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KTM Gravelator Elite: Preis-Leistungs-starkes Carbon-Bike

28. November 2025 by Caspar Gebel

Test KTM Gravelator Elite: Im Reigen der neuen KTM-Gravelbikes ist das Elite eines der günstigeren Modelle. Das hält den österreichischen Hersteller freilich nicht von Finessen wie einem Carbon-Radsatz ab. Dass damit auch das Gewicht stimmt, kann man sich denken.

Bei KTM bewegt sich was: War das Gravel-Sortiment vor ein paar Jahren noch ziemlich überschaubar und auf preiswerte Alu-Modelle konzentriert, gibt es nun eine ganze Armada sportlicher Carbon-Modelle, die bereits ab 1.999 Euro erhältlich sind. Auch im Alu-Segment sind die Preise gesunken – hier ist man für ein Bike mit Shimano Cues 1×11 schon mit 1.199 Euro dabei. Genau zweimal so viel kostet das KTM Gravelator Elite, und für diese Summe gibt es ganz schön viel Kohlefaser. Gerade der hauseigene Carbon-Radsatz mit 35 mm tiefen, innen 25 mm breiten Felgen macht neugierig, der nur knapp 1.600 Gramm wiegen dürfte – in dieser Preisklasse ist das sehr ungewöhnlich.

KTM Gravelator Elite
KTM Gravelator Elite: viel Carbon zum attraktiven Preis.


KTM Gravelator Elite: die Highlights

  • Carbon-Gravelbike mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Relativ geringes Gewicht: ohne Pedale 9,67 kg
  • Hochwertiger, ca. 1.600 Gramm schwerer Carbon-Laufradsatz
  • Solide, funktionelle Shimano-GRX-Ausstattung

 

Fahrbereit mit Pedalen und Flaschenhalter wiegt das KTM ziemlich genau zehn Kilo, was angesichts des günstigen Preises ein guter Wert ist; durchs Umrüsten auf tubeless können noch einmal rund 200 Gramm gespart werden. Was mit dem Carbonrahmen alles möglich ist, zeigt ein Blick auf das Schwestermodell Gravelator Prime mit SRAM Rival 1×13, das laut Hersteller ein Kilo leichter ist. Für das Topmodell Gravelator Exonic gibt es eine gewichtsoptimierte Variante des Rahmensets, die mehrere Hundert Gramm sparen dürfte.



 

Das Staufach ist nicht ganz einfach zu öffnen.
Auch an der Gabel lässt sich Gepäck befestigen.

Über ein Staufach im Unterrohr verfügen beide Ausführungen des Rahmens. Seine Öffnung ist vergleichsweise weit oben angebracht – normalerweise befindet sich die Klappe auf Höhe des Flaschenhalters. Da das Unterrohr des Gravelator nicht sehr breit ist, fällt auch die Öffnung eher schmal aus; heranzukommen ist nicht ganz einfach, da der Öffnungsmechanismus etwas fummelig ist. Pumpe, Gaskartusche, Schlauch und Reifenheber sind typische Kandidaten für die Unterbringung im Rahmen, am Rahmen lassen sich zwei Flaschenhalter, Oberrohrtasche, Gabelhalterungen und Schutzbleche befestigen. Außerdem lassen sich bis zu 50 mm breite Reifen montieren.



Der Rahmen gefällt mit schönen Details.
Alle Leitungen sind weitgehend integriert.

Aerodynamische Formgebung und gelungene Details

Der neue KTM-Carbonrahmen gefällt mit aerodynamischer Formgebung, was etwa an der Einpassung der Gabel auffällt oder am Übergang vom Sitzrohr zu den Hinterbaustreben. Die integrierte Sitzklemmung lässt sich einfach bedienen und sieht schöner aus als eine schnöde Schelle. Und nicht zuletzt stimmt KTM das neue Carbon-Modell ziemlich sportlich ab: Das Steuerrohr ist kurz, das Oberrohr lang, was für eine aggressive Sitzhaltung sorgt, wobei diese durch den kurzen Lenkervorbau etwas entschärft wird. Dieser sorgt im Zusammenspiel mit dem flachen Lenkwinkel für einen angenehm handlichen Charakter, was neben dem recht geringen Gewicht gerade der Laufräder und der gefühlt hohen Rahmensteifigkeit einen sehr positiven Fahreindruck hinterlässt.

KTM Gravelator Elite
Mit Pedalen zehn Kilo schwer – oder leicht –, ist das KTM handlich und vortriebsstark.


Funktioneller GMX-Mix

Wie in dieser Preisklasse üblich, findet sich am KTM ein Mix der unterschiedlichen Shimano-GRX-Teile: Schaltwerk GRX-RX822, Hebel und Kurbelsatz RX610 sowie RX400-Bremssättel. Die 610er Schaltbremshebel verfügen inzwischen über dasselbe Griffgummi wie die höherwertige Version, und auch funktionell ist praktisch kein Unterschied spürbar. Mit 10-51er Kassette ist der Übersetzungsumfang riesig, wobei die Zweiersprünge im schnellen Bereich nicht ganz optimal sind.

Typisch Shimano ist die MTB-mäßige Kassette.
Die Shimano GRX ist bewährt und solide.
Ziemlich schnell rollen die breiten Maxxis-Reifen.

Eine gute Wahl ist auf jeden Fall der neue Maxxis Reaver HYPR-X, der mit 45 mm Breite viel dämpfendes Volumen bietet, dabei in unabhängigen Tests einen geringen Rollwiderstand bewiesen hat. Ein einfacher Platzhalter für einen hochwertigen Nachrüst-Reifen ist der Maxxis auf keinen Fall. Was noch einmal zeigt, wie kompromisslos das neue KTM Gravelator auf ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis zugeschnitten ist: Das Einzige, was man sich hier noch wünschen könnte, ist eine Carbon-Sattelstütze, die noch einmal 100 bis 150 Gramm spart und die Vibrationsdämpfung erhöht.



www.ktm-bikes.at

 

Fazit: KTM Gravelator Elite

Pro

  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Relativ geringes Gewicht
  • Leichter Carbon-Radsatz
  • Angenehmes Fahrverhalten

Contra

  • Deckel des Staufachs schwer zu öffnen

Fakten

RahmenmaterialCarbon
BremseScheibenbremse Hydraulisch
Gewicht9,67 kg (ohne Pedale)
Preis2.399 Euro
Web www.ktm-bikes.at
Mit dem Gravelator Elite macht KTM alles richtig. Im Preisbereich unter 2.500 Euro ist ein Carbon-Radsatz eine Seltenheit, zumal das am neuen Gravelbike verbaute Modell vergleichsweise leicht und optimal auf breite Reifen abgestimmt ist. Am GRX-Mix gibt es wie immer nichts auszusetzen – einen funktionellen Unterschied bringt nur noch eine elektronische Schaltung. Dazu ist das Gravelator ausgesprochen vielseitig, sodass alle, die auf Preis-Leistung achten, von den sportlichen Österreichern abgeholt werden.
Stichworte:#VMgravelCarbon-GravelbikefeaturedGravelbikeKTMPreis-Leistung

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

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