Test: Benannt nach Siri Tolander – einer wahren Legende der Stockholmer Fahrradkurier-Szene – schickt CHPO mit der Siri Photochromic ein kompakteres Vollrand-Modell ins Rennen. Wie schlägt sich die stylische Schwedin mit ihren rot getönten, selbsttönenden Gläsern auf den Mountainbike-Trails zwischen Tannennadeln und Sonnenstrahlen?
Abmessungen, Verarbeitungsqualität & Nachhaltigkeit
Auch bei der Siri zieht CHPO konsequent seine grüne Linie durch. Der matt-schwarze Rahmen besteht zu 100 % aus recyceltem Kunststoff, zertifiziert nach dem Global Recycled Standard (GRS). Verpackung und Aufbewahrungsbeutel sparen unnützes Plastik ein und setzen auf Recycling-Materialien.
Haptisch bietet die CHPO Siri ein ähnliches Bild wie ihr großer Bruder Henrik: Das mattschwarze Finish fühlt sich flach und simpel an – vergleicht man das Material mit der samtigen Soft-Touch-Haptik oder den gummierten Einstelloptionen sündhaft teurer Konkurrenten, wirkt die Brille auf den ersten Blick etwas günstig in der Anmutung.
Doch das ist Jammern auf hohem Niveau, wenn man das Preisschild betrachtet. Die Siri ist sauber gegossen, weist keine scharfen Grate auf und ist mit Maßen von 57 mm Glashöhe, 20 mm Stegbreite und 150 mm Bügellänge ideal für mittelgroße Gesichter geschnitten. Durch das schlankere Design bringt sie federleichte ca. 28 Gramm auf die Waage.
Technische Daten im Überblick:
- Rahmenmaterial: 100 % recyceltes Polycarbonat (GRS-zertifiziert), Matte Black
- Glas: Red Photochromic (selbsttönend), UV400
- Schutzkategorie / Lichtdurchlässigkeit (VLT): Kat. 1 bis 3 (ca. 84 % bis 14 % VLT)
- Maße (Glashöhe / Steg / Bügel): 57 mm / 20 mm / 150 mm (Passform Medium)
- Gewicht: ca. 28 g
- Lieferumfang: Brille, Mikrofaserbeutel aus recyceltem PET
- UVP: 49 Euro
Das Glas: Rot-Photochromie für knalligen Kontrast
Das Highlight der Siri ist die Red Photochromic Scheibe. Sie deckt eine riesige Spanne der Lichtdurchlässigkeit ab: Von nahezu klaren 84 % VLT (Kategorie 1) bei Dämmerung oder dichten Wolken bis hin zu dunklen 14 % VLT (Kategorie 3) bei gleißendem Sonnenlicht.
Im abgedunkelten Zustand bekommt die Scheibe einen extrem coolen, rötlich spiegelnden Look. Der Rotfilter sorgt auf dem Trail für eine hervorragende Helligkeits- und Kontrastverstärkung. Bremswellen, feuchte Baumwurzeln und wechselnde Untergründe lassen sich blitzschnell erfassen. Die Farbwahrnehmung bleibt dabei erstaunlich natürlich und strengt die Augen auch bei stundenlangen Touren nicht an.
Praxiseindruck auf dem Trail: Viel Performance für ganz wenig Geld
Auf dem Trail schlägt sich die Siri gut. Dank der etwas kompakteren Bauform im Vergleich zur Henrik schließt sie bei kleineren bis mittelgroßen Gesichtern sehr gut ab und kollidiert nicht mit den Halterungen gängiger Halbschalen- und Enduro-Helme.
Die festen Kunststoffbügel bieten ausreichend Eigenspannung, sodass die Brille auch ohne gummierte Kontaktflächen überraschend fest am Kopf sitzt. Lediglich bei viel Schweiß neigt sie etwas zum Verrutschen. Natürlich fehlen Einstellmöglichkeiten für asymmetrische Nasenbeine – wer eine Standard-Nase hat, wird damit aber bestens zurechtkommen. Die Belüftung ist dank des leicht geöffneten Luftstroms an den Seiten solide; Beschlagprobleme traten im Test nur bei schweißtreibenden Verschnaufspausen auf.




