich neun Fahrer lösen konnten. Während die zurückgelassenen ehemaligen Begleiter vom Hauptfeld wieder gestellt wurden – darunter auch Jan Hirt (Soudal – Quick-Step) – kam die Chasing Group nach und nach näher an das Spitzenduo heran. Im letzten enorm steilen Anstieg verabschiedete sich Julian Alaphilippe (Soudal – Quick-Step) von seinem Begleiter. Mirco Maestri (Polti – Kometa) wurde daraufhin durchgereicht. Die Verfolger des Solisten waren nun Jhonathan Narvaez (Ineos Grenadiers) und Quinten Hermans (Alpecin – Deceuninck). Doch ihr Versuch kam zu spät. Der Franzose ließ sich nicht mehr einholen.



Foi aqui que Alaphilippe desgarrou pra ir a vitória solo#giroditalia #GironoDSports

pic.twitter.com/P87j16hu0d

— O País Do Ciclismo (@opaisdociclismo) May 16, 2024



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Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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