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Rose Backroad Unsupported: Bikepacking mit Bordelektrik

7. Januar 2026 by Caspar Gebel

Test Rose Backroad Unsupported: Rose bringt sein Backroad mit UDH-Aufnahme und Staufach im Unterrohr auf den neuesten Stand. Doch das ist nicht alles: Das Topmodell des Line-Ups verfügt über eine innovative Bordelektrik mit Highend-Lichtanlage und ist damit perfekt für alle, die beim Bikepacking die Grenzen menschlicher Besiedlung hinter sich lassen.

Gravelbikes mit Lichtanlage gibt’s schon länger, doch so konsequent wie Rose hat vielleicht noch kein Hersteller das Thema aufgegriffen. Beim Rose Backroad Unsupported sind Dynamo und Leuchten ein integraler Bestandteil der Ausstattung, dazu kommt die Zusatzfunktion einer USB-C-Buchse am Vorbau, die eine permanente Stromversorgung fürs Smartphone oder andere elektronische Endgeräte ermöglicht. Und damit ist das Modell natürlich wie geschaffen für alle, die sich bei ihren Bikepacking-Touren in wirklich unbewohnte Gebiete vorwagen.

Rose Backroad Unsupported: die Highlights



  • Carbonrahmen mit großem Staufach im Unterrohr und vielen Anbaumöglichkeiten
  • Aufwendige Bordelektrik mit Nabendynamo, Pufferakku und Ladebuchse am Vorbau
  • Hochwertige Supernova-Lichtanlage
  • Ausstattung Shimano GRX-RX820
  • Preis 4.400 Euro, Gewicht 11,4 kg (o. P.)

 

Rose Backroad Unsupporte
Rose Backroad Unsupported: mit Licht, Rahmentasche und „Geheimfach“.

Rose Backroad Unsupported: Großes Staufach mit Tasche und Powerbank

Wie muss man sich die Bordelektrik des Rose vorstellen? Voraussetzung ist erst einmal ein großes Staufach im Unterrohr, dessen Deckel sich sehr einfach öffnen lässt. Im Rahmenrohr ist Platz für den üblichen Kleinkram, zu dessen Unterbringung ein längliches Etui beiliegt. Außerdem ist eine Powerbank bzw. ein Pufferakku des Herstellers Busch & Müller installiert – das K-Werk –, der den von Dynamo produzierten Strom speichert und eine Kapazität von immerhin 35 Wattstunden aufweist.



Rose Backroad Unsupported
Das breite Staufach lässt sich einfach öffnen.
Rose Backroad Unsupported
Entnimmt man den Beutel, …
… werden Akku und Kabel sichtbar.

Im Rohr erkennt man die Kabelstränge, welche Dynamo, Akku und Lichtanlage verbinden und übrigens auch an jenen Modellvarianten des Backroad vormontiert ist, die ohne Lichtanlage geliefert werden.

Rose Backroad Unsupported
Rose verbaut einen absoluten Hightech-Dynamo.
Rose Backroad Unsupported
Im Fernlicht-Modus ist der Scheinwerfer besonders hell.
Rose Backroad Unsupported
Überm linken Ausfallende sitzt das kompakte Rücklicht.


Diese besteht aus einem extrem hochwertigen, kompakten SON-Dynamo, einer kleinen Rückleuchte am Hinterbau und einem hellem Supernova-Strahler, der per Daumentaste von Abblend- auf Fernlicht umgeschaltet werden kann. Außerdem gibt es einen Schalter mit drei Stellungen im rechten Lenkerende: Licht an – Licht aus – Ladebetrieb. Ganz klar: Mit einer derart hochwertigen Lichtanlage wendet sich Rose an Menschen, die viel autark und im Dunklen unterwegs sind und auch den dafür notwendigen Aufpreis zu zahlen bereit sind. Dieser liegt im Vergleich zum Schwestermodell Rose Backroad GRX 820 ohne Elektrik bei 1.400 Euro. Als kleines Extra gibt’s beim Backroad Unsupported die „Top Tube Bag“, während die Framebag auch bei den anderen Modellen mitgeliefert wird.

Rose Backroad Unsupported
Am rechten Lenkerende der Schalter, am Oberlenker die Taste fürs Fernlicht, unterm Vorbau die USB-C-Buchse.
Rose Backroad Unsupported
Die mitgelieferte Rahmentasche mit wasserdichtem Reißverschluss ist recht geräumig.

Sportlicher Rahmen mit handlicher Lenkung und viel Komfort

Die speziellen Taschen lenken den Blick auf den neu gestalteten Rahmen, der auf eine durchaus sportliche Sitzposition zugeschnitten ist und mit großer Handlichkeit viel Fahrspaß vermittelt – auch wenn das Rad mit gut 11,4 Kilo inklusive Tasche nicht gerade leicht ist. Aber da das Unsupported in erster Linie mit Gepäck gefahren werden dürfte, ist das Thema Gewicht weniger relevant.



Schön sind die vertieften Gewindeeinsätze der Gabel.
Bewährt: Shimano GRX 1×12 mit großer Kassette.
Am Backroad Unsupported verbaut Rose 50er Reifen.

Typisch fürs Backroad ist die spezielle Befestigung der Carbonsattelstütze, die diese über einen größeren Bereich flexen lässt; schön sind die vertieft eingelassenen Gewinde in der Gabel. Rose stattet das Backroad Unsupported mit mechanischer Shimano GRX in der Top-Version aus; mit der MTB-mäßigen 10-51er Kassette lassen sich steilste Anstiege bewältigen. Ein besonderes Merkmal dieser Modellvariante sind die 50 mm breiten „Schwalbe G-One Overland“-Reifen; alle anderen Backroads sind mit 45er Pneus ausgestattet.

Rose Backroad Unsupported
Das neue Rose Backroad ist ziemlich sportlich geschnitten, was auch dem Bikepacking-Modell zugutekommt.


Fünf Modellvarianten mit Shimano und SRAM

Insgesamt bietet Rose das Backroad in fünf Varianten an: Neben dem Rose Backroad Unsupported sind das zwei Shimano- und zwei SRAM-Modelle, jeweils eins mit mechanischer und eins mit elektronischer Schaltung. Hier können sich also so ziemlich alle angesprochen fühlen, und wer will, kann natürlich auch an einem der Standardmodelle eine Lichtanlage installieren.

www.rosebikes.de

Fazit: Rose Backroad Unsupported

Pro

  • Interessantes Konzept mit Bikepacking-tauglicher Lichtanlage
  • Sportliche Rahmengeometrie
  • Rahmentaschen inklusive
  • Schöne Rahmendetails

Contra

  • Nicht sehr leicht

Fakten

RahmenmaterialCarbon
BremseScheibenbremse Hydraulisch
Gewicht11,4 kg (o. P.)
Preis4.400 Euro
Web www.rosebikes.de
Das neue Rose Backroad ist gerade in der Unsupported-Variante etwas Besonderes: So konsequent hat noch niemand das Konzept einer Lichtanlage am Gravelbike umgesetzt. Wer viel bei Dunkelheit fährt und unterwegs Smartphone & Co. laden will, dürfte an der Bordelektrik Gefallen finden; alle anderen können aus weiteren Modellvarianten wählen, die sich freilich aufrüsten lassen. Die Ausstattung des Backroad ist solide, das etwas höhere Gewicht geht angesichts des Einsatzbereichs in Ordnung.
Stichworte:#VMgravelBikepackingfeaturedGravelbikeROSE Backroad

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

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